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Hans-Ulrich Jörges über seine Karriere beim stern: „Ich war eine Art Ich-AG innerhalb des Magazins“

„Ich kann jungen Journalisten nur empfehlen, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen“: Hans-Ulrich Jörges, hier bei der Verleihung des Nannen-Preises, spricht im großen MEEDIA-Interview über seine journalistische Karriere und den Wandel der Branche
"Ich kann jungen Journalisten nur empfehlen, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen": Hans-Ulrich Jörges, hier bei der Verleihung des Nannen-Preises, spricht im großen MEEDIA-Interview über seine journalistische Karriere und den Wandel der Branche

Im Sommer wird Hans-Ulrich Jörges nach mehr als 40 Jahren im Job und zuletzt 15 Jahren beim stern sein Büro räumen. Der Journalist geht in Rente. Im großen MEEDIA-Interview spricht der meinungsstarke Kommentator unter anderem über seine Karriere, seinen Wandel zur öffentlichen Person, die Streitkultur in deutschen Medien, über die Öffentlichkeitsarbeit der Kanzlerin und den politischen Wandel.

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Es ist kurz vor elf Uhr und die für Jörges erste Verabredung des Tages. Wir treffen uns im Hotel Madison, dem „Gruner-Hotel“, das direkt hinter dem Verlagshaus des stern am Baumwall liegt und deshalb bei Mitarbeitern besonders beliebt ist. Jörges, der in Berlin arbeitet und für das Interview extra über Nacht geblieben ist, hat hier aber nicht geschlafen. Er kommt gerade aus Hummelsbüttel, wo er eine seiner beiden Töchter besucht hat. 

Jörges ist überpünktlich, sitzt in der Lobby und tippt an seinem Handy. Er grüßt freundlich, greift seine beiden Taschen und macht sich auf die Suche nach einem Tisch. Eingefangen von der Service-Mitarbeiterin werden wir ans andere Ende des Restaurants geführt. Jörges fackelt nicht lang, nach kurzer, interessierter Begeisterung über das iPhone als Aufnahmegerät und vor dem servierten Kaffee redet er los. Uns trennen alterstechnisch genau so viele Jahre, wie Jörges seinen Beruf bereits ausübt – 40 an der Zahl. Jörges begegnet seinem Gegenüber auf Augenhöhe und ist sichtlich erfreut über ein Gespräch, das zwischendurch immer wieder zur Diskussion wird – über den Wandel des (politischen) Journalismus, seine Karriere und Rolle als „Außenminister“ des stern, über den Berufseinstieg in eine Branche, deren goldene Zeiten vorbei sind. 

Der 30. Juni wird ihr letzter offizieller Arbeitstag für den stern. Ist das für Sie ein unglücklicher Zeitpunkt so kurz vor einer hoffentlich spannenden Bundestagswahl?
Ich gebe im Sommer zwar meine Festanstellung beim stern auf, aber weiter hat die Rente für mich keine Bedeutung. Mit dem stern schließt sich ein Kolumnistenvertrag an, den ich auch nach der Wahl noch gerne erfüllen werde. Das wird sich im Arbeitsaufwand nicht wirklich unterscheiden, denn ich muss mich ja weiter in der Politik bewegen. Der einzige Unterschied wird sein, dass ich nicht mehr im Büro sein muss. Das ist, zumindest theoretisch, eine reizvolle Veränderung.

Es wird also keine publizistische, wohl aber eine räumliche Trennung vom Magazin und vom Verlag geben, für die Sie immerhin mehrere Jahrzehnte gearbeitet haben. Was bedeutet das für Sie psychologisch?
Ich habe das Glück gehabt, dass ich in den vergangenen Jahren bei Gruner + Jahr genauso wie beim stern völlig frei arbeiten konnte. Die Themen und die Orchestrierung habe ich selbst bestimmt. Absprachen gab es nur, wenn mein Kolumnen-Thema auch an anderer Stelle im stern aufgegriffen werden sollte. Insofern war ich am Ende eine Art Ich-AG innerhalb des Magazins. Das war eine privilegierte Arbeit, die ich sehr genossen habe und für die ich extrem dankbar bin. Besser kann man sich das Ende einer Karriere kaum vorstellen.

Sie sind vielleicht eine ICH-AG, aber auch so etwas wie der stern-Außenminister geworden. Haben Sie sich auch als solcher empfunden?Das hat sich über die Jahre glücklicherweise so gefügt, ohne dass das von irgendeiner Seite so geplant wurde. Die Präsenz in anderen Medien habe ich mit dem Wechsel von der Woche zum stern bereits mitgebracht. Ich war immer mal im Fernsehen zu sehen und seit ich zum stern zurückgekehrt bin, habe ich regelmäßig einen Rundfunkkommentar bei Radio Eins in Berlin gesprochen. Außerdem habe ich viele Vorträge gehalten.

