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„GoslingGate“-Auflösung bei „Circus Halligalli“: Wie der falsche Ryan Gosling an die Goldene Kamera kam

Gebannt verfolgt die „Circus Halligalli“-Redaktion, ob ihr „GoslingGate“ aufgeht
Gebannt verfolgt die "Circus Halligalli"-Redaktion, ob ihr "GoslingGate" aufgeht

Fake-Agentur, Gosling-Double und mehr: Mit einem groß angelegten Streich haben Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf die "Goldene Kamera" (ZDF) der Funke Mediengruppe gelinkt – und einem falschen Ryan Gosling die Trophäe verschafft. In "Circus Halligalli" (ProSieben) hat das Duo die Aktion nun dokumentiert. Die Veranstalter der Funke Mediengruppe hätten offenbar alles getan, um den Hollywood-Star für die Verleihung zu gewinnen.

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„Wir sind eben gerade bei der Kategorie ‚Bester Film International‘ schön veräppelt worden. Chapeau an dieser Stelle.“, sagte Moderator Steven Gätjen am Samstag bei der Goldenen Kamera (ZDF) sichtlich peinlich berührt. Zuvor hatte er verkündete, dass der Oscar-Abräumer „La La Land“ als „Bester Film International“ ausgezeichnet werde und dass Hauptdarsteller Ryan Gosling da sei, um den Preis entgegenzunehmen.

Dumm nur, dass es eben nicht der Hollywood-Star war, der auf die Bühne kam, sondern ein Imitator im Auftrag von Joko & Klaas und ihrem „Circus HalliGalli“. Knapp drei Millionen Zuschauer sahen dabei zu. Hollywood-Hochkaräter wie Nicole Kidman und Colin Farrell saßen im Publikum. Und alles kreiste nur um eine Frage: Wie konnte das passieren? Jene Frage war der rote Faden der „Circus Halligalli“-Sendung am Dienstag, in der Joko & Klaas ihren groß angelegten Streich ausführlich erklärten.

Rund sechs Wochen habe die Redaktion das „GoslingGate“ geplant, angeblich mehr schlecht als recht – denn „eigentlich waren wir uns sicher, dass das niemals funktionieren würde“, so Klaas Heufer-Umlauf zu Beginn des üppigen Einspielfilms. Der erste konkrete Schritt wurde mit der Gründung der Fake-Booking-Agentur Namen Conrad, Hertz & Gravemann – man achte auf die Initialen – getan. Das war schon im Vorfeld bekannt.

Hingegen neu: Die schamlose Konsequenz der „CHG“-Redaktion, der Goldenen Kamera den Fake-Gosling unterzujubeln. Wobei den Veranstaltern offenbar alles Recht gewesen sein muss, um den Top-Star zu bekommen: Auf eine Fake-Promo-Mail von „Frau Dolus“ (lateinisch für: Streich) sollen die Veranstalter bereits 90 Sekunden später reagiert haben. So weit, so üblich vielleicht. Die Bedingungen der falschen Agentur hatten es hingegen in sich.

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Kein roter Teppich. Keine Werbung, auch nicht in den sozialen Netzwerken. Kein Vorabtreffen mit dem Moderator. Aber vor allem: „Wenn Ryan Gosling keine Goldene Kamera bekommt, bekommt die Goldene Kamera keinen Ryan Gosling“ – soweit der „frechsten Anforderungskatalog, den jemals ein Star in Deutschland an eine TV-Show gestellt hat“, wie Heufer-Umlauf sagt. Und das alles für Ludwig Lehner, einem Koch – der im besten Fall eine leichte Ähnlichkeit zu dem Schauspieler aufweist. 

„Vor dem Hintergrund des Hypes um La La Land in den USA war es aber nicht möglich, ihn für die Veranstaltung in Hamburg zu gewinnen. Umso erfreulicher schien es, dass sich Anfang Februar eine Agentur meldete und anbot, den La La Land-Hauptdarsteller Ryan Gosling zu vermitteln“, verriet ein Sprecher der Funke Mediengruppe auf MEEDIA-Anfrage. Und so wurde dem Fake-Gosling auch jener „freche Anforderungskatalog“ erfüllt: Mit aufgesetzter Kapuze und großem Tross an Sicherheitspersonal bahnte sich der Fake-Gosling den Weg zur gewünschten Einzelgarderobe – das Halligalli-Kamerateam, das den Gang mitgefilmt hat, wurde als Filmteam deklariert, das eine Doku über Ryan Gosling dreht.

„Für Stars von diesem Kaliber nicht ungewöhnlich verlief dann auch das Eintreffen des vermeintlichen Ryan Gosling. Er kam in einem Tross von Mitarbeitern, wurde total abgeschirmt, bedurfte keiner Maske, blieb unerkannt bis unmittelbar vor dem Gang auf die Bühne.“, erklärt der Funke-Sprecher weiter. Und so kam es auch: Plötzlich stand Ludwig Lehner, der Fake-Gosling, auf der großen Bühne und nahm die Trophäe für „Circus Halligalli“ – im Namen von Joko und Klaas – entgegen.

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