Apple-Gerüchte: Das iPhone 8 mit OLED-Display könnte sich verzögern

Muss mit dem iPhone 8 liefern: Apple-Chef Tim Cook
Muss mit dem iPhone 8 liefern: Apple-Chef Tim Cook

Es wäre eine Hiobsbotschaft nach Wochen der Vorfreude: Möglicherweise müssen Apple-Fans auf das Jubiläums-iPhone länger warten als bisher gewohnt. Wie der gewöhnlich gut unterrichtete KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo mit Verweis auf die Zuliefererkette berichtet, dürfte Apple die Produktion des iPhone 8 mit OLED-Display erst im September starten. Das wiederum würde bedeuten, dass das neue, generalüberholte iPhone kaum – wie in den vergangenen fünf Jahren gewohnt – im September auf den Markt kommen dürfte.

Anzeige

Die Apple-Rally läuft auf Hochtouren. Seitdem Apple vor fünf Wochen seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt hat, kennen die Anteilsscheine kein Halten mehr.  Auch am Freitag markierte die Aktie auf Basis des Schlusskurses von 139,72 erneut ein neues Rekordhoch.

Nunmehr bereits 15  Prozent hat die Apple-Aktie seit der jüngsten Quartalsbilanz zugelegt, dabei fast 100 Milliarden Dollar an Börsenwert hinzugewonnen und bringt es nun bereits auf eine Marktkapitalisierung von 733 Milliarden Dollar.

Ming-Chi Kuo: iPhone 8-Produktion startet erst im September

Treiber ist seit Wochen der nächste iPhone-Zyklus, auf den sich Analysten mit immer optimistischeren Schätzungen und neuen Mutmaßungen über die Spezifikationen einstimmen. Das neuste Gerücht dürfte Fans des Kultkonzerns aus Cupertino allerdings kaum gefallen: Ausgerechnet der wohl treffsicherste Apple-Analyst prophezeit eine spätere Produktion des Highend-Modells.

Wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities in einer Research-Note an Kunden bereits Ende Februar mitteilte, dürfte die Produktion des Highened-Modells mit OLED-Dispay erst im September beginnen. Das bestätigte nun auch die taiwanische Wirtschaftszeitung DigiTimes am Wochenende.

iPhone 8: Späterer Start ins Weihnachtsgeschäft?

Weil die einzelnen neuen Komponenten – wie ein neuer Finger-ID-Sensor – erst später zur Verfügung stünden, würde sich die Produktion des generalüberholten Jubiläums-iPhones „wahrscheinlich“ um einige Monate hinauszögern. Ein Produktionsstart im September hätte zur Folge, dass das iPhone entsprechend verzögert in den Handel kommen dürfte – und Apple mit seinem sehnlichst erwarteten nächsten Kassenschlager möglicherweise verspätet ins Weihnachtsgeschäft startet.

Die Produktion der 4,7 und 5,5 Zoll-Versionen, die nur minimal überholt werden dürften und im Design des iPhone 7 auf den Markt kommen dürften, soll dagegen bereits im Juli anlaufen, berichtetet die DigiTimes.

Mit seinem neuen iPhone hat sich Apple zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones nach drei Jahren optisch identischer Modelle viel vorgenommen. So gilt inzwischen als gesichert, dass Apple das iPhone 8 mit einem biegsamen OLED-Display ausstatten will. KGI Securities-Analyst  Kuo rechnet damit, dass das künftige Flaggschiff-Modell mit einer Display-Größe von 5,1 oder 5,2 Zoll zwischen den bisher gängigen Größen von 4,7 (iPhone 7) und 5,5 Zoll (iPhone 7 Plus) liegen soll.

Fast Company: Knöpfe werden drucksensitiv ins Chassis eingearbeitet

Wie das amerikanische Wirtschaftsmagazin Fast Company mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, könnte Apple im Redesign auch in der Bedienbarkeit nachbessern und künftig auf die im Chassis herausstehenden Knöpfe zur Lautstärkeregelung und zum Stumm- bzw.  An-/Ausschalten verzichten.

Stattdessen könnten die Befehlstasten als drucksensitive Berühungspunkte in den Rahmen eingearbeitet werden und der Home-Button ebenso ganz unter dem Display verschwinden. Apple würde damit zum zehnjährigen Jubiläum des iPhones ein ikonisch neues Design kreieren: den monolithischen Look aus einem Guss.

Kommt das iPhone 8 mit 3D-Selfie-Kamera?

Zuletzt hatte Goldman Sachs-Analystin Simone Jankowski auf ein neues innovatives Feature hingewiesen, über das bislang eher verhalten spekuliert wurde: Nach Indikationen aus der Zuliefererkette will Jankowski nämlich erfahren haben, dass der Einsatz eines 3D-Sensors im iPhone 8 „deutlich wahrscheinlicher“ geworden wäre.

Untermauert wird die These nun von KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo. Wie Kuo im Februar in einer Erklärung mitteilte, die dem Blog 9to5Mac vorliegt, könnte der 3D-Sensor beim iPhone 8 Teil einer komplexen, „revolutionären“  Frontkamera mit Infrarot-Modul  sein, die Bilder und Videos in 3D erlebbar macht.

Gleichzeitig könnten iPhone 8-Nutzer auch Selfies in 3D schießen, die in Augmented Reality-Spielen zum Einsatz kommen könnten. Avatare könnten so mit dem Gesicht des Nutzers ausgestattet werden.

Wette auf Augmented Reality

Vor vier Wochen hatte der Analyst Timothy Arcuri von der Investmentbank Cohen erstmals auf den Einsatz von Augmented Reality-Elementen beim Jubiläums-iPhone hingewiesen. So erklärte Arcuri, dass das iPhone 8 mit einem Lasersensor für Gesichts- und Gestenerkennung ausgeliefert werde, der mutmaßlich vom 2013 übernommenen Start-up Primesense geliefert werden dürfte.

Der Lasersensor könnte dann die Brücke zu Apples Augmented Reality-Ambitionen schlagen, die Tim Cook in der Vergangenheit immer wieder angedeutet hatte. „Es gibt Virtual Reality und Augmented Reality – beide sind extrem interessant, aber Augmented Reality dürfte weitaus wichtiger werden“, hatte Apples Konzernchef im vergangenen September im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC erklärt.

„Augmented Reality gibt uns die Möglichkeit, real nebeneinander zu sitzen und noch etwas anderes zu sehen. Vielleicht ist das etwas, worüber wir gerade sprechen, vielleicht ist es aber auch jemand anderes, der gerade nicht hier ist“, erklärte Cook.

Tech-Blogger Robert Scoble rechnet noch in diesem Jahr mit AR-Brille von Apple

Eine buchstäblich nächste Dimension könnten Anwender  mit einer speziellen Augmented Reality-Brille erreichen, an der Apple bereits entwickeln soll, wie Bloomberg schon vergangenen November berichtete.

Tech-Blogger Robert Scoble hatte vor einem Monat auf der Verbraucherelektronikmesse CES berichtet, dass der Kultkonzern aus Cupertino mit Optik-Pionier Carl Zeiss bei der Entwicklung einer AR-Brille zusammenarbeiten soll und noch in diesem Jahr ein erstes Modell präsentieren wolle – mutmaßlich zum iPhone 8-Launch. Wenn er denn im September stattfindet…

Anzeige
Anzeige
Anzeige