Palmen für TV-Serien: Filmfestival in Cannes soll einen Serien-Ableger bekommen

Der Fernsehbranchentreff MipTV in Cannes wird bald um das Serien-Festival „Cannes Series“ ergänzt
Der Fernsehbranchentreff MipTV in Cannes wird bald um das Serien-Festival "Cannes Series" ergänzt

Die französische Küstenstadt Cannes plant einen Ableger ihres berühmten Filmfestivals – für TV-Serien: Bei "Cannes Series" soll eine internationale Jury in einem Wettbewerb aus zehn neuen Serien die besten auswählen und, wie beim Original, mit einer Palme auszeichnen. Darüber hinaus soll es während des einwöchigen Festivals mehrere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geben.

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Zeitgleich zum Fernsehbranchentreffen MipTV, das aktuell in Cannes abgehalten wird, soll das einwöchige Fernsehserienfestival ab 2018 stattfinden. Es soll „prestigeträchtig, künstlerisch und glamourös“ werden, wie die Süddeutsche Zeitung Cannes’ Bürgermeister David Lisnard zitiert, der seine Pläne gegenüber der Presse vorgestellt hat.

Demnach soll eine international besetzte Jury aus zehn neuen Serien die beste küren, wie beim Festival winkt dem Sieger die Goldene Palme. Die Serien dürfen dabei eine Episodenlänge von einer halben oder einer Stunde haben, das Genre spielt keine Rolle – sogar über Webserien werde nachgedacht, wie das US-Branchenblatt Hollywood Reporter berichtet. Darüber hinaus soll es mehr als 200 Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geben. Eine Neuheit, immerhin ist die Fernsehmesse MipTV bisher ein Branchentreff. Das Budget des Festivals soll bei rund vier Millionen Euro liegen.

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