Trotz „digitalem Medien-Blutbad“: Buzzfeed plant Börsengang für 2018

buzzfeed-boerse.jpg

Das US-Onlinemedium Axios meldet, dass der Viral-Gigant Buzzfeed kommendes Jahr an die Börse gehen will. Buzzfeed sorgte zuletzt für Furore, als das Medium ein umstrittenes und nicht verifiziertes Dossier mit peinlichen und schwerwiegenden Anschuldigungen gegen US-Präsident Donald Trump veröffentlichte. Vergangenes Jahr beschrieb Buzzfeed selbst die Erlösprobleme digitaler Medien noch als "Blutbad".

Anzeige

Die Veröffentlichung des Trump-Dossiers zog in den USA eine breite Debatte über Medien-Ethik nach sich. Zahlreiche traditionelle Medienhäuser wie CNN, die New York Times oder die Washington Post hatten davon abgesehen, das Dossier zu veröffentlichen, obwohl es ihnen ebenfalls vorlag, und kritisierten das Vorgehen von Buzzfeed.

Buzzfeed-Chefredakteur Ben Smith verteidigte die Veröffentlichung. U.a. sagte er, es sei Teil davon, wie er die Arbeit von Reportern im Jahr 2017 sehe.

Buzzfeed hat sein Unternehmen in ein News- und eine Entertainment-Sektion unterteilt und setzt vor allem bei Entertainment voll auf Video-Inhalte. Das Geschäft mit Viral-Inhalten ist aber auch nicht einfach. So hatte die britische Financial Times darüber berichtet, dass Buzzfeed im Jahr 2015 seine Umsatzziele deutlich verfehlt habe. Buzzfeed selbst thematisierte nach der FT-Berichterstattung die Erlösprobleme bei digitalen Medienhäusern und schrieb von einem „digitalen Medien-Blutbad“.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige