Schweighöfer über „You Are Wanted“-Verrisse: „Viele Kritiker haben etwas gegen mich und sind nicht objektiv“

Matthias Schweighöfer (Foto) wirft „schon einmal erste Ideen für eine zweite Season in den Topf“
Matthias Schweighöfer (Foto) wirft "schon einmal erste Ideen für eine zweite Season in den Topf"

Heute startet "You Are Wanted", die erste deutsche Serienproduktion von Amazon Prime Video, in über 200 Ländern. "Ich werfe schon einmal erste Ideen für eine zweite Season in den Topf", verrät Matthias Schweighöfer im Interview mit MEEDIA. – und erklärt, warum die Serie im linearen Fernsehen nicht möglich gewesen wäre, welche Kritiken ihn getroffen haben und was Streaming-Dienste bedeutend macht.

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Herr Schweighöfer, der Titel Ihrer Serie ist Programm: Sie sind einer der gefragtesten Schauspieler und Regisseure Deutschlands, Ihre Filme sind Kassenschlager. Wie hat es Amazon geschafft, dass Sie Ihre erste eigene Serie drehen – und dann auch noch für einen Streaming-Dienst?
Matthias Schweighöfer:
Vor zwei Jahren kam Willi Geike, der Geschäftsführer von Warner Bros. Deutschland, auf mich zu und sagte: Ich habe da eine Serie für dich. Das Konzept hat mich begeistert und ich habe sofort zugesagt. Dann kam erst Amazon als dritter Interessent ins Boot. Und so sind wir eigentlich zusammengekommen. Vor allem aber wollte ich auch als Regisseur immer mal etwas Ernstes machen. Und hier konnte ich mich an der Serie austesten.

Hätten Sie die Serie notfalls auch ohne Amazon umgesetzt?
Ich hätte die Serie notfalls auch ohne Amazon gemacht, ja.

Immerhin hätten Sie „You Are Wanted“ auch für Pantaflix, Ihren eigenen Streaming-Service, inszenieren können. Ganz davon abgesehen, dass zahlreiche Fernsehsender die erste Schweighöfer-Serie wahrscheinlich mit Kusshand genommen hätten.
Das mag stimmen, aber Pantaflix ist ja noch relativ neu und steht erst in den Startlöchern. Wir denken noch nicht über Eigenproduktionen nach.

Ihr Geschäftspartner bei Pantaleon, Dan Maag, hat im Interview gegenüber MEEDIA gesagt: „So eine Serie wäre im Fernsehen nicht möglich gewesen.“ Warum?
Das deutsche Fernsehen funktioniert einfach anders als ein Streaming-Dienst. Die Sender und ihre Redaktionen nehmen viel mehr Einfluss auf den Inhalt. Darauf hat Amazon nicht bestanden und uns den Freiraum gelassen. Amazon hat quasi das Gesamtpaket, das wir bei Pantaleon gemeinsam mit Warner Bros. Deutschland entwickelt haben, gekauft. Uns wurde nicht viel reingeredet. Das wäre bei einem Fernsehsender sicherlich anders gewesen. Vor allem, wenn der Sender Geld investiert und damit noch einmal mehr Mitspracherecht gehabt hätte.

Fehlt dem deutschen Fernsehen der Mut für eine Serienproduktion wie „You Are Wanted“?
Na ja, es ist an für sich ja schon eine komische Zeit: Eine Folge dauert etwa 47 Minuten – wann sendet man das, wie bekommt man die Folge im Programm unter? Ich glaube schon, dass man sich das im Fernsehen trauen würde – allerdings nicht zu den Hauptstoßzeiten. Das deutsche Fernsehen ist auch mutig, keine Frage. Aber wir haben die Serie komplett in unserem Stall gemacht. Und das ist im Fernsehen, so wie ich es erlebt habe, nicht möglich.

Zumindest findet im deutschen Fernsehen ein Umdenken statt, viele TV-Sender versuchen sich auch an Eigenproduktionen – von „Deutschland 83“ bis „Club der roten Bänder“. Glauben Sie, dass „You Are Wanted“ diese Entwicklung noch weiter befeuern wird?
Das glaube ich nicht, das deutsche Fernsehen ist ohnehin stark und einflussreich genug. Aber ich glaube, dass die Kinolandschaft und das Fernsehen durch Streaming-Dienste beeinflusst werden. Diese großen Anbieter sind einfach total stark, weil sie Kino und Fernsehen auf einer Plattform bündeln. Das ist für alle total crazy. (lacht) Du kannst Dir alles nach Hause holen, die Wege sind kürzer.

