„Nazi-Blättern gibt man keine Interviews“ – oder doch? Dunja Hayalis kontroverser Auftritt in der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit

Überraschung: Dunja Hayali hat der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ein langes Interview gegeben
Überraschung: Dunja Hayali hat der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ein langes Interview gegeben

Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali gilt vielen als Vorbild in Sachen Haltung und Kampf gegen rechte Gesinnung und Rassismus. Dafür ist sie aber auch oftmals Anfeindungen ausgesetzt. Jüngst erhielt ihre Dankesrede bei der Goldenen Kamera Preisverleihung große Aufmerksamkeit, in der sie sich gegen Hass und Hetze aussprach. Umso erstaunlicher scheint, dass Hayali nun der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ein langes Interview gab. Sowohl für die Journalistin als auch für die Zeitung ist die Story riskant.

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Dunja Hayali in der Jungen Freiheit (hier eine Kurzfassung). Wer hätte das gedacht? Die ZDF-Journalistin, die im Zweiten das „Morgenmagazin“ präsentiert und in der Sommerpause von „Maybrit Illner“ durchaus erfolgreich die Talkshow „Donnerstalk“, ist in jüngerer Zeit vor allem auch wegen ihrer kompromisslosen Haltung gegen rechtes Gedankengut und Hetze aufgefallen. Besondere Bekanntheit erlangte etwa ihre Reportage, bei der sie auf einer AfD-Demonstration versuchte, mit Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Auch bei Facebook und Twitter meldet sich Hayali regelmäßig zu Wort und sie ist bei der Anti-Rassismus-Initiative „Gesicht zeigen“ mit dabei. Vor allem auch wegen dieses Engagements erhielt sie jüngst die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Information“. In ihrer Dankesrede hielt sie einmal mehr ein Plädoyer gegen Hass und Rassismus.

Die Rede fand in den Medien große Beachtung. U.a. sagte sie:

Glaubt eigentlich irgendjemand, dass das irgendetwas bringt, dieser ganze Hass? Legen Sie doch gerne den Finger in die Wunde und streiten Sie mit uns. Diskutieren Sie mit uns. Weisen Sie uns auf Fehler hin. Wir sind Journalisten, wir sind keine Übermenschen. Wir machen Fehler. Deswegen sind wir aber noch lange keine Lügner.

Offenbar war es dieser Auftritt, der nun zu einem Interview mit Hayali in einem eher unwahrscheinlichen Medium führte. Die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit steht für vieles, was Hayali immer wieder kritisiert und bekämpft. Nun widmete die Zeitung der streitbaren Journalistin sogar die Titelstory. In dem Gespräch, das fast eine ganze Seite einnimmt, geht es vor allem auch um ihre Goldene-Kamera-Rede. Gleich zu Beginn sagt sie: „Man sollte auch einmal ‚in den Schuhen des anderen wandeln‘. Und das geht am besten, wenn man anderen persönlich begegnet, sich auch emotional für ihre Sicht öffnet – auch wenn ich mich eigentlich lieber auf Fakten konzentriere.“

Das Gespräch bleibt dann weitgehend harmlos. Streit oder harte Auseinandersetzung und ein echter Austausch von Argumenten finden nicht statt. Hayali sagt, dass sie Hass und Gewalt von jeder Seite ablehnt, dass ihre Rede bei der Goldenen Kamera spontan gewesen sei („Eigentlich wollte ich nur – auch im Namen meiner Mannschaft – danke sagen, danke für die Anerkennung, die dieser Preis bedeutet und gar nicht dieses ‚Faß aufmachen‘, was dann zu so ungeahnten Reaktionen geführt hat.“), dass sie es wichtig findet, dass Journalisten auch eine Haltung haben usw. Nichts, das im Prinzip nicht jeder unterschreiben würde, auch bei der Jungen Freiheit. Die Frage, warum sie „nicht auch mal eine Reportage über Ausgrenzung und Diskriminierung von Konservativen“ mache, nimmt Dunja Hayali als „berechtigte Frage und guten Hinweis“ auf.

