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Shitstorm gegen Auswanderer-Soap: Vox hält an „Goodbye Deutschland“-Special mit Frank Otto und Nathalie Volk fest

Retter der Korallen: Vox-Zuschauern passt der PR-Auftritt von Frank Otto und Nathalie Volk bei „Goodbye Deutschland“ gar nicht – der Sender hält am Promi-Paar fest
Retter der Korallen: Vox-Zuschauern passt der PR-Auftritt von Frank Otto und Nathalie Volk bei "Goodbye Deutschland" gar nicht – der Sender hält am Promi-Paar fest

Er ist Spross der Versandhaus-Dynastie Otto und Medienunternehmer, sie ist Foto-Model: Frank Otto (59) und seine Freundin Nathalie Volk (20) polarisieren. Seit zwei Ausgaben sind sie in der Vox-Sendung „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ zu sehen. Der Auftritt wird für die beiden Society-Größen in den sozialen Medien zum Eklat. Gegenüber MEEDIA verteidigt Otto das TV-Engagement, zeigt aber auch Verständnis für die Zuschauerkritik.

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Sonne pur, blaues Meer, Palmen satt – die Seychellen, ein Eiland für Verliebte. Hier liegt an einem der weißgesäumten Strände das Fotomodell Nathalie Volk in den Armen ihres Freundes Frank Otto, Spross der gleichnamigen Versandhaus-Dynastie und mit mehreren Radio-Beteiligungen erfolgreicher Medienunternehmer. Verklärt schaut die Ex-Dschungelcamperin in die Augen ihres Begleiters. Es ist eine Szene aus der Sendung „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“, einem von vier Teilen umfassenden Special. Dafür hatte das auf Vox gezeigte Reality-Format den Geschäftsmann und das Foto-Modell auf den kleinen Inselstaat im Indischen Ozean begleitet. Die beiden Promis wollen sich hier für den Umweltschutz einsetzen. Dem Paar liegen die sterbenden Korallenbänke sehr am Herzen. Doch das ist nicht alles: Kamerawirksam pflanzen die beiden Society-Sterne dabei einen Baum, um ihre Naturliebe zu demonstrieren.

Ihren Ausflug in die TV-Landschaft hat das polarisierende Paar als PR-Gag geplant. Doch der Auftritt wird für Otto und die dunkelhaarige Schönheit in den Sozialen Medien zum Eklat. Denn auch nach der zweiten Sendung häuft sich die Kritik. Den Zuschauern missfällt es, dass Vox mit der inszeniert wirkenden Umweltaktion von Otto und Volk das Format der Sendung sprengt. „Ihr könnt euch langsam in „Goodbye Deutschland – Wir fahren in Urlaub!“ umbenennen… Was haben denn Frau Volk und Herr Otto mit Auswandererstories, um die es bei eurem Format doch ging, zu tun“, rügt eine Userin auf Facebook. Auch eine andere ist bestürzt. „Ich glaube, das Format Goodbye-Deutschland ist am Ende. Es hat doch nichts mehr mit normalen Menschen zu tun, die im Ausland ihre Glück suchen. Schade.“

Der Unmut der Fans ist verständlich. Eigentlich widmet sich die Sendung Menschen, die in fremden Ländern einen Neustart wagen – mit allen Tücken und Problemen. Wohlbetuchte Menschen aus der High Society haben in der Regel keinen Platz. Einige Goodbye-Deutschland-Fans gehen daher mit dem zur RTL Mediengruppe gehörenden Sender hart ins Gericht. „Es ist sehr schade, dass so ein tolles und wichtiges Projekt wie die Meeresstiftung völlig in den Hintergrund gerät. Die Sache selbst wird ins Abseits gedrängt durch den – berechtigten – Groll der Zuschauer. Hier schieb ich ganz klar Vox den Schwarzen Peter zu! Großartiges Umweltschutz-Projekt, leider falsches TV-Format“, meint eine Userin pikiert. Stinksauer äußern sich andere Zuschauer auf Facebook. Sie sind entsetzt darüber, dass sich das Fotomodell mit dem Vox-Format als Charity-Lady eine neue Karriere aufbauen will und dabei teils ein sehr überhebliches Gehabe an den Tag legt. So prahlt die 20-Jährige beispielsweise mit ihren teuren Ohrringen, die ihr Otto geschenkt habe. „Und schon wieder Nathalie bei Goodbye Deutschland. Ich finde den Frank eigentlich nett und bodenständig. Setzt sich für die Natur ein. Aber warum solch… an seiner Seite? Eine offene naturverbundene Frau würde ihm gut zur Seite stehen. Bitte bitte, Vox, tut uns das nicht mehr an“, fordert eine Zuschauerin auf Facebook.

Trotz Kritik keine schwächeren Quoten für „Goodbye Deutschland“
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Unternehmer Frank Otto zeigt für den Unmut der Fans Verständnis: „Hätte ich feste Fernsehgewohnheiten und würde mich auf einen bestimmten Sendeinhalt freuen, dann wäre ich wohl auch enttäuscht, wenn das meinen Erwartungen entsprechende Programm durch ein ‚Spezial‘ ersetzt wäre“, erklärt er gegenüber MEEDIA. „Allerdings würde ich mein Urteil dann mit dem Zepter, also mit meiner Fernbedienung fällen. Dies in dem Bewusstsein, damit die einzige Währung, die für einen Sender zählt, in der Hand zu haben.“ Denn trotz der verheerenden Resonanz in den sozialen Medien hat die Sendung keinen Quoten-Hänger. Der Marktanteil in der Zielgruppe zwischen den 14- bis 49-Jährigen lag bei beiden Sendungen zwischen 6,4 bis 6,5 Prozent.

Und das ist nicht alles: Otto unterstreicht zudem, dass der Sender den Format-Ausreißer deutlich gemacht habe. „Auf die Gefahr einer ‚Produktenttäuschung‘ haben wir hingewiesen, als uns mitgeteilt wurde in der Reihe ‚Goodbye Deutschland‘ ausgestrahlt zu werden. Mehr kann man als Protagonist einer Sendung nicht tun – quotenrelevante Entscheidungen nicht beeinflussen und schon gar nicht verantworten“, so der 59-Jährige. Offenbar hat er auch mit Kritik an der Sendung gerechnet. Otto: „Auch, dass der Mensch eher geneigt ist seinen Unmut zu bekunden, als sein Gefallen auszudrücken, war uns von vornherein bewusst.“

Vox sieht trotz der massiven Kritik keinen Grund, an der Ausstrahlung weiterer Sendungen mit dem Traumpaar zu rütteln. „Die Kritik der Zuschauer ist uns natürlich nicht entgangen und wir nehmen sie auch durchaus ernst. Sie hat aber keine Auswirkung auch die Planung der nächsten zwei Wochen. Vox begleitet in „Goodbye Deutschland“ Menschen, die in verschieden langen Zeiträumen berufliche oder private Projekte im Ausland verwirklichen wollen – so wie Nathalie Volk und Frank Otto, die sich auf den Seychellen für die Deutsche Meeresstiftung eingesetzt haben“, so eine Sprecherin des Senders.

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