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Editorial Media in den USA: Digitaler Marktführer in Reichweite, nur nicht im Umsatz

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Die aggressive Haltung des neuen Präsidenten gegenüber den Medien verdeutlicht vielen Amerikanern, wie wichtig eine unabhängige „vierte Gewalt“ ist. Doch wie steht es inmitten des digitalen Strukturwandels um die Chancen von Verlagen und Redaktionen, ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit langfristig zu sichern?

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Editorial Media führen nach Digitalreichweite

Die in den USA gebräuchliche digitale Reichweitenmetrik „Unique Visitor“ (Gegenstück zum Unique User der AGOF) stammt von der Firma Comscore. Comscore weist (anders als die AGOF) auch Reichweitengiganten wie Google und Amazon, Facebook und LinkedIn aus. Auf dieser Grundlage lässt sich abschätzen, wie die Reichweiten sich auf Editorial, Functional und Social Media verteilen.

Nimmt man die 50 führenden Anbieter im Dezember 2016, so erzielten sie eine Bruttoreichweite von 5,1 Milliarden. 50 Prozent entfielen auf Editorial Media. Functional Media kamen zusammen auf 34 Prozent. Social Media erreichten zusammen 16 Prozent der Bruttoreichweite.

Editorial Media erzielen eine weit höhere Bruttoreichweite als jede andere Medienkategorie. Dabei war der Dezember in den USA ein „ruhiger“ Monat, was die Nachrichtenlage anging. Der November mit der Präsidentschaftswahl und der Januar mit der Inauguration Donald Trumps würden die Dominanz der journalistischen Nachrichtenmedien noch deutlicher hervortreten lassen.

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Google und Facebook führen nach Werbeumsatz

Google erreichte im Dezember 247 Millionen US-Besucher, Facebook 209 Millionen. Das mutet eindrucksvoll an, doch bezogen auf die Reichweite der Top 50 sind es zusammen gerade mal neun Prozent. Von den digitalen US-Werbeumsätzen konnten sich die beiden Unternehmen aber schon 2015 nicht weniger als 64 Prozent sichern. Zahlen für das Gesamtjahr 2016 stehen noch aus. Quartalsdaten deuten darauf hin, dass Google und Facebook ihren Marktanteil noch ausbauen konnten. Ein Duopol habe dank seiner reichhaltigen Daten über Konsumentenwünsche den digitalen Werbemarkt übernommen, konstatiert Fortune-Redakteur Matthew Ingram.

Viele Verlage haben deshalb im letzten Jahr ihre Bemühungen um digitale Vertriebserlöse verstärkt. Durchaus mit Erfolg. Nach der New York Times melden jetzt auch Magazine wie The Atlantic und The New Yorker einen „Trump Bump“ bei den jüngsten Abo-Zahlen.

Mehr Beiträge rund um dieses Thema so wie News, Fakten und Argumente für journalistische Medien als Werbeträger finden Sie hier: http://www.editorial.media/blog/

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