Die haltlose Behauptung der Jungen Freiheit, dass Konservative in den öffentlich-rechtlichen Medien „fast jeden Tag verbal ausgegrenzt, lächerlich gemacht, beleidigt und verleumdet“ würden, bleibt unwidersprochen. Frau Hayali fragt lediglich zurück, ob denn etwa der Islamkritiker Ahmed Mansour diskriminiert würde, worauf die Junge Freiheit entgegnet: „Sie haben recht: Gilt – bis zu einem gewissen Grad – nicht für Menschen mit Migrationshintergrund oder ehemals linksextremer Biographie.“ An dieser Stelle zumindest hätte die Goldene-Kamera-Preiträgerin einhaken können.

Aber auch ohne echte Auseinandersetzung sorgt die bloße Tatsache, dass Hayali in der Jungen Freiheit auftritt, für Zündstoff. Bei Twitter und Facebook wird das Interview der Moderatorin kontrovers diskutiert:

Dunja Hayali selbst hat auf Facebook angegeben, sich aktuell auf einer Drehreise zu befinden und in Kürze ihre Beweggründe für das Interview zu erklären. Für Anhänger Hayalis und solche der JungenFreiheit ist der Auftritt in der Zeitung vermutlich irritierend. Aber trotz der weitgehenden Inhaltslosigkeit des Interviews: Dass beide Seiten überhaupt zu einem Gespräch bereit waren, ist wohl die eigentliche Botschaft und das macht Hoffnung.

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Alle Kommentare

  1. Ich finde solche Zuschreibungen wie “rechts“, “rassistisch“, “faschistisch“ “populistisch“ vollkommen in Ordnung. Die haben nur noch die Funktion, die eigene Klientel bei der Stange zu halten. Ob das erfolgreich ist? Die, die das so exekutieren, werden es am besten wissen.
    Für mich bedeutet es nur, es selbst zu prüfen.
    Die vollkommen aus dem Ruder gelaufen Darstellung der Arbeit und der Person Ken Jebsens, den ich zuvor wirklich überhaupt nicht kannte, haben mich zum regelmäßigen Konsumenten und Unterstützer gemacht. Thilo Jung lernte ich durch eine Bemerkung in der „Anstalt“ und einen ins gehässige gehenden Artikel in der „Welt“ kennen.
    Beide großartige Journalisten.
    Nun will ich nicht behaupten, dass Jebsen in der gleichen Liga wie Tucholsky spielt. Da hängt die Messlatte schon sehr hoch. Aber die Geschichte der Anfeindungen, Verleumdungen, der juristischen Angriffe, denen sich das kleine Zweimannprojekt „Weltbühne“ ausgesetzt sah, zeigt verblüffende Parallelen.

    Aber das nur als Beschreibung meiner Überlegungen. Wenn aus der gleichen Ecke „Nazi“ gerufen wird, die Jebsen unter „neurechte“ -was unglaublich lächerlich ist- ablegen, ist eine Überprüfung zwingend geboten.

    Ob die „Junge Freiheit“ bei mir genauso funktioniert, glaube ich mal nicht, will es aber schon genauer wissen. Elsässer jedenfalls, da habe ich sein Magazin auch gekauft, wird mich nicht als ständigen Leser erwarten dürfen.

    Von Jung übrigens finden sich zwei sehr gute Interviews mit Petry und Patzelt im Netz. Mit denen redet man nicht? Und wie man das tut! Zwingend.
    Das ist Journalismus der besten Art. Ich werde informiert und erhalte die Möglichkeit mir ein Bild zu machen.
    Die Kollegen, die mir lediglich ihre Gesinnung mitzuteilen haben oder gar meinen, mich erziehen zu müssen, interessieren mich nicht.
    Geld gebe ich dafür nicht aus.

  2. Man kann diejenigen, die mit Nazi-Etiketten um sich werfen nicht mehr ernst nehmen. Spätestens seit der Nazi-Instrumentalisierung durch Erdogan müsste man dergleichen bemerkt haben.

    Junge Freiheit, und Nazi ?

    Was solls. Nach anfänglicher Sprachlosigkeit tritt Gewöhnung ein an die groteske Verharmlosung dessen, was Kraft und Verführungskunst des Nationalsozialismus tatsächlich ausmachte.

    Dies vergleichen, gar gleichsetzen zu wollen damit, was der heutzutage gefühlten – und absichtsvoll gesteuerten – Konsensgemengelage offenbar entgegenzustehen habe, sowas generiert allenfalls noch eine milde Verachtung.

