Sat.1 klagt wegen Drittsendezeiten vor Verwaltungsgericht

Privatsender Sat.1 hat beim Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße eine Klage sowie einen Eilantrag eingereicht
Privatsender Sat.1 hat beim Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße eine Klage sowie einen Eilantrag eingereicht

Sat.1 wehrt sich dagegen, drei Produktionsfirmen Sendeplätze in seinem überregionalen Programm einzuräumen. Gegen eine Entscheidung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) habe der private Fernsehsender beim Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße eine Klage sowie einen Eilantrag eingereicht, teilte das Gericht am Montag mit.

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Die LMK hat dem Gericht zufolge Mitte Februar an drei Produktionsfirmen Zulassungen vergeben. Sat.1 muss demnach ab Anfang März Sendeplätze zur Verfügung stellen. Konkret gehe es um drei rund einstündige Zeiträume – einer am Samstagabend und zwei in der Nacht auf Dienstag zu Mittwoch. Am Dienstagabend kurz nach 23 Uhr sollen etwa die Sendungen „Spiegel TV Reportage“ oder „Focus TV Reportage“ der Produktionsfirma DCTP laufen. Zu den anderen Zeiten sind Formate einer Münchner und einer Kölner Produktionsfirma vorgesehen.

Bisher strahlt Sat.1 nur „Spiegel TV“ auf dem Sendeplatz aus – freiwillig, wie eine Sprecherin des Senders sagte. Es gelte eine dreimonatige Anlaufphase. Vor Gericht gehe es um die grundsätzliche Frage, ob noch eine Verpflichtung für Drittsendezeiten vorliege oder nicht. Der Sender hat schon mehrfach gegen Vergabeverfahren der LMK geklagt. Grundsätzlich sind Privatsender laut Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet, Drittanbietern Sendeplätze anzubieten, sobald ihre Zuschaueranteile im Jahresdurchschnitt über zehn Prozent liegen.

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