8K, HDR, QLED oder Curved: Auf welchen TV-Trend Sie setzen sollten (und welchen Sie vergessen können)

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Viele Pixel zu haben reicht für einen Premium-Fernseher schon längst nicht mehr. Die Hersteller lassen sich stattdessen Einiges mehr einfallen, um die Käufer für ihre neusten TV-Geräte zu begeistern: von einer scharfen 8K-Auflösung bis hin zu HDR oder QLED. Wir verraten Ihnen, auf welchen Trend Sie setzen sollten - und welchen Sie getrost überspringen können.

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Ultrascharf, riesengroß und am besten noch gekrümmt: So sieht der Fernseher von heute aus. Weil die Hersteller immer weniger Geräte an den Kunden bringen können, sind sie durchaus kreativ geworden. Doch nicht alles was neu ist, hat auch einen Nutzen. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an den 3D-Trend vor einigen Jahren? Der Hype war groß, aber nur von kurzer Dauer. Zum einen ist die Auswahl an 3D-Inhalten nach wie vor schlecht, zudem benötigen Kunden spezielle Abspielgeräte. So kommt es, dass viele Kunden zwar einen 3D-Fernseher haben, aber keinen Blu-ray-Player, der die Inhalte abspielen könnte. Wie schon zum 3D-Hype stellt sich nun die Frage, welche aktuellen Trends nachhaltig und sinnvoll sind.

„4K“: für alle wird es scharf

Lange war Full-HD (1080p) das Maß der Dinge. Doch seit ein paar Jahren gibt es eine viermal bessere Auflösung für die Fernseher. 4K, auch als Ultra-HD bekannt, ist der aktuelle Bildstandard, auf den Sie setzen sollten. Er heißt so, weil 4K knapp 4000 Bildpunkte (genau 3840) in der Breite hat. Bilder können damit auf dem Fernseher noch detailreicher dargestellt werden.

Immer wieder hört man auch von 8K, das 16-mal soviele Pixel wie Full HD hat. Doch wirklich marktreif ist diese Technik frühestens zum Start der Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2020. Und auch dann lohnt sich 8K nur bei Bildschirmen jenseits der Diagonale von zwei Metern – das wird eng im Normalo-Wohnzimmer.

Curved-TV: braucht man das?

Auf jeder großen Technik-Messe sind sie bereits zu sehen: Curved-TVs. Ihr Markenzeichen ist der gekrümmte Bildschirm. Dieser soll den Betrachter noch stärker in das Bild „hineinziehen“, versprechen die Hersteller. Doch die Krümmung im Bildschirm hat einen großen Nachteil: Sitzt man nicht mittig, ist der ganze Zauber dahin. Dann nämlich verzerrt der Bildschirminhalt. Zudem stören Reflexionen das Seherlebnis. Der konkrete Nutzen für den Kunden ist bei Curved-TV also mehr als fraglich. Ein Trend, den Sie getrost überspringen können.

Was ist HDR?

Wenn alle Fernseher auf Ultra HD setzen, brauchen die Hersteller eine weitere Neuheit, um ihre Fernseher zu vermarkten. Große Hoffnung macht der Bildstandard HDR. Die Abkürzung steht für „High Dynamic Range“, also großer dynamischer Umfang. Fernseher mit diesem Merkmal haben einen überdurchschnittlichen Helligkeitsunterschied, also ein besonders tiefes Schwarz und ein strahlendes Weiß. Auch ihr Farbspektrum ist breiter. Besonders helle oder dunkle Bereiche in Filmen sind für den Betrachter dadurch besser zu erkennen. 4K-Fernseher, die diesen HDR-Bildstandard unterstützen, sind unter anderem am „Ultra HD Premium“ Siegel zu erkennen.

OLED oder QLED – wo ist der Unterschied?

Und was hat es mit OLED auf sich? Dabei handelt es sich um eine Displaytechnik, die in Konkurrenz zu den bisherigen LCD-Bildschirmen steht. Der größte Unterschied: Statt alle Bildschirmpixel gleichmäßig von hinten zu beleuchten, leuchten beim OLED die Pixel von sich aus – oder eben nicht, um etwa ein tiefes Schwarz anzeigen zu lassen. Dadurch können die Fernseher wesentlich dünner gebaut werden. Weitere Vorteile: Die Farben sind satter und feinste Nuancierungen in dunklen Bildteilen möglich.

Das Problem dabei ist, dass die meisten OLED-Fernseher (noch) nicht die Helligkeit von LCD-Bildschirmen erreichen. Auch sind sie oft sehr teuer. Deshalb ist momentan noch unklar, welche Technik das Rennen gewinnen wird.

Eine Zwischenlösung bietet Samsung mit seiner QLED-Variante. Sie ist eng verwandt mit den LCD-Bildschirmen, setzt also ebenso auf eine Beleuchtung aus dem Hintergrund. Jedoch arbeiten QLED-Displays mit sogenannten Quantum-Dots. Das sind Nano-Kristalle aus Halbleiter-Materialen. Sie sammeln das Licht auf und geben es schließlich in einer anderen Farbe ab. Durch die Quantum-Dots liefern solche Displays einen besseren Kontrast und ein tieferes Schwarz als LCDs. Gleichzeitig sind sie aber auch heller als OLEDs. Sollte die Produktion der noch recht neuen QLED-Displays nicht zu teuer sein, könnte sich diese Technik letztlich durchsetzen.

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