    Verachtung für Dummheit, gepaart mit dem Willen zur Niedertracht.

    Ächtung wäre angesagt für diejenigen, die als vermeintliche Demokraten einen Andersdenkenden zu delegitimieren trachten, wohl weil sie selber die Argumentation scheuen müssen und sich schon daher außerhalb jeder Demokratie befinden.

    Wie kann man sich mit Leuten befassen, die offensichtlich nicht in der Lage sind hinzunehmen, daß in einer jeden anderen Meinung ein Gewinn für die Allgemeinheit verborgen ist. Wohl weil sie nie darin unterwiesen werden konnten, ihrer eigenen Meinung den gebührenden Stellenwert zuzuordnen.

    Was immer Dunja Hayali zur Grenzüberschreitung bewegt haben mag und dabei jede der anderen Seite übergeworfene Erwartungshaltung grundsätzlich nicht hätte erfüllt werden können, es sind ja tumbe Nazis:

    ihr Unterfangen sei ihr trotzdem gedankt.

  3. Nazi Blatt, ja die Nazi Keule bleibt immer stumpf aber wirkungsvoll.
    Wer die Junge Freiheit für Nazi hält, der hat Demokratie noch immer nicht verstanden.

    1. Nun ja vielleicht mach Erdogan diese Keule endlcih morsch wie eine Poolnudel.Im Übrigen kann eine wirkungsvolle Keule im echten Leben stumpf sein (siehe Baseballschläger).

  4. „Aber trotz der weitgehenden Inhaltslosigkeit des Interviews: Dass beide Seiten überhaupt zu einem Gespräch bereit waren, ist wohl die eigentliche Botschaft und das macht Hoffnung.“

    FALSCH!

    Das ist, von beiden Seiten, nichts als ein primitiver Trick: „Schaut doch her! Wir REDEN doch mit „denen“! Wir sind ja soooo liberal und soooo freundlich. Wir sind ja sooooooooo nette und liebe Menschen.“

    Es ist ein primitiver Trick. Das MUSS man sagen.

    Es sei denn, man fällt ihn herein, ODER man ist so skrupellos, seinen Lesern die Tatsache, daß es ein Trick ist, zu unterschlagen.

  5. „Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali gilt vielen als Vorbild in Sachen Haltung und Kampf gegen rechte Gesinnung und Rassismus.“

    Oh, welch rabenschwarze Satire…

  6. Die Junge Freiheit ist eine sehr gut gemachte konservative Zeitung für konservativ-intellektuelle Leser. Dödel würden keine 4,40 Euro ausgeben, sondern lieber Bild kaufen. Die JF erfüllt heute die historische Mission von Rosa Luxemburg: Freiheit, ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.
    Während die Auflagen der Mainstreamzeitungen rapide sinken, steigt der Verkauf der JF deutlich an – um rund zehn Prozent.
    Die Linken haben nicht immer Recht, und schon gar nicht die bessere Welt vor Augen. Schon ein Blick dafür ins Schwarzbuch des Kommunismus reicht!

  7. Und wieder: Bravo, Herr Winterbauer. Ich werde langsam ein Fanboy von Ihnen. Frau Hayali bezeuge ich Respekt, dass sie offensiv den Austausch sucht – auch wenn’s konservativ, rechtsaußen oder sonstwas im äußeren Meinungsspektrum ist. Das ist dann eben kein Mainstream mehr. Sich damit, aber auch mit den anderen Seiten zu beschäftigen, ist wahrer Journalismus!

  8. „Das Gespräch bleibt dann weitgehend harmlos. “
    Wenn das die Quintessenz des hiesigen Artikels darstellt, dann wundert man sich, warum man gleichzeitig Vollidioten mit ihrer dümmlichen „Nazi-Blätter“- Hetze hier noch eine Plattform gibt.
    Pöbeljournalismus scheint eben nicht die Sache einer JF zu sein.
    Man redet miteinander, statt übereinander.
    Im Gegensatz zu den üblichen „Qualitätsjournalisten“ und ihr ausgelebtes primitives-verkrüppeltes „Demokratieverständnis“.

