76 Milliarden Dollar schwer: Wie Morgen-Muffel Jeff Bezos mit Amazon zweitreichster Mann der Welt wurde

Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne – in der Bilanz und an der Börse
Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne – in der Bilanz und an der Börse

Der Traumlauf des zweitwertvollsten Internetkonzerns der Welt geht weiter: Um 18 Prozent legte Amazon allein im ersten Quartal zu. Bei Kursen von nun 891 Dollar ist Amazon bereits 425 Milliarden Dollar wert und damit wieder die Nummer vier der Börsenwelt. Größter Profiteur der Amazon-Hausse ist natürlich Konzerngründer Jeff Bezos, der Warren Buffett als zweitreichsten Mann der Welt überholte.

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Der Tech-Triumphzug geht weiter. Um beeindruckende 24 Prozent legte Apple im ersten Quartal des Jahres zu und konnte dabei seinen Börsenwert um enorme 145 Milliarden Dollar steigern. Doch nicht nur der iPhone-Hersteller glänzt – auch hochkapitalisierte Internetaktien legten im ersten Quartal erneut beachtlich zu. Während es Facebook auf einen Kurszuwachs von 23 Prozent bringt, verbuchte Amazon ein Kursplus von ebenfalls respektablen 18 Prozent.

Amazon und Facebook mit starken Kurszuwächsen im ersten Quartal

Beide Internet-Schwergewichte konnten in den vergangenen Handelstagen ihre Allzeithochs ebenfalls verbessern und sind in diesen Tagen so wertvoll wie nie: Facebook bringt es inzwischen auf einen Börsenwert von 411 Milliarden Dollar, Amazon sogar auf 425 Milliarden Dollar.

Der weltgrößte Online-Einzelhändler konnte damit wieder an Berkshire Hathaway vorbeiziehen und sich den vierten Platz der Börsenwelt sichern. Und nicht nur das: Gründer und Konzernchef Jeff Bezos überholte dank seines 17 Prozent-Anteils an Amazon auch Berkshire Hahthway-Chef Warren Buffett als zweitreichsten Mann der Welt.

Bezos nun schon zweitreichster Mann der Welt

Auf enorme 76,6 Milliarden Dollar taxiert das US-Wirtschaftsmagazin Forbes Bezos‘ Vermögen inzwischen (Warren Buffett bringt es auf 74,9 Milliarden Dollar). Microsoft-Gründer Bill Gates bleibt mit einem Vermögen von 86,7 Milliarden Dollar unterdessen der reichste Mann des Planeten – bis jetzt. Doch Bezos ist ihm auf den Fersen, und das mit einer für einen CEO höchst unkonventionellen Lebenswandel: Der passionierte Familienmensch (vier Adoptivkinder) hasst Wecker und lehnt Termine am frühen Morgen kategorisch ab. Während andere Hot Shots der Tech-Branche sich rühmen mit maximal vier Stunden Schlaf auszukommen, genehmigt sich Bezos mindestens acht. Auch wenn der Multi-Milliardär privat als eher bescheiden gilt, gönnt er sich doch ein ziemlich teures Hobby: Der Weltraum-Fan, der bereits 2000 das Unternehmen Blue Origin LLC für Space-Tourismus gründete, lässt die Ozeane mit modernster Technik nach raren Fundstücken durchforsten: Überbleibseln der Apollo-Raketen aus der Mondlandungs-Ära, die er im Pazifik orten und heben lässt.

Mittelfristig jedoch könnte sich an der Reihenfolge etwas ändern: Wie das Finanzblog Zero Hedge vorrechnet, fehlt Bezos „lediglich“ ein Kurszuwachs der Amazon-Aktie von weiteren 12 Prozent oder 110 Dollar.

Analysten halten Kurse von 1000 Dollar und mehr für möglich

Gemessen an den optimistischen Schätzungen der Analysten scheint die Wachablösung damit tatsächlich nur eine Frage der Zeit zu sein (immer unterstellt, Bill Gates‘ Vermögen würde konstant bleiben). So empfiehlt die Wall Street-Institution Goldman Sachs die Aktie des Internet-Pioniers mit einem Kursziel von genau 1000 Dollar, während die Deutsche Bank Notierungen von 1050 Dollar für möglich hält.

Die britische Investmentbank Barclays empfiehlt die Amazon-Aktie unterdessen sogar mit einem Kursziel von 1120 Dollar, während das Brokerhaus Susquehanna sogar Notierungen von 1250 Dollar für möglich hält. Amazon selbst sorgte zuletzt mit der Übernahme des Dubaier Online-Händlers Souq.com, der 700 Millionen Dollar gekostet haben soll, für Schlagzeilen.

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