Sie sind der allgemeinen Öffentlichkeit bekannter als so mancher Chefredakteur.
Auch wenn die Entwicklung für den stern und mich symbiotisch verlaufen ist, war das für die Chefredakteure eine nicht immer ganz einfache Konstellation. Meine Außenpräsenz war in der Regel stärker als ihre. Die Chefs haben das aber immer mit Grandezza ausgehalten, und ich bin mit allen prima zurecht gekommen.

Wieso sind Sie eigentlich nie stern-Chefredakteur geworden?
Ich bin nie gefragt worden. Möglicherweise hat mich der Vorstand zwischenzeitlich mal still  in Reserve gehalten. Es gab ja eine Zeitlang einen dichten Wechsel von Chefredakteuren, bis Thomas Osterkorn und Andreas Petzold das Blatt für viele Jahre geleitet haben. Ich vermute, dass ich dem Vorstand immer zu politisch war und er Furcht davor hatte, dass der stern unter meiner Leitung zu politiklastig würde. Die Wundertüte aus einem Mix mit Unterhaltung und Gesellschaft hat man mir offenbar nicht zugetraut.

Zu Recht?
Ich glaube nicht, schließlich war auch die Woche kein rein politisches Blatt. Aber es könnte noch etwas hinzu gekommen sein, eine bei Verlagsspitzen nicht sehr populäre Entscheidung, die ich einmal getroffen habe. Als es Bemühungen gab, die Woche an die WAZ-Gruppe zu verkaufen, sollte ich als Chefredakteur im ohnehin kleinen Personal-Etat eine Million Euro einsparen. Statt mehr als einem Dutzend Journalisten zu kündigen, bin nach einer Nacht des Nachdenkens selbst gegangen. Der Verleger Thomas Ganske gab mir zum Abschied mit auf den Weg, dass ich diese Entscheidung bereuen würde, denn sie werde sich unter Deutschlands Verlegern herumsprechen. Heute, da Chefredakteure auch stark geschäftsführend tätig sein müssen, schreckt jemand wie ich vielleicht tatsächlich ab.

Ihre Entscheidung damals hat Schlimmeres nicht verhindert.
Das ist wohl wahr. Ich wollte diese Schweinerei aber nicht verantworten. In einer Redaktion, in der ohnehin nur gut 30 Redakteure arbeiten, kommt es auf jeden einzelnen an. Da gibt es, wie vielleicht in großen Redaktionen, keine überflüssigen Leute, die in irgendwelchen Ecken verschwinden und nicht wieder auftauchen. Die Entlassungsaktion bei der Woche wäre jedenfalls ungerecht abgelaufen und die Zeitung wäre mit der dezimierten Redaktion erledigt gewesen. Ich habe meine Entscheidung aus Anstand und Vernunft getroffen, und ich habe sie bis heute nicht bereut.

Die Chefredakteursfrage noch einmal anders gestellt: Sind Sie vielleicht sogar froh darüber, niemals stern-Chef geworden zu sein, weil Sie möglicherweise genau deshalb überhaupt noch dort arbeiten?
Die Frage hat so herum noch nie jemand gestellt. Sehr gut! Ich habe beim stern wie auch als Chefredakteur bei der Woche immer inhaltlich gearbeitet und war nie die Art von Führungskraft, die sich auf das Konzeptionelle konzentriert oder Zahlen rechnet. Das Schreiben war mir immer wichtig und ich rate jedem Journalisten, egal in welche Position er gehievt wird, das auch weiterhin zu tun. Funktionen sind endlich, das Schreiben nicht.

Wie wichtig ist es für Sie im Allgemeinen geworden, in mehr Medien als nur dem stern stattzufinden?
Das war vor allem für meine Bekanntheit wichtig. Die Basis aller Auftritte war natürlich immer das, was ich geschrieben habe. Ohne die Kommentare und Kolumnen hätte es das Interesse an meiner Person überhaupt nicht gegeben.

Was Talk-Shows angeht, sind Sie ein beliebter Gast. Weil Sie so krawallig sind?
Anfangs war das sicher meine Rolle. Ich bin aggressiv und zuspitzend aufgetreten. Ich kann mich noch an eine Konfrontation mit dem damaligen Entwicklungsminister Dirk Niebel von der FDP erinnern. Der begann einen unglaublich hölzernen Vortrag voll von parteipolitischen Floskeln. Ich konnte nicht anders, als ihm sofort ins Wort zu fallen und Anne Will zuzurufen, sie möge doch bitte diesen Sprechautomaten abstellen. Zusammenstöße wie dieser hatten einen krawalligen Effekt, den Talkshows suchten. Ein anderer Fall, an den ich mich gut erinnere, ist ein Frontalzusammenstoß mit dem damals jungen Guido Westerwelle. In einer Runde bei Maybrit Illner ging es um die 68er-Bewegung, die ich mitgemacht und sehr selbstkritisch reflektiert hatte. Westerwelle hatte gar keine eigenen Erfahrungen, aber ein festes, falsches Urteil. Auch dort flogen die Fetzen. Deshalb wurde ich eingeladen. Heute ist es, zumindest in meiner Wahrnehmung, etwas anderes. Ich diskutiere zwar immer noch gerne und lebhaft, habe aber keine Lust mehr auf abenteuerliche Inszenierungen.<