  9. Nun, die tägliche Lektüre der Medien reicht hier völlig aus um das zu sehen. Die Headline dieses Artikels gibt ein gutes Beispiel dafür, die steht und bleibt hängen, auch wenn nachher relativiert wird. Die JF wird von links und grün dutzendfach als rechtaussen, rechtspopulistisch, rassistisch bis hin zum Naziblatt verunglimpft, sie ist nichts von alledem, sie ist konservativ mit dem Fokus auf nationale Prioritäten, (wie es ganz normal in anderen EU Staaten gehandhabt wird) mehr nicht.
    Die tägliche Veralberung von AFD Wählern als, abgehängte, ungebildete Wohlstandverlierer oder -wen nicht möglich- Besitzstandswahrern ist ja noch harmlos, das hat mit objektiver Berichterstattung nichts mehr zu tun, das ist Gesinnungsjournalismus. Populismus gibt es -wenn man den Medien folgt- immer nur von „rechts“, gerade Martin Schulz gibt zur Zeit ein gutes Beispiel für gnadenlosen Populismus mit seinen nichtfinanzierbaren und utopischen Forderungen und Schlagzeilen aus der sozialdemokratischen Mottenkiste.
    Man muss nicht AFD Wähler sein, man muss nur überzeugter Demokrat sein, um das kritisch zu sehen. Verunglimpfungskampagen Andersdenkender sind undemokratisch, sachliche Auseinandersetzung ist geboten. Die AFD ist Fakt in unserem Parteiensystem, sie ist rechtsstaatlich und auf dem Boden des Grundgesetzes. Ich weiss noch nicht, was ich wähle, schwanke noch zwischen FDP und AFD

    Zu Frau Hayali: Sie ist eine hervorragende und erfolgreiche Selbstvermarkterin, gerne mal etwas weinerlich, wenn es um ihre Person geht. Gerne gibt sie sich auch unerschrocken und mutig, sie freut sich sicher über jeden Idioten der sie verbal bedroht, gehört es doch zum Erfolgskonzept sich als Märtyrer zu verkaufen.

  10. Die JF ist sicherlich kein „Nazi-Blatt“… rechts sicher, reaktionär auch… aber Nazis? Das ist doch nur wieder so ein Totschlag Argument der wahren Faschisten: Den links-reaktionären Gutmenschen.
    „Wer nicht meiner Meinung ist, der ist ein Nazi, dumm, böse, der Feind und muss vernichtet werden!“
    Frau Halal ist sicher eine „vorbildliche Journalistin“ im Sinne des System, sonst wäre sie auch schon weg vom Fenster…
    So wie Ken Jebsen, Udo Ulfkotte, Gerhard Wisnewski… die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

  11. Die Junge Freiheit ist eine konservative, alternative Zeitung. Aber schon das reicht, um in Deutschland 2017 als „Nazizeitung“ betitelt zu werden. Es ist einfach nur noch zum Kotzen…

  12. Das Problem mit Frau Hayali, in der Öffentlichkeit gibt sie sich gesprächsbereit und zeigt Bereitschaft ihre Komfortzone zu verlassen, im Privaten dagegen verklagt sie mit ZDF Kohle reihenweise Personen, die ihr böse Briefe schreiben.

    Das passt nicht zusammen.

    Eine Bitte an die Meedia Autoren.

    Hören sie, im eigenen Interesse, damit auf Twitter-Postings von unbekannten Privatleuten zu zitieren.

    1. können sie damit nix belegen und verbreiten im Prinzip Fake-News ( Herr Jacobsen tut dies regelmässig)

    2. Twitter-Aussagen, hier verbreitet, wie die von Herrn Robin Cramer, zwingen die JF praktisch ihn zu verklagen

    1. zu 1. Solche Twitter- oder Facebook-Postings sind exemplarische öffentliche Äußerungen. Sie sollen nichts „belegen“, sondern ein Stimmungsbild wiedergeben und „Fake-News“ sind sie schon gar nicht.

      zu 2. Für Aussagen, die jemand öffentlich bei Facebook oder Twitter tätigt ist jeder selbst verantwortlich. Auch wird hier niemand „gezwungen“ jemanden zu verklagen, das ist Unsinn.

