Tütchen-Erfolg: Panini-Webstars machen YouTube-Gucker zu Print-Käufern

Panini-Webstars2017: Selfie-Sticker zum sammeln, kleben und tauschen
Panini-Webstars2017: Selfie-Sticker zum sammeln, kleben und tauschen

Mit ihren Panini-Reihen zu diversen deutschen Städten haben die ehemaligen Max-Köpfe Oliver Wurm und Alexander Böker eine innovative und einträgliche Print-Nische gefunden. Ihr neues Projekt entwickelt sich nun offenbar zu einem bundesweiten Top-Seller. Mit Webstars2017 legten sie das erste Sammelalbum für Klebebildchen von YouTube-Stars auf. Die Folge: „Wir sind mittlerweile in Größenordnungen, die nur noch wenige Stickerserien außerhalb der WM und EM erreichen“.

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Gegenüber MEEDIA erklären die Macher von Juststickit, dass man bereits optimistisch mit 800.0000 Tütchen und 100.000 Alben gestartet sei. „Nach knapp zwei Wochen haben wir das erste Mal 500.000 Tüten nachgedruckt. Und nach weiteren vier Wochen noch einmal 500.000“. Mit der nächsten Ladung in der kommenden Woche bringen die Hamburger dann bereits 1,8 Millionen Tütchen – oder anders gerechnet: rund 9 Millionen Sticker – in den Markt.

Für Wurm und Böker ist damit bewiesen, dass man mit dem richtigen Produkt die „Kids noch immer an den Kiosk kriegt“, und dass es durchaus gelingen kann, einen Netz-Hype auf ein klassisches Printprodukt zu übertragen. Allerdings zeigt der Erfolg auch, dass viele die Lochis oder Simon Desue tatsächlich wie Stars ansehen, die es Wert sind gesammelt getauscht und geklebt zu werden.

Die Sticker der Webstars 2017

Insgesamt konnten die drei Macher, Oliver Wurm, Alexander Böker und Axel Dittmann, 201 YouTube- und Instagram-Berühmtheiten und ein paar Newcomer überzeugen. „Wir hatten auf 100 Zusagen gehofft“, sagen die Macher aus Hamburg. „Dass wir über 200 begeistern konnten, hätten wir zum Start der Produktion vor sechs Monaten nicht erwartet.“

Neben den Lochis und Desue gibt es unter anderem auch noch Klebebilder von MrTrashpack, Rocket Beans, Katja Krasavice oder Fynn Kliemann.

Ein Limit für den Verkaufs-Erfolg der YouTuber-Bildchen sehen die Macher derzeit nicht. Sie haben jetzt erst einmal beschlossen, die Serie bis zum Ende des Jahres im Handel zu lassen. Zudem „riecht“ schon heute alles nach einer Fortsetzung.

Übrigens: Nicht nur die Kids gehören zu den treuen Käufern der Alben und Bilder-Packs. „Viele Agenturen haben bei uns Alben bestellt. Zum Teil im dreistelligen Bereich“, verrät Wurm. Warum? „Das Album gibt einen super Überblick über die Szene 2017“. So wird – ganz nebenbei – aus einem Sammelheft für Teenies, ein ersthaftes Recherche-Tool für die erwachsenen Agentur-Profis.

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