Wieso abenteuerlich?
Wenn beispielsweise eine verrückte Frau mit Burka aus der Schweiz eingeladen wird, dann ist das nicht mehr das Mindestmaß an Aufklärung, die so eine Sendung leisten muss, sondern Gegenaufklärung mit schrecklicher Wirkung aufs Publikum. In solchem Umfeld trete ich heute zurückhaltender auf, auch wenn ich weiterhin meinen Standpunkt deutlich mache und nicht einschlafe. Ich versuche aber, eher erklärend und generell seltener aufzutreten.

In absoluten Zahlen mag das stimmen. Ihre Position 5 im Ranking der meist geladenen Gäste in TV-Talks haben Sie 2016 behalten.
Ich weiß nicht, wie viele Auftritte es im vergangenen Jahr waren. Es waren aber weniger als in den Jahren zuvor. Ich glaube auch, dass die Einladungspolitik der TV-Redaktionen, was mich und andere altgediente Journalisten angeht, vorsichtiger geworden ist, weil sich eine Figur auch abnutzt. In Jahren wie diesen, wenn Wahlen anstehen, mag das wieder etwas anderes sein. Für mich kann ich sagen, dass ich immer häufiger absage.

Sie treten in Talk-Shows ruhiger auf. Gleichzeitig wird genau das an Talkshows im Allgemeinen kritisiert. Sind die Diskussionsrunden mittlerweile nicht mehr lebendig genug?
Ich sehe das nicht so. Die Talk-Show-Veranstalter müssen und sollten öfter darüber nachdenken, was und weshalb sie etwas tun. Sie müssen sich überlegen, ob sie aufklären wollen oder ihren Job der Quote wegen erledigen. Ich sehe die Gefahr, dass das Aufklärungsinteresse, besonders im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, an Bedeutung verliert. Aufklärungsauftrag bedeutet weniger Inszenierung und mehr Erkenntnis.

Gilt das für alle Talk-Shows oder pauschalisieren Sie gerade?
Ich pauschalisiere, und das ist ein bisschen ungerecht, das weiß ich. Man kann nicht alle über einen Leisten ziehen. Die Moderatoren der Sendungen haben unterschiedliche Profile und Techniken, sie stehen unter wahnsinnigem Wettbewerbsdruck. Dabei geht es um Quoten, Sendeplätze und mittel- bis langfristige Existenzen. Das darf aber ganz bestimmt nicht dazu führen, dass die Inszenierung einer Auseinandersetzung die Oberhand gewinnt und Missgriffe wie die Einladung einer solchen Burka-Schreckensfigur passieren. Das sind schwere medienethische Fehler.

Wissen Talk-Shows nicht mehr, wie Sie mehr Zuschauer erreichen oder halten können?
Das kann ich nicht beurteilen. Ich sehe nur, dass der Faktor Gegenaufklärung immer größer wird. Die Zuspitzung von Fragestellungen, die es in der jüngeren Vergangenheit gegeben hat, hat sich über Strecken kaum noch von den Thesen der AfD unterschieden. Das war ungewollt eine Propagierung des Denkens der neuen Rechten.

Werden die Shows eigentlich erst nach Ende einer Sendung wirklich interessant?
Nein. Die Menschen, denen man dort begegnet, kennt man in der Regel. Es ist ein Irrglaube, dass nach einer Sendung noch großartig politische Gespräche geführt und Informationen ausgetauscht werden. Der Erkenntnisgewinn geht gegen null. Wenn Gespräche geführt werden, dann dienen sie eher der Entspannung nach dem Stress der Sendung.

„In der Bonner Republik war die Nähe zur Politik geradezu mafiös“

Kommen wir vom Backstage ins generelle Hinterzimmer der Politik, das im Moment wieder viele Menschen zu beschäftigen scheint, und dem offenbar bald die Tür ausgehängt wird. Einem Urteil zufolge muss Kanzlerin Merkel ihre Hintergrundgesprächspartner offenlegen.
Wenn es Bestand hätte, wäre dieses Urteil wirklich großartig. Denn dann würde für jedermann erkennbar, dass es auf einer grotesken Verkennung der tatsächlichen, der überaus tristen Wirklichkeit dieser Bundesregierung basiert. Ich habe im vergangenen Jahr an keinem einzigen Hintergrundgespräch im Kanzleramt teilgenommen. Merkel hat früher vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr die Büroleiter der großen Medien in Berlin zu Gesprächen eingeladen. Das waren dann auch keine wirklich vertraulichen Gespräche, sondern eher Pressekonferenzen. Dort wurde nichts formuliert, was sie nicht auch offen hätte sagen können. Man hat sich vielleicht mal einen Satz oder eine Formulierung aufgeschrieben, um das irgendwann aufzugreifen. Aber klüger rausgegangen ist man nicht.