Ist das für einen Filmemacher, wie Sie einer sind, nicht eigentlich schade?
Klar, das ist total schade. Nicht nur der Einfluss des Kinos geht dadurch verloren, sondern auch der magische Kinoabend.

Dennoch wandern immer mehr Schauspieler und Regisseure zu Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video ab – weil Sie dort, angeblich, mehr künstlerische und finanzielle Freiheit genießen. Können Sie das unterschreiben?
Zum Teil. Nehmen wir mal an, ich wäre David Fincher. Dann hätte ich natürlich viel mehr Geld und viel mehr finanzielle Freiheiten – und wäre sowieso auf niemanden angewiesen. Bei „You Are Wanted“ haben wir sozusagen drei Kinofilme in 75 Tagen gedreht. Normalerweise drehe ich, wenn ich einen Kinofilm mache, in 35 bis 39 Tagen ab. Und wir hatten für die Serie das Budget von einem Kinofilm. Eine finanzielle Freiheit war das also nicht unbedingt. Aber eine künstlerische auf jeden Fall.

Warum?
Natürlich wissen auch Streaming-Dienste, welche Formate sie einkaufen. Das Format wird gezielt gedreht und, wenn es besonders ausgefallen ist, halt ausprobiert. Das ist nicht nur für mich als Regisseur ein Segen, der schon immer mal das Thriller-Genre bedienen wollte. Der Endverbraucher kann letztendlich entscheiden, ob er die Serie komplett am Stück schaut oder ob er sich ganz klassisch nur jeden Freitag eine Folge reinzieht. Streaming-Dienste bieten also allen künstlerischen Abteilungen eine große Freiheit. Könnten Sie sich eine Serie wie „Transparent“ oder „Mr. Robot“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorstellen?

Die Stoffe sind für das öffentlich-rechtliche Fernsehen wahrscheinlich zu „speziell“.
Und damit wären wir wieder bei künstlerischer Freiheit: Du kannst bei einem Streaming-Dienst auch ruhig in die Nische gehen. Wenn Du Dir ein Genre angucken willst – dann regnet es auch noch draußen, Du hast Schnupfen und noch eine Packung Eis zu Hause und bestellst Dir eine Pizza – dann kannst Du Dir auch achteinhalb Stunden so ein Genre reinziehen, wenn Du Bock drauf hast. Das ist im Fernsehen ja gar nicht möglich.

Also sollten Filmemacher, die etwas Neues ausprobieren möchten, lieber zu einem Streaming-Dienst anstatt zum Fernsehen oder Kino gehen?
Das kommt ganz auf die Geschichte an. Kino bleibt die Königsdisziplin, ein Gemeinschaftserlebnis von einem riesengroßen Märchen. Nur leider ist etwa das Thriller-Genre, zumindest hierzulande, nicht so erfolgreich. Wer also ein Genre ausprobieren will, der kann dies bei einem Streaming-Anbieter hervorragend tun.

Die Serie erscheint auf einen Schlag in über 200 Ländern. Haben Sie die Serie für den internationalen Markt anders konzipiert, als wenn Sie das nur für den deutschen Markt getan hätten?
Wir haben uns gesagt, dass wenn wir die Serie machen, grundsätzlich einen Look kreieren wollen, der ganz universell daherkommt. Gar nicht so ortsgebunden, sondern für alle Zuschauer weltweit ansprechend. Der Streaming-Nutzer schaltet ein und sieht natürlich erst mal Serien wie „Man in the High Castle“ oder „Transparent“ auf dem Startbildschirm und fragt sich: Warum sollte ich jetzt diese neue Serie einschalten? Daher war es uns im Trailer schon wichtig, dass die Leute bereits nach den ersten Bildern angefixt sind.

Warum haben Sie eigentlich erst jetzt eine Serie gedreht?
In den letzten Jahren ist ein Großteil meiner Zeit für größere und kommerzielle Kinofilme drauf gegangen. Dann haben wir „You Are Wanted“ entwickelt. Nebenbei habe ich die Firma aufgebaut. Dann habe ich wieder einen Film gedreht. Ich hatte echt viel zu tun.

Sie haben vorher nie Anfragen für einen Seriendreh bekommen?
Das Ding ist: Die Frage kann ich gar nicht beantworten – weil ich das gar nicht weiß. Ich war und bin in Arbeit versunken. Neben der Serie habe ich ja noch Musik gemacht. Und jetzt, wo „You Are Wanted“ fertig ist, bereite ich schon den Herbst vor. Aber wenn Sie mich in zehn Monaten noch einmal fragen, kann ich Ihnen die Frage gern beantworten. (lacht)

Was planen Sie?
Ich werfe schon einmal erste Ideen für eine zweite Season in den Topf, wenn es denn eine geben soll.

