Konzernergebnis bei 1,2 Milliarden Euro: RTL Group zum Abschied von Anke Schäferkordt mit starker Bilanz

RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen
RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen

Die starke Performance der Mediengruppe RTL Deutschland sowie der anhaltende Digitalboom macht's möglich: Im Jahr 2016 hat die RTL Group ihren operativen Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) legte im abgelaufenen Jahr um 3,3% auf 1,2 Millarden Euro zu, wie der TV-Konzern am Donnerstagmorgen bekanntgab.

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Bei seinen letzten Prognosen hatte der Vorstand lediglich ein Plus von maximal 2,5 Prozent prognostiziert. Die Aktionäre, darunter der Medienkonzern Bertelsmann als Haupteigner, sollen wie im Vorjahr vier Euro Dividende erhalten. Diese Zahlen entsprechen den Analysten-Erwartungen. RTL hatte am Mittwoch überraschend angekündigt, dass RTL-Deutschland-Chefin Anke Schäferkordt aus dem Konzernvorstand ausscheidet und sich künftig auf die deutsche Sendergruppe sowie ihre Tätigkeiten bei Bertelsmann konzentrieren wird.

Im vergangenen Jahr konnte die Bertelsmann-Tochter den Umsatz um 3,4 Prozent auf 6,24 Milliarden Euro erhöhen. Das Ebitda sei um knapp vier Prozent auf 1,41 Milliarden Euro gestiegen. Die Digitalumsätze konnten um 31,9 Prozent auf 670 Millionen Euro gesteigert werden. Das Vorsteuerergebnis der Mediengruppe Deutschland stieg um 3,1 Prozent auf 705 Millionen Euro (2015: 684 Mio.), die Umsatzrendite blieb mit 31,8 Prozent auf gleichbleibend hohem Niveau (2015: 32,0 Prozent).

Damit hinkt RTL trotz beeindruckender Zahlen dem Konkurrenten ProSiebenSat.1 weiter hinterher. Dieser schnitt sowohl 2016 besser ab und ist auch für 2017 etwas optimistischer. Der TV Konzern mit Hauptsitz in Luxemburg peilt 2017 dank deutlicher Zuwächse im Digitalgeschäft und einem guten Geschäft in Deutschland ein weiteres Umsatzplus an. Die Erlöse sollen im laufenden Jahr um 2,5 bis 5,0 Prozent steigen, teilte der ProSiebenSat.1-Konkurrent am Donnerstag in Luxemburg mit. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde eine Stagnation auf Höhe des 2016er-Werts erwartet.

2015 hatte Europas größte werbefinanzierte Sendergruppe einen Rekord-Umsatz von 6,03 Milliarden Euro sowie einen Gewinn von 789 Millionen Euro vermeldet. Die Gruppe mit Sitz in Luxemburg ist zu 75,1 Prozent im Besitz der Bertelsmann AG, beteiligt an 60 Fernsehsendern und 31 Radiostationen sowie an Produktionsgesellschaften weltweit. In Deutschland sind dies RTL, RTL2, SuperRTL, n-tv und Vox.

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