War die Nähe zu Protagonisten früher größer als heute?
Aber hallo. In der Bonner Republik war die Nähe zur Politik geradezu mafiös. Die Journalisten haben sich im Regelfall selbst einem politischen Lager zugeordnet. Das ging bis zu Hilfsdiensten politischer Natur. Die Kultur, im Journalismus wie in der Politik, hat sich gewandelt. In meiner Wahrnehmung hat sich diese Entwicklung in der Merkel-Republik, in der SPD-nahe Journalisten aufgrund ihrer sozialdemokratisierten Politik auch gar nicht mehr frontal gegen die CDU anschreiben können, beschleunigt. Das mag sich im Wahlkampf mit einem überraschend starken Martin Schulz wieder ändern. Aber die selbstverständliche Nähe von früher, die Kumpanei, gibt es nicht mehr, auch weil die organisatorischen Bemühungen der Politik zum Einfangen der Medien rapide nachgelassen haben. Zudem sind die Protagonisten langweiliger geworden. Angenommen, ein Fraktionschef würde einmal pro Woche zum Hintergrundgespräch einladen – er würde sich wundern, weil nach ein paar Wochen nur noch Triefnasen und Frühstücksschmarotzer da säßen.

Man möchte meinen, bei Angela Merkel sei das noch etwas anderes. Sind die Distanz der Kanzlerin und der Seltenheitsfaktor eines Gespräches die Gründe, weshalb Journalisten es so zelebrieren, wenn sie mal in kleiner Runde auf sie treffen? Ein Beispiel ist die Eröffnung des Hauptstadtbüros des Spiegel, zu dem die Kanzlerin gekommen war.
Das war Albernheit pur! Renommiergehabe, weil sich – jede Wette! – hinter dieser Tür nichts von Bedeutung abgespielt hat, aber auch wirklich gar nichts. Außer Smalltalk. Dass das vom Spiegel dermaßen zelebriert und dann auch noch so getan wurde, als seien Geheimnisse ausgetauscht worden, ist einfach nur schräg.

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Und das falsche Signal an die Leser?
Der Leser ist längst klug genug, um die Reklame zu erkennen. Das ist peinlich und sollte einem so bedeutenden Medium nicht passieren. Und überhaupt: Wenn der stern zu seinem Sommerfest in Berlin lädt, gibt es kein Hinterzimmer. Politiker gehören unter die Gäste beziehungsweise unters Volk. Die Süddeutsche Zeitung hat übrigens genau dieselbe Unart wie der Spiegel kultiviert und bugsiert die Kanzlerin sofort mit der Chefredaktion ins Hinterzimmer. Das ist unverfroren und beleidigt die Gäste.

Wie beurteilen Sie die Öffentlichkeitsarbeit der Kanzlerin im Allgemeinen?
Ein fataler Fehler der Kanzlerin und ihres Regierungssprechers Steffen Seibert ist es, dass sie gar keine Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die Flüchtlingskrise die Regierungschefin in große Not gebracht hat. Transparenz, Erklärung der Motive und Perspektiven wären vor allem im Herbst 2015 nach der sogenannten Grenzöffnung unabdingbar gewesen. Es gab nicht den geringsten Hinweis darauf, was Merkel unternahm. Sie glauben doch nicht, dass dieser Regierungssprecher, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, jemals zu einer Hintergrundrunde auch nur eingeladen hat? Es gibt de facto kein Hinterzimmer, weder im Bundeskanzleramt noch im Bundespresseamt. Und das ist ein schweres Versäumnis. Als ich von der Tagesspiegel-Klage zur Offenlegung der Hintergrundgespräche Merkels mit Journalisten gelesen habe, musste ich laut lachen. Für mich ist Steffen Seibert “Mister vier Prozent”, weil seine Ausfälle in der Öffentlichkeitsarbeit die Union genau so viele Prozente gekostet haben, mindestens.

„Was die CDU im Internet treibt, finde ich lächerlich. CDU-TV ist Realsatire“

Ist der Umgang mit der Öffentlichkeit allein Steffen Seiberts Schuld?
Natürlich ist es auch die Schuld der Kanzlerin, sie hat ihn sich ja ausgesucht. Ich habe darüber mal geschrieben unter der Überschrift “Stumpf ist Trumpf”. Das war Merkels Motto in der Öffentlichkeitsarbeit. Platt übersetzt: Lieber ein Wort zu wenig als eines zu viel. Die Sätze, die man von ihr in Erinnerung behalten hat, kann man an einer Hand abzählen. Die wichtigsten wie “Wir schaffen das” oder “.. dann ist das nicht mein Land” scheinen mir sogar spontan entstanden und eben nicht von Strategen entwickelt worden zu sein. Was Seibert angeht: Politik muss den Versuch unternehmen, sich zu erklären. Wenn sie das nicht tut, funktioniert sie nicht mehr. Die Akteure verlieren das Volk.

