„Da fielen ungeheure Sätze“: Constantin Schreibers Moscheen-Report im Stern erobert die Blendle-Charts

Ein Interview mit ARD-Journalist Constantin Schreiber hat dem Stern die Spitzenposition in den Blendle-Bestseller-Charts gesichert
Ein Interview mit ARD-Journalist Constantin Schreiber hat dem Stern die Spitzenposition in den Blendle-Bestseller-Charts gesichert

Obwohl der Terror-Anschlag in London die Schlagzeilen der vergangenen Tage bestimmt hat, waren in den Blendle-Charts vor allem Interviews und Lifehack-Themen gefragt: An die Spitze der Bestseller des Journalismus-Shops hat sich ein Stern-Gespräch mit ARD-Journalist Constantin Schreiber gesetzt, gefolgt von einem Gastbeitrag des Philosophen Slavoj Žižek für die Neue Zürcher Zeitung über Political Correctness. Die FAS hat sich mit einer Geschichte um den Irrtum von Immobilien als Geldanlage erneut in den Top-Ten platziert.

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„Da fielen ungeheure Sätze“, sagt Constantin Schreiber. Der „Tagesschau“- und „Zapp“-Moderator hat Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht. Und vieles, was er hörte, habe ihn entsetzt. Warum, hat der ARD-Journalist Dagmar Gassen und Kester Schlenz vom Stern erzählt – und dem Nachrichtenmagazin von Gruner + Jahr damit die Spitzenposition in den Blendle-Bestseller-Charts gesichert.

Unter der abwinkenden Schlagzeile „Das Leben ist nun einmal krass“ hat Philosoph Slavoj Žižek einen Gastbeitrag über Political Correctness geschrieben – und ein Plädoyer dafür, warum man sich der Realität stellen soll oder auch muss. „Lasst es uns bitte nicht schönreden“, so sein Aufruf. Er wurde offenbar gehört: Platz 2 für den Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung.

„Majestätsbeleidigung – ja oder nein?“ – mit dieser Frage hat sich der Tagesspiegel auf den dritten Platz der Blendle-Bestseller gesetzt. Der Fall Böhmermann habe vor einem Jahr das deutsch-türkische Verhältnis erschüttert. Doch: „Interne Dokumente der Bundesregierung zeigen: Die Staatsaffäre hätte vermieden können“, schreibt Jost Müller-Neuhof. Und versucht eine Rekonstruktion des umstrittenen Zwists.

Harte Kost auf dem Siegertreppchen – dominiert wurden die Top-Ten des Journalismus-Shops allerdings von zahlreichen Lifehack-Themen: So konnte die Welt am Sonntag etwa mit einem Text zum Intervallfasten („TEILZEIT-Diät, Vollzeit schlank“, Platz 5) punkten, die Geo überzeugte mit einer Geschichte über Gelenke („Geschmeidig bleiben“, Platz 6) und die Gala mit einem Stück über das Schlafverhalten („Na dann, gute Nacht“, Platz 8).

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung konnte sich mit ihrer steilen These – es sei ein Irrglaube, dass Immobilien eine sichere Geldanlage sind – erneut in den Charts platziert. Insgesamt ist der Stern mit zwei Platzierungen in der Top-Ten am häufigsten in den Blendle-Charts vertreten.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 22. bis 28. März 2017:

1. „Da fielen ungeheure Sätze“, Stern, Dagmar Gassen und Kester Schlenz, 2185 Wörter, 0, 65 Euro
ARD-Journalist Constantin Schreiber hat Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht und berichtet vom geschlossenen Weltbild der Imame.

2. „Das Leben ist nun einmal krass“, Neue Zürcher Zeitung, Slavoj Žižek, 1512 Wörter, 0,89 Euro
Philosoph Slavoj Žižek argumentiert in seinem Gastbeitrag über Political Correctness und warum wir uns der Realität stellen müssen.

3. „Recht und Gehetz“, Tagesspiegel, Jost Müller-Neuhof, 1646 Wörter, 0,45 Euro
Der Fall Böhmermann: Neue Dokumente belegen, dass die Staatsaffäre vermeidbar gewesen wäre.

4. „Der Mythos vom Haus”, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nadine Oberhuber, 1209 Wörter, 0,45 Euro
Eine Immobilie gilt als die beste Geldanlage. Warum das nicht stimmt, erklärte die FAS diese Woche.

5. „TEILZEIT-Diät, Vollzeit schlank“, Welt am Sonntag, Jenny Becker, 1380 Wörter, 0,35 Euro
Intervallfasten soll nicht nur schlank, sondern auch gesund machen. Ein Ernährungstrend, der auf Disziplin setzt.

6. „Geschmeidig bleiben“, Geo, Jörn auf dem Kampe, 5164 Wörter, 0,95 Euro
Warum Gelenke solch eine wichtige Rolle spielen. Und wie wir sie fit halten.

7. „Heute ist das nicht mehr Science-Fiction”, Handelsblatt, Pierre Heumann, 1404 Wörter, 0,35 Euro
Zukunftsforscher Yuval Noah Harari über Cyborgs, die Zukunft der Arbeit und nutzlose Menschen.

8. „Na dann, gute Nacht“, Gala, Ariane Häusler, 848 Wörter, 0,35 Euro
Besser Schlafen: Tipps, wie wir aktiv unser Schlafverhalten beeinflussen können.

9. „Hast du eine Ahnung, wie weh das tut?“, Stern, Nina Poelchau, 2479 Wörter, 0,65 Euro
Thordis Elva wurde als Schülerin vergewaltigt. Heute geht sie mit ihrem Peiniger auf Tour, um das Geschehene zu verarbeiten.

10. „Die 15 Geheimnisse produktiver Menschen“, Fit for Fun, Sina Weneit, 1207 Wörter, 0,59 Euro
Wieso schaffen manche Menschen so viel mehr als andere? Hier gibt es die Tipps.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech wird von der Rekonstruktion des Fall Böhmermann („Recht und Gehetz“, Tagesspiegel) angeführt, gefolgt von dem Handelsblatt-Gespräch mit dem Zukunftsforscher Yuval Noah Harari. Einzig neu in der Auswahl: „Bewertungen sind oft fake“, ein Text von Welt-Autorin Cornelia Karin Hendrich über gefälschte Rezensionen in Online-Shops – und wie man diese erkennt.

1. „Recht und Gehetz“, Tagesspiegel, Jost Müller-Neuhof, 1646 Wörter, 0,45 Euro
Der Fall Böhmermann: Neue Dokumente belegen, dass die Staatsaffäre vermeidbar gewesen wäre.

2. „Heute ist das nicht mehr Science-Fiction”, Handelsblatt, Pierre Heumann, 1404 Wörter, 0,35 Euro
Zukunftsforscher Yuval Noah Harari über Cyborgs, die Zukunft der Arbeit und nutzlose Menschen.

3. „Bewertungen sind oft fake“, Die Welt, Cornelia Karin Hendrich, 935 Wörter, 0,25 Euro
In Online-Shops kursieren jede Menge gefälschter Rezensionen. Experten verraten, wie man sie erkennt.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Zusammenfassungen: Blendle)

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