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Mit „faktenfinder“ gegen gezielte Falschmeldungen: ARD startet Anti-Fake-News-Portal

„Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist.“, so faktenfinder-Projektleiter Patrick Gensing (Foto).
"Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist.", so faktenfinder-Projektleiter Patrick Gensing (Foto).

"Wie umgehen mit Fake News?" – auf diese Frage will faktenfinder.tagesschau.de, das neue Anti-Fake-News-Portal der ARD, eine Antwort finden. "Wenn wir Fake News identifiziert haben und sie auch für relevant halten, dann möchten wir erklären, warum sie falsch sind", so Projektleiter und "Tagesschau"-Autor Patrick Gensing.

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Am heutigen Montagvorittag ist das neue Anti-Fake-News-Portal ohne große vorherige Ankündigung gestartet: faktenfinder.tagesschau.de will gezielten Falschmeldungen den Kampf ansagen. „Wir wollen herausfinden, wie groß das Phänomen Fake News in Deutschland tatsächlich ist.“, schreibt Projektleiter und „Tagesschau“-Autor Patrick Gensing in eigener Sache.

Dabei versteht sich der faktenfinder als „ein Knotenpunkt im ARD-Netzwerk, um solche Phänomene zu sammeln.“ Mit „BR-Verifikation“ hat der Bayerische Rundfunk bereits vor einem Monat eine Anti-Fake-News-Einheit ins Leben gerufen, das ZDF setzt im Wahlkampfjahr mit dem crossmedialen „#ZDFcheck17“ ebenfalls auf ein bereichsübergreifendes Recherche-Team, das den Wahrheitsgehalt von Meldungen prüfen soll.

Zum Start von „#ZDFcheck17″ hielt sich Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell und EinsExtra, noch bedeckt: „Die Tagesschau wird angesichts des Wahljahres besondere Anstrengungen unternehmen, um bewusste Falschinformationen aufzufinden und der Öffentlichkeit mit zusätzlicher redaktioneller Recherche geprüfte Fakten zur Verfügung zu stellen.“, so Gniffke damals auf Nachfrage von MEEDIA. „Diese Aktivitäten wollen wir mit den Rechercheteams der ARD-Häuser vernetzen, wo möglich bündeln und unsere Ergebnisse teilen.“

Dabei soll die regionale Kompetenz der ARD eine wichtige Rolle spielen, wie Projektleiter Gensing weiter schreibt. Denn die meisten gezielten Falschnachrichten würden sich zunächst lokal verbreiten – ein entsprechender Beitrag zu dem Thema wurde bei faktenfinder bereits veröffentlicht.

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Man wolle Fake News frühzeitig erkennen. Daher achte man bei faktenfinder auch darauf, „welche Nachricht fängt gerade an, sich in kurzer Zeit sehr schnell zu verbreiten, also, entwickelt eine Dynamik?“, so Gensing in einem Interview mit dem Deutschland Radio. Dann stelle man sich die Relevanzfrage:

Hat das Thema das Potenzial, ist es so brisant politisch, dass es wirklich auch eine große Relevanz erreichen wird? Das wäre ein Kriterium beispielsweise, damit wir es dann tatsächlich thematisieren. Oder (…) ist es ein gute Beispiel, um zu erklären, wie Fake News funktionieren? Oder (…) wir suchen (…) mehrere Fälle zu einem Thema und fassen die zusammen, um zu erklären, wie die Mechanismen hinter den Fake News aussehen.

 

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Alle Kommentare

  1. Der Faktenfinder will was eigentlich finden? Die täglichen Falschmeldungen der ARD. Damit hätte er genug zu tun. Würde die Arbeit von Herrn Bräutigam und
    Herr Klinkhammer erleichtern, dann würden er selbst seine eigenen Programm Beschwerden schreiben.
    Wie kann ich diesem System von ARD und ZDF und DSL Gebühren nur entkommen. Muss auf meine alten Tage noch über einen Umzug nach Holland,
    Dänemark oder Österreich nachdenken.

  2. Jaaa, und wer überwacht den „Faktenfinder“ hinsichtlich dessen Arbeit?

    Richtig, niemand und das kommt dabei raus:
    deutsch.rt.com/gesellschaft/49053-ard-fake-news/

  3. Ausgerechnet Patrick Gensing. Bei dem Namen klingelte es gleich wieder in meinem Gehirn und eine Neurone Schrie laut RÄÄÄÄÄCHTS und sorgte für Unruhe!

    Ist es Absicht der Verantwortlichen, dass sich Leute wie Kahane und Co. mit dem Thema Zensur und dergleichen beschäftigen? Oder drängeln sich diese Leute vor, schließlich sind das alles lukrative Jobs? Oder hat hier etwa Gott seine Finger mit im Spiel?

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