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Fischer nicht mehr bei Gericht: Zeit-Online-Kolumnist Thomas Fischer hört als BGH-Richter auf

BGH-Richter und wortgewaltiger Kolumnist: Thomas Fischer
BGH-Richter und wortgewaltiger Kolumnist: Thomas Fischer

Thomas Fischer, Vorsitzender des 2. Strafsenats am Bundesgerichtshof und ebenso streitbarer wie viel gelesener Kolumnist bei Zeit Online ("Fischer im Recht") gibt seinen Richterposten auf. Wie Legal Tribune Online berichtet, hat der 63-jährige Fischer einen Antrag auf Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gestellt. Aus dem Gerichtsumfeld heiße es, er sei amtsmüde.

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Fischer selbst erklärte gegenüber der Legal Tribune, er „bestimme den Zeitpunkt des Ausscheidens lieber selbst als ihn vom Zeitablauf bestimmen zu lassen, und ich möchte Menschen, denen dies Anlass zum Herunterzählen der Tage meines letzten Dienstjahrs wäre, diese Freude nicht machen“.

Laut dem Bericht will Fischer mit Erreichen seines 64. Lebensjahres am 29. April beim BGH aufhören. Die Legal Tribune schreibt, er soll in einer E-Mail an Vertraute seinen verfrühten Abgang auch mit seinem schwierigen Verhältnis zu anderen Richtern begründet haben. Wegen seiner oft zugespitzten und manchmal auch polemischen Kolumne war Fischer gerade auch in juristischen Kreisen immer wieder kritisiert worden. An seiner fachlichen Eignung gab es indes nie einen Zweifel.

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Fischer selbst beschrieb in seinen jüngsten Kolumnen auch heftige Anwürfe, Beleidigungen und Drohungen gegen seine Person wegen seinen Texten und öffentlichen Auftritten. Zuletzt trat Fischer in der Sendung „Maischberger“ im Fernsehen auf. Im Februar hatte er MEEDIA-Autor Christopher Lesko ein ausführliches biographisches Interview gegeben.

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Alle Kommentare

  1. richtig wäre: „wegen seiner Texte“. Weswegen? und nicht wemwegen? heißt das korrekte Fragewort dazu.

  2. Wir sollten den Richter Thomas Fischer in guter Erinnerung behalten und ihm Respekt zollen. Er hatte ein bewegtes Leben und sah sich oftmals großen Rückschlägen ausgesetzt. Diese meisterte er jedoch unerschrocken. Auch wenn seine letzten Auftritte zunehmend sonderbar wirkten und bei vielen Menschen verständlicherweise Unwillen hervorriefen, so schmälert dies Fischers Lebensleistung nicht. Nicht das strittige Wort, aus der Bürde des Alters erwachsen, sondern sein Gesamtopus sollte gewürdigt werden. Und der Worte Fischers waren viele, ja sehr viele. Mach‘ es gut, alter Freund, mögest Du nun endlich Ruhe und Frieden finden.

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