      1. Herr Winterbauer, sonst schätze ich Ihre Beiträge, aber Sie liegen falsch, sollten Sie Äußerungen bei Twitter mit einer allgemeinen „Stimmung“ gleichsetzen.

        Twitter wird in Deutschland hauptsächlich von Menschen aus der Medien- und Marketingbranche genutzt, deren Weltbild eher links anzusiedeln ist.

      2. Es gab bei Twitter und Facebook auch positive Stimmen zu dem Interview, von denen auch welche dokumentiert wurden.

      3. Mein Kommentar ist leider nach oben gerutscht Herr Winterbauer, nicht unter Antwort. Ihre Stellungnahme ist eine Ausrede. Die Headline bleibt in der Verbindung Nazi Blatt und JF.
        Stellen Sie sich vor, sie schreiben einen Artikel über die Grünen mit der aus Facebook/Twitter und Co übernommenen Aussage eines ebensolchen Deppen:

        „Man wählt keinen Pädophilen“ das steht, auch mit Relativierung im Text“ dann in der Headline

        Ich glaube nicht, dass Sie das tun würden. Ist auch richtig, solche in erkennbarer Hetzabsicht geschriebenen Headlines sind eines Journalisten unwürdig Die Dauerverteufelung der JF und/oder AFD haben Methode.
        Das erkennt man schon an der Wortwahl wie mehrfach in der selbsternannten Qualitätspresse gelesen.

        Wird ein AFD Vorsitzender bejubelt, heisst es:
        „Die Parteitagsteilnehmer gröhlten…….“ (aus der FR)

        Wird ein SPD Vorsitzender bejubelt, heisst es
        „Die Parteitagsteilnehmer feierten mit stehenden Ovationen………“

        Es ist die Wortwahl und der Kontext Herr Winterbauer.
        Wie hätte wohl die Headline gehiessen, wenn Frau Petry mit 100% wie Herr Schulz gewählt wurde?
        Etwa so „Ein Ergebnis das an dunkle Zeiten (Nazi/Stalin/DDR/Nordkorea) erinnert. Sicher wäre es noch hämischer geworden.
        Nein Herr Winterbauer – das ist unter geschickter Tarnung Gesinnungsjournalismus!

      4. >sondern ein Stimmungsbild wiedergeben

        EIN Stimmungsbild das u.U. einen völlig falschen Eindruck vom realen Stimmungsbild vermittelt.

        Wie gesagt, insbesondere Herr Jacobsen verbreitet hier regelmässig solche Fake-News, die meedia Suche liefert z.B. 313 Suchergebnisse für „Netz feiert“

        Natürlich ist es absolut legitim ihre Artikel mit ausgewählten Twitter O-Tönen von relativ prominenten Leuten, wie z.B. den linksradikalen Herrn Meisner, anzureichern – hier vermutet dann auch kein Leser ein repräsentatives Stimmungsbild.

        Zu 2 – Das Problem der JF, der AFD und Co. ist, sie sind praktisch gezwungen ALLE Fälle von dieser lächerlichen Diffamierung konsequent zu verfolgen, weil sonst Leute wie z.B. oben genannter Meisner, auf solche Zitate straffrei zurückgreifen.

        Robin Cramer muss wegen ihnen, Herr Winterbauer, jetzt ca. 1500 Euro Anwaltkosten abdrücken und eine Unterlassungserklärung unterzeichnen.

      5. Ich bin für die öffentlichen Äußerungen von Herrn Cramer nicht verantwortlich.

  13. Frau Hayali scheint den Unterschied zwischen liberal konservativ und Nazi begriffen zu haben. Wer Patriot ist und sich seiner Identität und der Geschichte seiner Nation bewusst ist, ist nie Nazi. Die Nazis haben den Patriotismus der Nation missbraucht.

  14. Nun, ich lese die JF relativ regelmäßig, ich habe alles mögliche darin gefunden, nur defnitiv nichts rassistisches, faschistischen oder gar Nazipropaganda. Sie ist konservativ, mir etwas zu christlich und in vielen Ansichten auch altmodisch. Letztendlich eine Stmme aus einem breiten demokratischen Spektrum. „Linke“ Zeitschriften sind oftmals radikaler, undemokratischer und hetzerischer.
    Der Kommentar von Robin Cramer ist bezeichnend, zu dumm um kommentiert zu werden.

