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Idee zu #GoslingGate geklaut? In Tschechien hat 2015 ein falscher Jim Carrey einen Filmpreis aufgemischt

Bereits im Dezember 2015 hat die tschechische „One Man Show“ einen falschen Jim Carrey in einen Filmpreis geschleust
Bereits im Dezember 2015 hat die tschechische "One Man Show" einen falschen Jim Carrey in einen Filmpreis geschleust

Vergangenen Sonntag haben Joko und Klaas der Goldenen Kamera im ZDF einen falschen Ryan Gosling untergejubelt. Ein öffentlichkeitswirksamer Coup – den eine tschechische TV-Show bereits im Dezember 2015 gelandet hat: Dort wurden nicht nur die Veranstalter mit einem falschen Jim Carrey aufs Glatteis geführt. Die Streiche weisen verblüffende Parallelen auf.

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Ein mehr schlecht als rechtes Double, ein falscher Agentur-Chef, ein konsequent bis knallharter Anforderungskatalog und schließlich der Verwirrung stiftende Bühnenauftritt – so lässt sich tatsächlich nicht nur das #GoslingGate von Joko und Klaas („Circus Halligalli“) bei der Goldenen Kamera zusammenfassen. Bereits im Dezember 2015 hat die tschechische „One Man Show“ einen ähnlichen Coup gelandet (s. Video unten) – allerdings mit einem falschen Jim Carrey statt Ryan Gosling.

Der Ort des Geschehens: Die „Czech Film Academy Awards Ceremony“, sozusagen das tschechische Pendant der Oscars. Der Streich: Den Veranstaltern einen falschen Jim Carrey unterjubeln und ihn auf der Bühne eine Konfetti-Kanone abfeuern lassen. Auch „Jim Carrey“, ähnlich wie der falsche Ryan Gosling, war zufällig im Lande – ebenfalls für ein Werbeshooting; selbstredend in Prag und nicht in Hamburg. Luft und Lust für eine Preisverleihung am Abend hätte aber auch dieser. Also: Anruf bei den Veranstaltern der Verleihung, um die mögliche Stippvisite abzuchecken. Die tschechischen Kollegen müssen fünf Minuten (nicht 90 Sekunden wie bei beim #GoslingGate) auf den Rückruf warten: Man würde sich sehr freuen, wenn Jim Carrey kommen könnte – auch hier könnte man „den Ablauf der Awardshow anpassen“.

Einen Preis soll Jim Carrey, der eigentlich Haris heißt und zur „One Man Show“ gehört, aber nicht bekommen oder verleihen. Dennoch: Auch die tschechischen Kollegen stellen den „frechsten Anforderungskatalog“, den man sich vorstellen kann: Keine Werbung, niemand darf mit Carrey vor und während der Veranstaltung sprechen, abgeschirmte VIP-Plätze – alles soll bis zu der Verleihung „höchst vertraulich“ bleiben. Es wirkt wie ein Déjà-vu.

Allerdings gehen die tschechischen Prankster ein wenig mehr in die Offensive als ihre deutschen Kollegen: Über Radiosender streuen sie (in Absprache mit den Moderatoren) das Gerücht, Carrey sei in Prag gesehen worden – inszenierte Paparazzi-Bilder werden an zahlreiche Zeitungen gegeben, um die Gerüchteküche zusätzlich brodeln zu lassen. Ihr Jim Carrey wird im Gegensatz zum Fake-Gosling zudem durch eine Silikonmaske und falsche Zähne aufgemotzt.

Erstaunlich: Selbst auf dem roten Teppich, im Blitzlichtgewitter der Reporter, wird der falsche Jim Carrey nicht entlarvt. Im Gegenteil: Ein Journalist ist sich sogar fest überzeugt, dass es sich um Carrey handeln muss. Ebenso wie die Moderatorin der Veranstaltung, die noch nach dem geglückten Konfetti-Regen des Doppelgängers und nach der Awardshow sagt: „An alle die sagen, es hat sich um einen Doppelgänger: Es war der echte Jim Carrey.“

Das CarreyGate hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Ebenso das GoslingGate von Joko und Klaas: von „Ga Ga Land“ (The Sun) bis „German Fiasco“ (Vanity Fair) ist die Rede.

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