Wir beobachten auf der anderen Seite, dass sich die Kommunikation mehr und mehr ins Internet verlagert. Mit Blick auf Steffen Seibert wurde zwischenzeitlich schon der Vorwurf erhoben, er versuche im Bundeskanzleramt einen neuen Staatsmedien-Apparat aufzubauen.
Für meine Arbeit als Journalist ist die Öffentlichkeitsarbeit der Kanzlerin und ihres Regierungssprechers im Netz völlig irrelevant. Das gleiche gilt für das, was die CDU im Internet treibt. Wenn ich es beobachte, finde ich es lächerlich. CDU-TV ist Realsatire. Dahinter sitzt niemand, der sein Handwerk versteht. Es sind unbeholfene Versuche, das Medium zu nutzen, weil man hip sein möchte. Man will sicher auch die traditionellen Medien in gewissem Maße umgehen, weil man sie für zu kritisch hält. Das funktioniert bloß nicht.

Weil Deutschland eben nicht mit den USA vergleichbar ist?
Ganz einfach: Weil die Akteure es nicht können. Diese Wege zur direkten Kommunikation zwischen Politik und Volk werden meines Erachtens überschätzt. Da läuft uns Medien niemand davon, und niemand ersetzt uns.

So ist es, wenn wir über die Bundesregierung sprechen. Aber trifft es auch im Zusammenhang auf die AfD zu? Die sperrt konsequent Journalisten von ihren Parteitagen aus und erreicht ihrer Wählerschaft im Netz mit großem Erfolg.
Anders als die Bundesregierung kommt die AfD aus der Internet-Kommunikation und ist mit ihr gewachsen. Die Hass- und Wutwelle im Netz hat die AfD überhaupt erst groß gemacht. Ohne das Internet könnte die AfD gar nicht leben, weil sie kaum Zugang zu den traditionellen Medien hat. Was die AfD angeht, bin ich aber vergleichsweise entspannt. Ich glaube, sie hat ihre Zeit bald hinter sich, wie die Rechtspopulisten in Europa im Allgemeinen. Diese Trumpisten jubeln fleißig einem irrwitzig agierenden US-Präsidenten zu und sind dabei zu dumm zu erkennen, dass sich drei Viertel der Menschen vor ihm fürchten. Wer glaubt, er könne mit Trump Erfolge in der europäischen Politik feiern, liegt einfach verdammt schief. Trump ist Abschreckung.

Das klingt nach einer steilen These, für die Sie ja bekannt sind.
Das ist meine Überzeugung. Ich sage ja nicht, dass die AfD es bei den Bundestagswahlen nicht ins Parlament schaffen wird. Das glaube ich schon.

Sie beklagen oft, dass Medien zunehmend objektive Berichterstattung und Meinung miteinander vermengen. Ist das ein reines Web-Problem?
Das beschränkt sich nicht nur aufs Internet. Magazine haben schon immer ohne Trennung zwischen News und Kommentar gearbeitet. Das entspricht ihrem publizistischen Profil, ihrem Gencode. Zeitungen haben früher scharf getrennt, aber auch das hat sich längst geändert, weil wir die pure Nachricht minütlich im Netz konsumieren. Dass nun auch Zeitungen anders arbeiten, kann man ihnen nicht vorwerfen. Sie veröffentlichen Nachrichten zumeist schon als “einordnenden Bericht”, dem dann häufig noch ein Kommentar zur Seite gestellt wird. Entscheidend dabei ist, und erst hier setzt meine Kritik an, dass nicht unterschlagen und manipuliert wird, sondern Wahrhaftigkeit die journalistische Haltung bleibt.  

Was bedeutet diese Entwicklung in den Tageszeitungen für die Magazine?
Die müssen eigene Wege finden, um interessant zu bleiben. Der stern beispielsweise versteht sich als Reporter-Magazin und versucht die großen Themen der Zeit auf diese Weise zu erzählen, mit einer individuellen Handschrift. Die klassischen Nachrichtenmagazine wie Spiegel oder Focus haben ein größeres Problem, weil sie stärker auf exklusive Informationen angewiesen sind. Wenn sie die nicht mehr liefern, erkennen die Leser keinen Nutzen mehr. Tageszeitungen arbeiten sehr viel schneller, aber nicht weniger gründlich und haben zudem den Vorteil, dass ihre Texte meist eine Handschrift haben und eben nicht von drei, vier oder mehr Redakteuren zusammengetragen worden sind. Durch starke Rechercheverbünde wie sie die Süddeutsche mit dem WDR und dem NDR gegründet hat, werden Tageszeitungen für die Magazine noch gefährlicher.