Sie wollen also eine zweite Staffel von „You Are Wanted“ drehen?
Sagen wir so: Wenn ein gewisser Streaming-Anbieter das Go gibt, wollen wir auf jeden Fall ein paar Ideen parat haben. (lacht)

Was müsste denn passieren, damit Amazon Prime Video Ihnen das Go für eine zweite Staffel gibt?
Das kann ich Ihnen gar nicht sagen. Ich vermute, dass die Abrufzahlen der ersten zwei bis drei Wochen ein ausschlaggebender Punkt sein werden.

Haben Sie den Zugriff auf die Abrufzahlen?
Da halten alle immer sehr die Hand drauf. Die habe ich leider auch nicht. Hätte ich aber gern. (lacht) Ich weiß nur, dass der Trailer zu „You Are Wanted“ der erfolgreichste Trailer einer Amazon-Produktion war. Den Rest kann ich mir nur anhand der Facebook-Zahlen zusammenreimen. Vergleichszahlen habe ich leider nicht. Da stehe ich im Schatten. (lacht)

Dafür stehen Sie schon in den Startlöchern für eine zweite Staffel.
Ich möchte ja auch Sommerferien haben. Wenn Amazon sagt, wir machen da was – dann machen wir da was.

Wie weit sind Sie mit der Planung?
Das ganze ist noch eine Skizze. Es gibt tausende Ideen, aber die führe ich gerade noch zusammen.

Würden Sie wieder als Hauptdarsteller, Schauspieler und Produzent in Personalunion antreten?
Das sind alles Sachen, die man dann besprechen müsste.

Zumindest in der ersten Staffel füllen Sie all diese Rollen aus. Geben Sie ungern die Kontrolle ab?
Ich mache es zwar ungern, aber bei „You Are Wanted“ hat es sich ohnehin nicht angeboten. Die erste Staffel hat nur sechs Folgen und diese Lösung ist das beste Konzept für uns gewesen. Meine Jungs haben auch die Musik dazu gemacht, sogar noch bevor die Serie im Kasten war. Allein wegen der Musik habe gesagt: Wäre ja toll, wenn die Serie so aussehen würde wie die Musik klingt. Es kommt einfach alles aus einem Guss. Wenn wir zwölf Folgen gehabt hätten, dann hätte ich aber definitiv abgegeben. Das hätte ich nicht gepackt.

Christoph Schneider, Geschäftsführer von Amazon Prime Video in Deutschland, hat im Interview mit MEEDIA gesagt, dass jeder einen Ruf zu verlieren habe. Und dann haben Sie, sozusagen als Serienneuling, auch noch von der Produktion bis zur Umsetzung alles an „You Are Wanted“ übernommen. Amazon hat Ihnen sicherlich oft über die Schulter geschaut, oder?
Dafür bin ich sehr dankbar: Christoph war zwei Mal am Set – und das war’s. Natürlich sind wir mit Amazon die einzelnen Folgen auch durchgegangen und haben ihnen gesagt, was kommt und was sie erwarten können. Aber Christoph hat uns da viele Freiheiten gegeben. Er sagt ja auch immer, dass viele Köche den Brei verderben. Wenn jemand kocht, dann setzt man sich ja auch nicht hin und fragt: Meinste nicht, in die Suppe muss noch etwas Pfeffer rein? Zugegeben: Am Ende muss Christoph die Suppe auslöffeln. Und im schlimmsten Fall hätte er gesagt: „Schmeckt richtig beschissen.“ Hat er aber nicht.

In „You Are Wanted“ wird das Leben Ihrer Rolle durch einen Hacker komplett auf links gedreht. Wurden Sie schon einmal gehackt oder warum hat Sie dieses Thema interessiert?
Ich halte die Thematik von „You Are Wanted“ für sehr universell. Ich bin zwar noch nicht gehackt worden, aber auch ich habe schon komische Mails bekommen und mit Fake-Accounts zu tun gehabt.

Sind Sie nach dem Dreh von „You Are Wanted“, besonders als Person des öffentlichen Lebens, vorsichtiger im Netz geworden?
Ich glaube man kann, was das Thema angeht, gar nicht sicher genug sein. Wenn Du Dich mit dem Internet beschäftigst, bist Du im Internet. Sobald man sein W-Lan aktiviert, sind die Spiele eröffnet.

