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Mehr Ernsthaftigkeit bei BuzzFeed Deutschland: Investigativ-Journalist Daniel Drepper wird Chefredakteur

Neuer Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland: der Investigativ-Journalist Daniel Drepper
Neuer Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland: der Investigativ-Journalist Daniel Drepper

Ein Spaßportal macht ernst: Daniel Drepper wird neuer Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland. Die Personalie ist ein Statement: Drepper ist Mitgründer von Correctiv und preisgekrönter Investigativ-Journalist. Mit ihm an der Spitze soll beim Ableger des erfolgreichen US-Portals ein neues Newsteam entstehen. In seiner Funktion folgt er auf Juliane Leopold, die BuzzFeed Deutschland bereits Anfang 2016 verlassen hatte.

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Drepper gab seinen Jobwechsel zum 1. April bei Facebook bekannt. Mit der Personalentscheidung macht BuzzFeed deutlich, dem bisher auf Entertainment ausgelegten Portal einen neuen Charakter verleihen zu wollen. Unter der Führung des neuen Chefredakteurs soll in Deutschland ein Newsteam entstehen, dessen Leistung an der Arbeit weiterer BuzzFeed-Teams anknüpfen soll. „Falls Euch interessiert, wie News bei BuzzFeed aussehen, könnt Ihr Euch die Arbeit der Kollegen von BuzzFeed News, BuzzFeed UK News oder BuzzFeed France News ansehen“, schreibt Drepper in einem Posting. Mit den Kollegen aus Großbritannien und Frankreich soll eine engere Zusammenarbeit entstehen.

International arbeitet BuzzFeed längst auch investigativ, was die Personalie Drepper noch einmal interessanter macht. Er ist Mitgründer des Recherche-Netzwerkes Correctiv und in seiner Arbeit mehrfach preisgekrönt. Bereits seit Jahren ist er auf investigativen Journalismus im Sport-Bereich spezialisiert und hat im Rahmen dessen unter anderem wichtige Urteile im Sinne des Informationsfreiheitsgesetzes erwirkt. Bei Correctiv konzentrierte sich der Journalist auch auf Datenjournalismus.

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BuzzFeed Deutschland, das 2014 unter großer Aufmerksamkeit in der Branche gestartet ist, bekommt damit nach langer Vakanz wieder eine Führungsfigur. Gründungschefredakteurin Juliane Leopold hatte das Portal bereits im Januar 2016 verlassen. Unter ihrer Führung  setzte BuzzFeed Deutschland wie erwartet auf Viralthemen und arbeitete zudem mit vielen Übersetzungen. Ihre Bilanz nach Ausscheiden war eher durchwachsen.

Drepper wolle sich zukünftig auf Themen konzentrieren, die in seinen Augen eine zu geringe Öffentlichkeit erfahren. „Wir werden zum Beispiel über Rassismus berichten, über soziale Ungerechtigkeit und über die LGBTQ-Community.“ In einer Mitteilung betont das Unternehmen, dass die Verpflichtung des Journalist auch in die Zeit vor der Bundestagswahl 2017 fällt. Der Aufbau des Newsteams soll seinen Angaben zufolge langsam aber stetig geschehen. Um wie viele feste Mitarbeiter das deutsche Team, das in Berlin arbeitet, wachsen wird, ist unklar. Neben Drepper wird auch BuzzFeed-Deutschland-Redakteur Sebastian Fiebrig eine wichtigere Rolle einnehmen. Er wird zum Editorial Director befördert und soll in dieser Position die Arbeit des Entertainment-Teams weiterentwickeln.

 

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