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Bertelsmann-Bilanz: Medienriese tritt bei Konzernumsatz auf der Stelle

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Bertelsmann, der größte deutsche Medienkonzern, hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Das Gütersloher Unternehmen, zu dem der Fernsehkonzern RTL Group und das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr gehören, konnte 2016 das Operating EBITDA auf den Rekordwert von 2,57 Milliarden Euro steigern. Noch ein Jahr zuvor waren es 2,49 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz sank hingegen leicht auf 17 Milliarden Euro.

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Verantwortlich für den Ertragswachstum macht Vorstandschef Thomas Rabe die weitere Transformation des Konzerns zu einem internationalen Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen. „Unsere Geschäftszahlen für 2016 verdeutlichen einmal mehr, dass sich der Konzernumbau bezahlt macht – so profitabel wie heute war Bertelsmann lange nicht mehr“, erklärt der Konzernchef. Bis 2020 will der gebürtige Luxemburger „mehrere Milliarden Euro“ in Wachstums- und Digitalgeschäfte investieren.

Beim Konzernumsatz ist Bertelsmann allerdings 2016 auf der Stelle getreten. So bewegt sich der Umsatz bei 17 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 17,1 Milliarden Euro. Das organische Wachstum gibt Rabe mit 0,9 Prozent an. Damit dürfte Rabe möglicherweise mehr Zeit benötigen, um die magische Umsatzschwelle von 20 Milliarden Euro zu knacken. Rabe hatte mehrfach das Umsatzziel nach hinten verschoben. Zuletzt im März vergangenen Jahres. Damals sprach er auf der Bilanzkonferenz von einem Zeitrahmen von 2020 oder 2021.

Zum Konzernverbund gehören unter anderem die Fernsehgruppe RTL Group, die Buchverlagsgruppe Penguin Random House, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, das Musikunternehmen BMG sowie der Dienstleister Arvato und die Bertelsmann Education Group.

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