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„Magazin machen“: Neue Ausstellung in Hamburg zeigt, wie das Zeit Magazin entsteht

Chefredakteur des Zeitmagazins, Christoph Amend: „Für uns ist das eine große Ehre“
Chefredakteur des Zeitmagazins, Christoph Amend: "Für uns ist das eine große Ehre"

Was macht die Arbeit an einem Magazin so besonders, das jede Woche neu erscheint? Wie funktioniert eine Zeitschrift, die einer überregionalen Zeitung beiliegt? Und wie lässt sich eine große Bandbreite an Themen in einem Heft verpacken? Am Beispiel des Zeit Magazins zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) in Hamburg ab heute die Eigenheiten eines solchen Formates - und wie diese umgesetzt werden.

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„Eigentlich ist es ziemlich ungewöhnlich, eine aktuelle Zeitschrift in einem Museum auszustellen“, gibt der Leiter der Ausstellung, Jürgen Döring, bei deren Eröffnung am gestrigen Donnerstag zu. Doch beim Zeit Magazin, der „emotionalen Seite der Zeit“, macht das Museum eine Ausnahme. Schließlich ist es das älteste seiner Art. 1970 erschien die erste Ausgabe der Beilage. Anders als sein Mutterschiff entsteht das Zeit Magazin aber nicht in Hamburg, sondern in Berlin. Das geschieht durchaus eigenständig. Die Redaktion hat mittlerweile über 30 feste Mitarbeiter.

Bild: Michaela Hille/MKG

Doch nicht nur das macht das Magazin zu einem Ausstellungsstück. Auch die zahlreichen Besonderheiten und die enorme inhaltliche sowie stilistische Bandbreite stehen in der Ausstellung im Vordergrund. Dabei geht um die Frage: Wie unterscheidet sich ein solches Magazin von den üblichen am Kiosk erhältlichen Zeitschriften? So räumt das Zeitmagazin vor allem den Abbildungen einen hohen Stellenwert ein. Seit 2007 kommt die Beilage zum Beispiel mit einem Doppeltitel, „was auf dem ersten Blick völlig unsinnig ist“, gibt Christoph Amend, der Chefredakteur der Zeitschrift zu. Doch durch die zwei Titelseiten auf Seite 1 und 3 des Heftes können die Schlagzeilen im Dialog zueinander stehen.

In der Ausstellung ist das Doppelcover ein fester Bestandteil. Die Besucher können selbst ihre eigenen Doppelseiten aus einer Auswahl von Geschichten zusammenstellen, was am ersten Tag der Ausstellung auch durchaus gut ankam. „Hier besteht die Chance, die Redaktion zu schlagen“, sagt Amend lächelnd.

Große inhaltliche Bandbreite
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Mit einer Auswahl zahlreicher Fotostrecken aus dem vergangenen Jahr zeigt die Ausstellung auch die vielen Rubriken und festen Kolumnen, die das Magazin hat: von den amüsanten Aquarellzeichnungen des Janosch, über das Interview auf der letzten Seite („Das war meine Rettung“) bis hin zu den großen Deutschlandkarten mit ihren teils ausgefallenen Fragen (Wie verteilen sich Sonnenuhren? Wo sagt man Klöße, wo Knödel? ect). Selbst die Werbeanzeigen haben ihre eigene Bilderwand bekommen.

Über 300 Exponate, Bildgeschichten und Titelcover sind auf der Ausstellung zu sehen, alle Geschichten kommen aus dem vergangenen Jahr. „Für uns ist das eine große Ehre“, sagt Chefredatkeur Amend. „Mit dem Magazin wollen wir die Leser in Welten führen, die sie noch nicht kennen“. Mit der Ausstellung habe das hervorragend geklappt.

Bis zum 02. Juli läuft die Ausstellung „Magazin machen – das Zeit Magazin“ noch im MKG. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

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