Wie Kim „Dotcom“ Schmitz die Wikileaks-Enthüllungen zur CIA nutzt, um sich bei Donald Trump einzuschmeicheln

Kim Schmitz (r.) macht sich auf Twitter Sorgen um die Sicherheit von Donald Trump
Kim Schmitz (r.) macht sich auf Twitter Sorgen um die Sicherheit von Donald Trump

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, die belegen sollen, dass der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA in großem Stil technische Alltagsgeräte wie Smartphones oder internetfähige Fernseher ausspäht. In die Debatte darüber hat sich auch der bekannte Ex-Hacker Kim „Dotcom“ Schmitz eingeschaltet, der via Twitter US-Präsident Trump anstachelt.

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Die Veröffentlichungen von Wikileaks sind brisant. Stimmen die dort offengelegten Dokumente, dann wäre die CIA in der Lage iPhones, Android-Smartphones, einige Samsung Smart-TV-Geräte und WhatsApp-Chats mehr oder weniger nach Belieben zu hacken und zu manipulieren. Im US-Konsulat in Frankfurt am Main betreibe die CIA zudem einen Geheimraum, von dem aus Überwachungsaktionen gesteuert würden. IT-Fachleute haben mit Blick auf die Wikileaks-Dokumente bereits kritisiert, dass die CIA offenbar bestehende Sicherheitslücken in IT-Systemen absichtlich nicht schließt, um Zugriff auf Daten zu bekommen. Apple ließ zwischenzeitlich mitteilen, dass zahlreiche der in den Wikileaks-Dokumenten angesprochenen Sicherheitslücken im iPhone-Betriebssystem iOS bereits geschlossen seien.

In die Diskussion rund um die Wikileaks-Veröffentlichung hat sich auch der ehemalige Hacker Kim Schmitz, der unter dem Pseudonym Kim Dotcom firmiert, eingeschaltet. Auf Twitter richtete er sich an US-Präsident Donald Trump und bot ihm seine Hilfe an. Kim Schmitz schlug Trump eine Konferenzschaltung mit ihm selbst, Wikileaks-Gründer Julian Assange und dem NSA-Enthüller Edward Snowden vor, denn Trump brauche ja nun gute Infos, da er wegen der „CIA-Bedrohung“ in echter Gefahr sei:

Wie Netzpolitik.org festhält sorgte der bizarre Tweet offenbar für so viel Erheiterung unter Twitter-Nutzern, dass Kim Schmitz ihn wieder löschte. Andere Tweets zu den Wikileaks-Enthüllungen und auch an Trump ließ er jedoch online.

„@therealdonaldtrump würde die Wände hochgehen, wenn er wüsste, was die Obama CIA tat. Sie benutzten seine Telefon-Kamera und das Mikro. Zuschauen und zuhören 24/7.“

Damit stachelt Kim Schmitz womöglich die Paranoia des US-Präsidenten noch weiter an. Trump hatte jüngst auf Twitter behauptet, sein Vorgänger Barack Obama habe seine Telefone während des Wahlkampfs überwachen lassen. Eine haltlose Anschuldigung für die Trump keinerlei Belege bringen konnte. Für die Behauptung, dass die CIA Donald Trumps Telefon ausspähte, hat Kim Schmitz freilich auch keine Belege. Seine Tweets legen eher nahe, dass er sich beim amtierenden US-Präsidenten einschmeicheln will.

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