Macht das Ihnen Angst?
Das macht mir keine Angst. Ich trinke ja auch Wasser und versuche herauszufinden, wo das herkommt und ob es mir gut oder eben verseucht ist. Da muss ich wohl oder übel dem Hersteller vertrauen. (lacht)

Zu Beginn der Serie wird Berlin der Stecker gezogen, bevor Ihrer Rolle das Leben durch einen Hacker auf links gedreht wird. Wie viel Hollywood und wie viel Realität steckt in „You Are Wanted“?
Ich habe vor kurzem eine richtig gute Kritik zu „You Are Wanted“ bei Quotenmeter gelesen, weil Sie sich mit der Thematik und der Serie wirklich auseinandergesetzt hat. Für die Serie haben wir – die Autoren und alle, die mitentwickelt haben – auch mit Hackern zusammengearbeitet. Wir wollten da ja nicht irgendeinen Scheiß erzählen. Und auch wenn andere Kritiker die Hackerhöhlen und Hacker in „You Are Wanted“ durch den Kakao gezogen haben: Alles, was in der Serie zu sehen ist, ist so machbar. Natürlich ist es für eine Serie aufgearbeitet. Aber nach den sechs Folgen wird man sich garantiert zwei Mal überlegen, was man mit seinem Handy macht – und was lieber nicht mehr.

Auch die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Ihre Serie besprochen
…ja, ich habe schon ein paar Kritiken gelesen. Manche sind vernichtend, weil sie mich nicht mögen. Die FAS hat eine Horror-Kritik geschrieben, in der steht, dass die Serie ungefähr neunzig Sekunden gut ist– und mit meinem Auftritt scheiße wird. Das tut natürlich weh. Aber ich habe auch tolle Sachen gelesen, die sich wirklich mit der Serie auseinandersetzen.

Viele Schauspieler behaupten von sich, dass sie Kritiken nicht lesen, weil es ihnen völlig egal ist. Das ist bei Ihnen offenbar nicht der Fall.
Es interessiert mich natürlich, was die Leute sagen. Und ich würde jetzt lügen, wenn mich so eine Kritik nicht treffen würde. Viele Kritiker haben etwas gegen mich und sind nicht objektiv. Das finde ich verdammt schade. Besonders, wenn zig Leute so viel Herzblut in eine Serie investiert haben. Deswegen freue ich mich umso mehr, wenn man „You Are Wanted“ eine Chance gibt. Und ich bin total stolz darauf, dass wir mit dieser Serie die erste deutsche für Amazon Prime Video vorlegen dürfen.

Würden Sie nach Ihrer Erfahrung mit „You Are Wanted“ erneut eine Serie, auch unabhängig von Amazon Prime Video, drehen?
Na klar. Ich würde immer wieder eine Serie drehen. Es hat wirklich Spaß gemacht und man kann sich richtig austoben. Es gibt natürlich ein paar Konzepte, aber darüber darf ich nicht reden. Kino ist und bleibt zwar meine große Liebe. Aber bei Serien wird die Liebe immer größer. Ich bin nicht mehr nur verliebt.

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Alle Kommentare

  1. Schweighöfer, der nun wirklich genug PR bekommt, sagt nicht, die Negativ-Kritiker seien voreingenommen, sondern nennt sie „nicht objektiv”.

    Das ist ein Unterschied. Im ersten Fall wäre ihr Urteil schon vorher fertig, ohne Prüfung der Serie. Im zweiten Fall lautet der Vorwurf, sie würden mit ihrem Urteil auf der individuellen, subjektiven Ebene verharren, anstatt eine allgemeingültige, über ihre persönlichen Ansichten hinausgehende Wertung abzugeben.

    Solch eine „objektive” Kritik kann nach Schweighöfers subjektiver Meinung für ihn nur positiv ausfallen. Idealerweise teilt sie seinen „totalen Stolz” auf amazon und sich selbst.

  2. So ist es natürlich schön einfach! Wenn die Kritiker die Serie nicht gutfinden, dann liegt es an der Anneigung gegenüber diesem Matthias.

    Auf die Idee, daß die Serie schlecht ist, darf man selbstverständlich gar nicht kommen.