Nur weil sich der stern Reporter-Magazin nennt, heißt das aber nicht, dass er sich nicht denselben Problemen ausgesetzt sieht.
Auch wenn der stern kein klassisches Nachrichtenmagazin ist, muss er zusehen, dass er an exklusive, investigative Geschichten kommt. Ich will ihn da nicht aus dem Feuer nehmen. Der stern versucht aber, sich aus dem engen Nachrichtengeschäft heraus zu halten, was der Spiegel aufgrund seines Markenkerns nicht kann.

Gruner + Jahr hat in den vergangenen Jahren Kosten gesenkt, auch über Personalabbau. Hat das dem stern geschadet?
Der Journalismus ist nicht beschädigt. Aber luxuriöse Verhältnisse gibt es nicht mehr. Die Zeit für monatelange Recherchen ist vorbei, Ausnahmen gibt es nur noch bei außergewöhnlichen Themen. Ob ein Ressort aus 15 Reportern besteht oder aus zwölf, ist irrelevant. Sie müssen die richtigen Leute haben, um ein gutes Magazin auf die Beine zu stellen. Sicher ist Stellenabbau aber immer auch eine Gratwanderung, denn irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Quantität in Qualität umschlägt.

Ist es heute noch einfach, gute Journalisten zu finden?
Wirklich gute Journalisten waren nie einfach zu finden. Insofern bedauere ich, dass der Nachwuchs heute quer durch die Branche auch noch sehr viel schlechter bezahlt wird als früher. Die Arbeitsbedingungen sind häufig deprimierend. Das beschränkt sich im übrigen nicht nur auf den Journalismus, sondern gilt für weite Teile der Wirtschaft. Die Jungen sind eine betrogene Generation. Ihr werden die Bedingungen diktiert, die sie dann zu schlucken hat. Es gibt reichlich Journalisten, die netto so wenig herausbekommen wie eine Kassiererin im Supermarkt. Das darf nicht sein. Ich bin wirklich verwundert darüber, dass sich noch keine Bewegung der Gegenwehr formiert hat, um diese Entwicklung aufzuhalten. Unter diesen Bedingungen war es eine großartige Leistung von Julia Jäkel, dass sie den Online-Journalisten des stern noch das Presseversorgungswerk mit Beteiligung des Verlags geöffnet hat. Solitär. An Nachwuchstalenten mangelt es meiner Ansicht nach nicht. Es gibt immer noch viele neugierige und gebildete junge Menschen. Manchmal sind die nicht so perfekt gebildeten sogar die besseren Journalisten, weil sie neugieriger sind, lebendiger, kreativer. Und weniger akademisch verbaut.

Sie kritisieren die teils prekären Arbeitsverhältnisse, haben sich im vergangenen Jahr aber noch für eine Lockerung des Kartellrechts ausgesprochen, damit Medien leichter fusionieren können. Fusionen bedeuten in der Regel Stellenabbau, Outsourcing und nicht unbedingt höhere Gehälter. Wie passt das zusammen?
Bei dieser Aussage habe ich weniger an die Gehälter der Journalisten gedacht als viel mehr an die Rettung von Zeitungen. Es steht ja außer Frage, dass Medienhäuser unter finanziellem Druck stehen und sich mitunter die Existenzfrage stellt. In diesen Fällen muss ihnen der Zusammenschluss erleichtert werden. Aus finanzieller Not aber massiv an der Bezahlung der Journalisten zu sparen, ist genau der falsche Weg. Das beschleunigt den Niedergang durch Demotivation und Qualitätsverlust.

Woran krankt der Journalismus von heute?
Eine der großen Krankheiten unseres Berufs ist der Konformismus. Ich nenne es Rudeljournalismus. Die ideologischen Gräben, die es mal gab, sind durch den Fall der Mauer zugeschüttet worden. Das ist gut so. Aber es ist problematisch, dass es weniger Meinungsvielfalt gibt, dass viele Journalisten gleichgerichtet schreiben und kommentieren, die identische Perspektive einnehmen. Ich vermisse unterschiedliche Farben in den Medien. Wenn ich beobachte, was in den vergangenen Tagen mit dem FAS-Kollegen Michael Martens passiert ist, bin ich erschrocken. Der hat im Fall des inhaftierten Welt-Journalisten Deniz Yücel eine notwendige Diskussion eröffnet, berechtigte Fragen gestellt und seine Meinung freimütig aufgeschrieben. Die teile ich übrigens. Es muss darüber diskutiert werden, ob es wirklich klug ist, Journalisten mit türkischem Pass in die Türkei zu schicken, damit sie über diese Semi-Diktatur berichten. Damit setzt man sie einer erheblichen Gefahr aus. Das muss jedem Chefredakteur klar sein. Wenn Martens das bemängelt, sollte es wenigstens debattiert werden. Stattdessen aber ist das Rudel über ihn hergefallen.

