Shitstorm wegen Nivea-Werbung: Beiersdorf löscht nach Online-Aufruhr Deo-Kampagne in sozialen Medien

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Viele Unternehmen nutzen Facebook & Co., um hier für ihre Produkte zu trommeln. Lösen jedoch die Werbebotschaften einen Shitstorm aus, leidet der Ruf der Marke und des Unternehmens. Dies muss jetzt der Kosmetikkonzern Beiersdorf bitter erfahren. Das Hamburger Unternehmen zieht nach Rassismus-Vorwürfen auf Facebook und Twitter seine Werbekampagne für ein Deo zurück. Es ist nicht der erste Vorfall, bei dem das Hamburger Unternehmen mit Produktwerbung aneckte.

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Eigentlich wollte die Hamburger Beiersdorf in den USA für ein neues Deodorant werben, dass keine Spuren auf Textilien hinterlässt. Dazu hatte der weltweit agierende Kosmetikkonzern eine Anzeige mit einer Frau entworfen, die in blütenweißer Kleidung auf einem Bett sitzt und aus dem Fenster schaut. Darüber steht der Werbeslogan White is purity, übersetzt wie Weiß ist Reinheit. Darunter der Spruch „Keep it clean, Keep it bright. Don’t let anything ruin it“ (zu deutsch: Halte sie sauber, halte sie hell. Lass sie dir von nichts ruinieren). Dies postet die Hautpflegemarke Nivea unter anderem auch auf der eigenen Facebook-Seite im mittleren Osten.

Schnell löste die Kampagne auf Facebook einen wahren Shitstorm aus. Viele User waren empört und kanzelten die Werbung als rassistisch ab. Kommentare wie „Ich werde alle meine Nivea-Produkte entsorgen“ oder „dieses Deo ist das optimale Produkt für die Alt-Right-Bewegung“ waren noch milde. Andere wurden deutlicher: „Schande über Sie, feuern Sie ihren Marketingbeauftragten oder wer immer das abgenickt hat“. Auch riefen diverse User dazu auf, das Produkt zu boykottieren. Für Beiersdorf ist der Imageschaden groß. Der Konzern hat auf Facebook weltweit mehr als 19 Millionen Fans. Inzwischen zieht der Vorfall medial weitere Kreise. Der Kölner Express hat zu einer Online-Abstimmung aufgerufen. Er fragt im Netz User: „Finden Sie die Nivea-Werbekampagne rassistisch?“

Der norddeutsche Kosmetikkonzern hat inzwischen die Anzeige gelöscht und sich entschuldigt.

Das Unternehmen weist jegliche rassistische Intention zurück und erklärt, dass die Anzeige eigentlich nur für Kunden aus dem nahen Osten gedacht war. „Wir bedauern den Vorfall sehr und werden künftig darauf achten, die Kommunikation zu verbessern,“ erklärt eine Unternehmenssprecherin gegenüber MEEDIA. Die missglückte Kampagne werde aber keine personellen Konsequenzen haben. Der Vorfall sei nicht der erste seiner Art. Bereits 2011 hatte das Unternehmen mit einer Werbung angeeckt. Damals hielt auf einem Plakat ein Afro-Amerikaner den Kopf eines anderen Afro-Amerikaners in der Hand.

Dass die missglückte Werbekampagne die Marke Nivea wirtschaftlich schadet, gilt als unwahrscheinlich. Die Marke hat eine lange Tradition und wurde vor mehr als 100 Jahren eingeführt. Der Shitstorm auf Facebook zeigt aber, dass Unternehmen vorsichtiger mit Aussagen in ihren Werbebotschaften umgehen müssen, um nicht den Ruf ihrer Marke und des Unternehmens nachhaltig zu schädigen. Jüngere Marken hingegen könnten einen solchen Shitstorm möglicherweise nicht überleben. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Verbraucher schnell abwenden.

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Alle Kommentare

  1. ….leider wird der Tag kommen,wo man zurückblickt und dann weiß, ja sie hatten Recht…auch mit Zweideutigkeiten…leider!

  2. Diese Gesellschaft ist durch und durch krank. Der kommende Systemabsturz incl. des Kollapses des Finanzsystems wird uns zeigen, was wirklich wichtig im Leben ist und solch geistigen Verirrungen wie der political correctnes und dem ganzen Gender-Kram den Garaus machen. Armut lässt Menschen vernünftig werden, zu viel Wohlstand macht dekadent.

  3. Die Macht der Kontrolle über Gedanken ist in die Hände einer Truppe geraten, denen man eine Werte-Orientierung prinzipiell nicht vermitteln kann. Dafür sind Hirn-Fähigkeiten zuständig, über die wohl über die Hälfte der Menschen nicht zu verfügen scheint. Übrigens der größte Nachteil der Demokratie, welcher sich sofort bemerkbar machten muß, wenn die andere Hälfte ermattet in ihre Kissen sinkt, oder die Kissen bereits über ihre Gesichter gepreßt werden.

    Die von diesem für sie nicht erkennbaren Defizit Geplagten rütteln immerfort an ihren Gittern.

    Nun sind einige von ihnen ausgebrochen, öffnen die Schleusen für ihre „Brüder (und vor allem) Schwestern“ und infizieren, setzen den gesamten Globus in Brand.

    Ist dies bereits sichtbar? Ich denke schon. Und zwar wirklich überall, wohin immer man auch schaut.

  4. Cremes zu Weiß, Demonstranten für Black lifes matter zu Schwarz…
    Schlimm, wenn sich Firmen solch pöbelnden Linksfaschisten anbiedern.
    Wer schon bei solchen durchsichtigen Lapalien den Kopf einzieht, der würde für Geld alles in seine Produkte verarbeiten. Man kauft besser nicht mehr bei solchen Firmen.

  5. Das übliche blindwütige herum schlagen mit der „Rassismus-Keule“…

    Interessiert in Wirklichkeit niemanden, fake-News… wieder einmal.

    Btw. In fast allen asiatischen und auch lateinamerikanischen Ländern wird „White is purity“ von der Mehrheit der Bevölkerung ausdrücklich geteilt und das bezieht sich ausdrücklich auf die Hautfarbe…
    Demokratie kann so gemein sein, wenn die eigenen Vorurteile ab-gestraft werden…

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