Apple-Gerüchte: Das iPhone 8 könnte sich bis November verzögern

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Das Warten auf das neue iPhone geht weiter, doch die Wall Street ist längst in Partylaune © Apple

Große Aufregung unter Apple-Fans: Kommt das mit Spannung erwartete iPhone 8 in diesem Jahr später auf den Markt als bislang erwartet? Diesen Verdacht schürt die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News mit Verweis auf die Zuliefererkette. So soll Apple sowohl bei der Lamination der OLED-Displays als auch mit dem 3D-Sensor zur Gesichtserkennung Probleme haben.

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Jahr für Jahr können Apple-Fans ihren Spätsommer nach einem vorhersehbaren Muster planen: In der ersten oder zweiten Septemberwoche hält Apple seine iPhone-Keynote ab, zwei Wochen später kommt das Apple-Smartphone in den Handel.

Seit 2012 wiederholt sich der Kreislauf – doch in diesem Jahr könnte nun alles anders sein. Wie die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News mit Verweis auf die Zuliefererkette berichtet, könnte sich der Launch des neuen iPhones in diesem Jahr auf Oktober bis November verzögern.

Economic Daily News: Probleme mit OLED Display und 3D-Sensor

Der Grund: Die Lamination der gebogenen OLED-Displays als auch der Einbau der 3D-Sensoren, die zur Gesichtserkennung verwendet werden, bereiten Apple offenbar Probleme.

Unklar bleibt dabei, ob die Beschaffung der Komponenten oder die Fertigung zur Verzögerung führen werden. Ebenso offen erscheint nach dem Bericht der Economic Daily News, ob Apple das  neue iPhone zum zehnjährigen Produktbestehen erst im Oktober bzw. November ankündigen oder gleichzeitig launchen wird.

Gerüchte um späteren iPhone 8-Launch halten sich länger

Die Gerüchte um eine Verzögerung des generalüberholten iPhones sind nicht ganz neu. Zuvor hatte der wohl treffsicherste Apple-Analyst bereits eine spätere Produktion des Highend-Modells prophezeit.

Wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities in einer Research-Note an Kunden bereits Ende Februar mitteilte, dürfte die Produktion des Highend-Modells mit OLED-Display erst im September beginnen. Das bestätigte nun auch die taiwanische Wirtschaftszeitung DigiTimes am Wochenende.

iPhone 8: Späterer Start ins Weihnachtsgeschäft?

Weil die einzelnen neuen Komponenten – wie u.a. ein neuer Finger-ID-Sensor – erst später zur Verfügung stünden, würde sich die Produktion des generalüberholten Jubiläums-iPhones „wahrscheinlich“ um einige Monate hinauszögern, hatte Kuo berichtet.

Ein Produktionsstart im September hätte zur Folge, dass das iPhone entsprechend verzögert in den Handel kommen dürfte – und Apple mit seinem sehnlichst erwarteten nächsten Kassenschlager möglicherweise verspätet ins Weihnachtsgeschäft startet.

Apple-Aktie weiter auf Rekordkurs

An der Wall Street treibt die Euphorie vor dem kommenden iPhone 8-Launch im Spätsommer, auf den sich Analysten mit Mutmaßungen über die Spezifikationen und immer optimistischeren Schätzungen einstimmen, die Apple-Aktie unterdessen auf immer luftigere Höhen. Auch im heutigen Handel verbesserte Apple sein Allzeithoch ungeachtet der Verzögerungsgerüchte auf Notierungen von nunmehr 145 Dollar.

Katy Huberty von Morgan Stanley hat ihre These von einem „Superzyklus“ etwa erst vorvergangene Woche gegenüber dem Finanznachrichtensender CNBC erneuert. „Wir glauben nicht, dass der Superzyklus bislang vollständig eingepreist ist“, erklärte Huberty, die als eine der großen Stars der Finanzbranche gilt.

Vollkommen Hubertys Meinung ist Branchenkollege Rod Hall vom Wall Street-Rivalen JP Morgan. Während die Morgan Stanley-Analystin für das Fiskaljahr 2018, das bei Apple traditionell bereits im Oktober des Vorjahres beginnt, ein Absatzplus nach Einheiten von 20 Prozent auf 253 Millionen verkauften iPhones prognostiziert, ist Hall sogar noch optimistischer.

260 Millionen verkaufte iPhones im Fiskaljahr 2018 möglich

Der JP Morgan-Analyst hob seine iPhone-Absatzschätzungen für das nächste Fiskaljahr von 245 auf 260 Millionen Einheiten an. Im vergangenen Fiskaljahr konnte Apple 212 Millionen iPhones verkaufen, musste damit aber den ersten Absatzrückgang seit dem Debüt 2007 hinnehmen.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte Apple trotz des starken Weihnachtsquartals bestenfalls auf Vorjahresniveau liegen, weil potenzielle Kunden in den kommenden Monaten ihre Käufe wegen des iPhone 8-Launches zurückstellen dürften. Apples bisheriger Verkaufsrekord liegt bei 234 Millionen abgesetzten iPhones im Fiskaljahr 2015.

iPhone 8 mit OLED-Display und 3D-Sensor erwartet

Hall begründet seinen Optimismus nicht nur mit den bahnbrechenden Neuerungen des neuen Apple-Smartphones, das nach Einschätzung des JP Morgan-Analysten auch iPhone Pro heißen könnte, sondern mit dem immer größer werdenden Kundenstamm, der nach den minimalen Updates der vergangenen beiden Modelle iPhone 6s und 7 seine Käufe für ein generalüberholtes iPhone zurückgestellt habe.

Waren kurz vor dem iPhone 6-Launch im September 2o14 noch 542 Millionen iPhones aktiv in Betrieb, werde sich die iPhone-Kundenbasis bis September 2017 auf 1,14 Milliarden mehr als verdoppeln, rechnet Hall vor. „Ich glaube nicht, dass bislang hinreichend eingepreist ist, wie groß der Superzyklus ausfällt“, erklärte der Analyst gegenüber dem Finanznachrichtensender CNBC seine optimistische These, die er mit einer Anhebung des Kursziels von 142 auf 165 Dollar untermauert.

Das neue Flaggschiff-iPhone, das in der Phablet-Größe des iPhone 7 Plus auf den Markt kommen dürfte, werde laut Hall mit OLED-Display und 3D-Sensor für Gesichtserkennung ausgeliefert werden und eine drahtlose Ladefunktion besitzen, glaubt der JP Morgan-Analyst.

Einen Überblick über die neusten Gerüchte zum iPhone 8 finden Sie hier

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