Über ihn hergefallen sind zahlreiche Journalisten und Kritiker, weil sie es eben nicht gut aufgeschrieben fanden. Zudem gab es den Vorwurf, während Yücel in Haft sitzt, darf nicht über die Verantwortung diskutiert werden.
Das ist doch Unsinn. Natürlich darf man in dieser Situation Fragen stellen und kritisieren. Man muss es auch! Da wird dann geschrien, dass man Yücel mit der Diskussion in den Rücken fällt. Das sehe ich überhaupt nicht, wo fällt man ihm denn in den Rücken? Wenn der türkische Pass der Umstand war, der Yücel in besonderer Weise gefährdet hat, dann muss man das auch jetzt diskutieren, damit nicht noch mehr Kollegen in diese Situation geraten. Wir sehen an diesem Beispiel, wie störend es unter Journalisten mittlerweile empfunden wird, wenn jemand eine streitbare Position einnimmt. Das müssen wir doch ertragen können! Ich kann jungen Journalisten nur empfehlen, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen, damit wir endlich wieder eine streitfreudige Diskussionskultur entwickeln. Kommt man beim Chef nicht weiter, muss man sich überlegen, ob man beim richtigen Medium arbeitet. Ich habe auch oft genug den Job gewechselt. Und es gibt mich immer noch.

Früher hat man sich vielleicht eher getraut, für seine Meinung zu streiten und zu gehen, wenn es nicht passt, weil Journalisten gebraucht worden sind. Heute ist die Nachfrage nach Jobs größer als das Angebot.
Deshalb appelliere ich an die Platzhirsche, abweichende Meinungen zuzulassen, ja sie zu fördern. Konformismus und Opportunismus wachsen nicht von unten, sie werden von oben eingepflanzt. Es sind Redaktionsleitungen, die diese Verbiegungen verantworten.

„Ich bin tendenziell zu leichtfertig mit Prognosen“

Sie waren in Ihrer Jugend extremer Linker, sind heute auch noch auf dieser Seite des Parteienspektrums einzusortieren. Haben Sie sich über die Jahre entpolitisiert?
Auf welcher politischen Seite ich stehe, hängt immer von der Perspektive des Betrachters ab. Für die Linken bin ich rechts, für die Rechten bin ich links. Ich selbst sortiere mich längst nicht mehr gesäßgeografisch ein, sondern bilde mir meine Meinung je nach Thema und Umständen. Biografisch, das stimmt, komme ich aus der extremen Linken, ich war Sponti in Frankfurt. Bildlich gesprochen habe ich aus Protest gegen den Vietnam-Krieg die Scheiben beim amerikanischen Generalkonsulat eingeworfen und ein paar Stunden später den Schlussbericht der New Yorker Börse geschrieben, weil ich bei vwd volontiert und dann gearbeitet habe. Dieser Spagat hat mich vor Schlimmerem, vor schweren Irrtümern bewahrt. Ich bin früh waschechten Kapitalisten begegnet und habe gelernt, dass auch sie ganz nette Menschen sind. In mir sind reihenweise Vorurteile zusammengebrochen.

Wie hat eine so starke Politisierung in Verbindung mit Journalismus funktioniert?
Meine spätere Arbeit bei Reuters hat mich geprägt. Bei der britischen Nachrichtenagentur hat man nicht nur Schnelligkeit und Präzision gelernt, sondern auch Unbestechlichkeit. Nicht parteiisch oder sogar parteilich zu berichten, war eiserne Grundhaltung. Bei Reuters war immer verboten, „Beobachter“ einzuführen, um die eigene Meinung zu tarnen. Das prägt meine Grundhaltung bis heute und führt in meiner Kommentierung dazu, dass ich von Thema zu Thema und von Fall zu Fall neu entscheide, was ich für richtig halte. Insofern finde ich es gelungen, dass mich niemand seinem eigenen Lager zuordnen will.

Von Ihnen ist nicht immer nur eine Meinung zu erwarten, sondern Sie halten auch mit Prognosen nicht hinterm Berg. Zum Glück sind Sie kein Wahrsager geworden, weil viele Leute ihr Geld zurückverlangen würden – denn Sie liegen nicht immer richtig. Was verleitet Sie dazu, immer wieder den Blick in die Glaskugel zu werfen?
Ich bin tatsächlich schnell dabei, wenn es um den Blick in die Zukunft geht. Ich hätte beispielsweise bis vor ein paar Wochen Stein und Bein geschworen, dass Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat antritt, weil er den Parteivorsitz nicht verlieren möchte. In meinem Leben sind mehrfach solche Fälle vorgekommen. Ich habe rasante Brüche unterschätzt, die alles auf den Kopf stellen. Ich bin tendenziell zu leichtfertig mit Prognosen. Die Beispiele, in denen ich Recht behalten habe, sind gottlob in der Überzahl, und zwar deutlich. So habe ich als erster geschrieben, dass Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit als Bundespräsident verzichten wird. Und auch dieses Interview möchte ich mit einer Prognose abschließen: Die neue Rechte in Europa wird ein Jahr der Niederlagen erleben. Falls ich mir irren sollte, falls  Marine Le Pen Frankreich regieren sollte und Geert Wilders Holland, falls außerdem die AfD mit 20 Prozent in den Bundestag einziehen sollte, dann höre ich auf zu schreiben. Denn dann kann und will ich mir selbst nicht mehr vertrauen.