    Zitat: „Die haltlose Behauptung der Jungen Freiheit, dass Konservative in den öffentlich-rechtlichen Medien „fast jeden Tag verbal ausgegrenzt, lächerlich gemacht, beleidigt und verleumdet“

    Haltlos? Ich lese es täglich so, auch hier!

    1. Na dann geben Sie doch mal Beispiele, wo „Konservative“ hier ausgegrenzt, lächerlich gemacht, beleidigt und verleumdet werden. Die JF hatte in dem Interview jedenfalls keine Beispiele zur Hand. Frau Hayali hatte allerdings auch nicht danach gefragt.

      1. Zum Beispiel mit der Überschrift des Artikel, durch den ein konservatives Blatt mit dem Zusatz „Nazi“ diffamiert wird?

      2. Die Überschrift ist, erkennbar an den Anführungszeichen, ein Zitat. In diesem Fall Zitat eines Kommentators auf Frau Hayalis Facebook-Seite. Die Aussage wird durch das folgende „oder doch?“ erkennbar in Frage gestellt. Diese Konstruktion deutet an, dass hier über das Interview kontrovers diskutiert wird. Welcher Konservative durch diese Überschrift verleumdet werden soll, erschließt sich mir nicht.

      3. Beleidigt wird mit der Überschrift ein konservatives Blatt, die Junge Freiheit, und damit indirekt natürlich seine Leser. Mit dem Zusatz „oder doch“in der Überschrift wird in der von Ihnen verwendeten Formulierung die Aussage des Zitats in Frage gestellt, dass man mit der JF nicht reden dürfe, keineswegs aber die Bewertung des Blattes als „Nazi-Blatt“. Diese Bewertung akzeptieren Sie letztendlich mit der gewählten Formulierung.
        Auch die Bezeichnung der JF als „rechts“ stellt ja in Ihrem Fall keine Differenzierung dar. Schließlich sprechen sie ja im Beitrag von von einem Kampf Hayalis „gegen rechte Gesinnung und Rassismus“ sprechen. Nicht gegen „rechtsradikale“, sondern „rechte“ Gesinnung, die Sie offenbar gleichsetzen.
        Vielleicht denken Sie darüber mal nach…

      4. „Die Überschrift ist, erkennbar an den Anführungszeichen, ein Zitat. In diesem Fall Zitat eines Kommentators auf Frau Hayalis Facebook-Seite. Die Aussage wird durch das folgende „oder doch?“ erkennbar in Frage gestellt.“

        Sprachlich wird durch das „oder doch?“ in Frage gestellt, ob man ein Interview geben darf. Die Bezeichnung „Nazi-Blatt“ wird hierdurch nicht entkräftet, sondern übernommen (wenn auch als Zitat)!

    2. Das habe ich mir auch gedacht bei den Kommentaren. Wenn DIE nicht Ausgrenzung sind, was dann? Wes Geistes Kind sind denn diese Schreiberlinge? Alle Bürger, die nicht ins eigene Spektrum passen, werden zu Nazis und Faschisten erklärt? Mehrere Gerichte bis zum Verfassungsgericht haben weite Grenzen zur Meinungsfreiheit gezogen, obwohl vorher eine Menge von Leuten geiferten, da ginge etwas oder jemand zu weit. Noch immer gilt die „Wunsiedel-Entscheidung“ des BVG aus 2009: „…allein deshalb, weil wir eine Äußerung nicht wollen, weil wir sie für schädlich oder in ihrer gedanklichen Konsequenz gefährlich halten, können wir sie noch nicht bei Strafe verbieten. Das Strafrecht muss das letzte Mittel sein.“ Die letzte glasklare Botschaft in dieser Hinsicht war das Urteil zur NPD. Nicht mal dafür hat’s „gereicht“. Ich glaube, die Schreiber sollten sich mal darum kümmern, was in unserem Land nach Amri (und schon vorher) extrem schief läuft bei Politik und Behörden“vernetzung“ in ganz Europa. Solange Daten nicht ausgetauscht werden und Islamisten deshalb ganz „eaysy“ Leute umbringen können.. muss man sich hier wirklich nicht um ein Interview in der Jungen Freiheit streiten.

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