  3. USA sind auch nicht besser: Unteres Drittel in
    http://www.golem.de/1201/88891.html

    Man muss Serien auch verstanden haben. „Serien“ ist so unklar wie „Lebensmittel“ oder „Periodika“(Zeitschriften, Kataloge, wöchentlich, täglich, jährlich,…).
    Die Amerikaner machen das meist viel besser als Non-USA-Serien mit knöchernen Dialogen.
    Es gibt 3*90 Minuten wie Sherlock oder Pfarrer Braun
    x*20 Minuten wie Graf Yoster und vielleicht Nachtkurier oder Okay S.I.R. (die laufen bzw. liefen nachts So-Montag bei SWR-TV glaube ich)
    6*40 Teilige „Mini-Serien“ welche sehr beliebt in USA sind. Walking Dead und Fear the Walking Dead waren am Anfang auch nur 6 Teile.
    10-12 Teiler wie Game of Thrones oder Dexter.
    12-16 Teiler wie Monk oder Psych oder Walking-Dead.
    20-26*40-Teiler wo man jede Woche dreht und sich anpassen kann.
    Ein Amazon(?)-12(?)-Teiler wurde nicht am Stück gedreht und daher wurde aufgrund von Feedback angepasst. Bei Game of Thrones geht das halt nicht.
    20-26*20Minuten=Comedy Serien. Warum sind deren DVDs nicht halb so teuer wie bei Krimi-Serien ? Comedy hat oft nur eine hand voll Dreh-Orte und überwiegend gleiche Darsteller. Bei Krimis muss man ständig neue Täter Opfer usw. in ganz New York/Miami/LA/Las Vegas/… drehen.

    Nicht jeder versteht Serien. Man erkennt auch immer deutlicher, das viele Politiker oder Kritiker wohl nur Netflix gucken und von den 12 ÖR-Sendern wenig Ahnung haben:
    http://www.dwdl.de/nachrichten/59573/walulis_die_meisten_glauben_wir_machen_teletext/
    http://www.golem.de/news/streaming-serie-woody-allen-bereut-deal-mit-amazon-1505-114091.html

    6Folgen*47Minuten/Folge=282 Minuten.
    Aktuell werden Schnitt-Fassungen endlich nicht mehr nur von Foren-Usern gefordert sondern angeblich bei Netflix diskutiert. Die Beispiele sind zwar Kamera-Einstellungen aber selektive Teil-Story-Stränge in fertigen Längen für die SBahn, Fassungen für Männer (Action, Autos,…) und Frauen (Schuhe, Romantik-Krams,…) und für Werbe-TV-Sender (6..7*40 Minuten=240..280 Minuten) und Premiere-Sky (5*56=280) oder unterwegs schneidet ist eine moderne Anforderung und sollte klar sein. Wurde der Kino-Film „Das Boot“ bei ARD oder ZDF nicht damals auch als Mehrteiler also quasi Serie gezeigt ?
    Bei ich glaube Tele5 läuft Relic Hunter. Die haben die Folgen früher womöglich als 4:3 und inzwischen wohl 16:9 gezeigt. Links/Rechts ist bei 16:9 etwas mehr zu sehen glaube ich. Die aktuelle Diskussion bzgl. unterschiedlicher Kamera-Einstellungen wurde durch die historische Realität vermutlich also längst bestätigt.
    Warum sehe ich hochkant bei Telenovelas, Die Streife, Berlin irgendwas, Köln irgendwas,… oder Krimi-Dialogen oder Kanzler-Duellen am Handy nicht in 4:3 beide Gesichter hochkant untereinander oder bei landscape neben-einander und spare mir die Schnitte ? Die Daten sind vorhanden weil sie ja aufgenommen wurden ! Für Berliner Talk nach den drei kommenden Landeswahlen sollte das normal sein sich die Gesichter herauspicken zu können. Ist ja kein fertig-Fastfood.

    Lieber Herr Schweighöfer:
    Seit Walking Dead 16 Teile hat, sind unnötige Längen drin was nervt. Bei Filmen _von_ Jack Black als Regisseur/Produzent/… würde ich am liebsten verzichtbare 10 Minuten heraus kürzen. Ich glaube als von Ingolf Lück die Wochenshow (von 30 auf 45 Minuten ?) verlängert wurde, war das auch nicht mehr so toll.
    Also bitte nicht verwässern lassen, selbst wenn DIE dafür mit höheren Budgets locken sollten. Denn System-Kritik ist unerwünscht und wird normalerweise als Comedy (Simpsons, Southpark,…) getarnt. Software ist bald in jedem Auto und Lichtschalter. IT-Sicherheit ist vielen Staaten wohl nicht so wichtig weil es DIE nicht interessiert und Kritik gern unterbunden wird.

    Professor T und Torchwood wurden wohl die Haupt-Darsteller von Hollywood übernommen und machen möglicherweise Standard-Mainstream statt die cooleren Sachen. Aber davon kann man dann dort wohl besser leben als wo Universitäten zu viel ausbilden und man dann bei Dschungelcamp/Promi-Haus/Promi-Big-Brother usw. landet.

    Wenn dann weniger Zeit für Pantaflix bleibt, lacht Hollywood vermutlich auch.

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