Wenn Sie nicht mehr schreiben werden, was machen Sie dann?
Dann boxe ich dreimal die Woche und fahre freitags Trabrennen in Karlshorst.

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Alle Kommentare

  1. Wenn man Die Linke und AfD zusammenrechnet kommt man auf wie viele Protestwähler ? 30% ? Wer auf dem Eisberg steht, realisiert die unsichtbaren 80% unter Wasser nicht.
    Rügenwalder hat fleischfrei und von Werther’s die Bonbons gibts evtl. auch schon zuckerfrei. 30% sind also sehr Marktrelevant obwohl zuckerfrei bzw. vegan(oder war es vegetarisch?) wohl unter 15% sein dürften. Schallplatten sind nur 6% vom Markt (Umsatz?) und auch relevant weil profitabel.

    Seit den 70ern geht es uns nicht besser und die Presse akzeptiert es…

    Bei Protestwahl oder Fußballtrainern welche 5 mal nacheinander verloren haben geht es nicht darum, jemand Bestimmten an die Macht zu bringen, sondern das Establishment bzw. den Trainer zu entlassen. Die Mauer fiel ja nicht, damit Helmut Kohl Schwarz-Gelb dort an die Macht kommt sondern weil die DDR-Bürger unzufrieden waren.

    Siehe Wikipedia zur Schill-Partei und deren Wahlerfolg (also Regierungs-Beteiligung) in Hamburg und das vermutlich durch enttäuschte Hamburger CDU-Stammwähler! In der nächsten Rezession gehen der Arabische Frühling, Orangene Revolution,Gegenrevolution,Gegengegenrevolution, Brexit und Trump in den Erdöl-Staaten und weltweit und auch hier weiter.

    Wurde die AfD eigentlich erst nach der 4.x%-Bundestagswahl als Flüchtlings-Gegner von Establishment-V-Leuten quasi de-railed um nicht koalierbar zu sein oder erst dann von Rechten übernommen und war bis dahin vielleicht sogar als Europa-Kritiker-Partei Koalitions-Fähig ? Die alten Parteiprogramme kann jeder nachlesen.

    Wie wohl wird rot-rot-grün in Berlin 3 Wochen vor der Bundeswahl zum Scheitern gebracht damit rot und rot und grün weniger Prozente kriegen ? Streit anzetteln oder Rücktrittsgründe als Akten der Presse geben mitten in den Sommerferien wo sonst nur Kalli-Kaiman, Schnappi, Elsa-die-Kuh die Themen sind und kaum wer wachsam ist ?
    Streit anzetteln geht auch bei AfD und die Grünen haben 10(?) Jahre verloren wegen Realos-vs-Fundis.

    Er soll mal eine Liste seiner Fehler machen: Waldsterben jahrelang diskutiert, Klimawandel übersehen, jede Generation hat ihre Ersparnisse verloren: Neuer Markt, Nullzins-Lebensversicherungen, Ost-Immobilien, Schrott-Immobilien, Armuts-Renten und große Pensionen…
    Die letzte Krise hat Banken und Autofirmen also das Herz der Wirtschaft erwischt. In drei Jahren sind dank Tesla-3 hier Millionen Jobs dauerhaft weg und alles gehört den Chinesen. Wer wird dann wohl hier regieren ?

    Und wenn Redaktionen überall kleiner werden sollte man die Ausbildung endlich stoppen bis die Lebens-Einnahmen wieder stimmen. Wer Angst vor Arbeitslosigkeit hat, schreibt recht vorhersehbar linientreu (links, rechts, neu-rechts, neo-liberal,…) – oder wird entlassen.

  2. Bezüglich der AfD wird sich Herr Jörges genau wie viele andere noch schwer wundern. Die ‚leise Mehrheit wird ihren Beitrag dazu leisten.

  3. Jörges-„Zwischenruf“ im Stern (2013):

    „Merkels letzte drei Jahre:
    Die Kanzlerin möchte 2016 aufhören. Und sich dann einen Lebenstraum erfüllen. Glauben Sie keinem Dementi ! (fett).
    Sie möchte mit ihrem Mann den Pan-American-Highway hinabfahren…rund 48 000 Kilometer lang…
    Von Hans-Ulrich Jörges…“

    Das war mutig!

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