Anzeige

#WirGegenHomophobie: Wie sich das Netz gegen die schwulenfeindlichen Aussagen des YouTubers Mert Eksi stellt

YouTube-Statement-itsMertTV-anni23004-Chickentalk178-LeFloid-AlexBookShit.jpg

Video gesperrt, aus dem Netzwerk geworfen und von YouTube-Kollegen abgelehnt: Der deutsche YouTuber Mert Eksi hat mit homophoben Sprüchen provoziert und muss nun dafür die Quittung tragen. Im Netz ist ein Shitstorm gegen ihn entbrannt. Auch seinen Vermarkter ist Eksi los. Doch das hält ihn nicht davon ab, weiter gegen seine Kritiker auszuteilen – und freut sich über die gestiegene Aufmerksamkeit.

Anzeige
Anzeige

„Ich toleriere Schwule einfach nicht“, „Ich bin gegen Schwule (…) sowas ist unmenschlich“ – solche homophoben Aussagen hat der umstrittene Videoblogger und Musiker Mert in seinem YouTube-Video „Statement“ in die Kamera geschimpft. Das Video ist inzwischen in Deutschland gesperrt. Doch die Kritik daran wird dadurch nicht kleiner. Allen voran hat sich sein Vermarkter Divimove von ihm getrennt. „Das gestrige Video mit dem Titel ‚Statement‘ gehört ohne Zweifel zu der Art von Inhalten, denen wir nicht weiter eine Plattform bieten möchten und von denen wir uns klar distanzieren“, so das Unternehmen auf Facebook.

Doch wie kam es dazu? Grund für das Statement war die Kritik an einem gemeinsamen Video mit YouTuber-Kollegin und derzeitiger DSDS-Jurorin Shirin David. Da Mert schon des Öfteren mit unterirdischen Äußerungen aufgefallen ist, waren viele David-Fans empört über die Zusammenarbeit. Der YouTuber, der rund 700.000 Abonnenten hat, meinte sich darauf hin in einem Video rechtfertigen zu müssen – machte die ganze Sache aber nur noch schlimmer.

In seinem ersten Statement-Video outete er sich offen als schwulenfeindlich. Kritik gab es vor allem aus der Community. So twitterte YouTube-Sternchen iBlali (1,2 Mio. Twitter-Follower und 2,4 Mio. YouTube-Abos) „Nichts für Homosexualität haben ist EINE Sache, aber DAS ist NUR diskriminierend & beleidigend.“. Und Hand of Blood (200.000 Twitter-Follower und 825.000 YouTube-Abos) drohte: „Mert ist für mich der Inbegriff von Frust. Wenn der mal nach Spandau kommt steck ich ihm meine Zunge in seinen homophoben Hals für etwas ❤️“. Beide Reaktionen sammelten Tausende Likes und Retweets ein.

Aufgrund der zahlreichen Meldungen wurde das Video inzwischen von Merts YouTube-Kanal entfernt. Das Alarmierende: Kurz bevor es gelöscht wurde, verzeichneten die homophoben Äußerungen 94.000 Likes und nur 20.000 Dislikes – trotz aller Aufrufe, das Video negativ zu bewerten.

„Ich weiß echt nicht, warum“

Der Kritisierte wehrte sich nun in einem zweiten Statement-Video. Darin beschwert sich der Videoblogger über die Löschung seines Videos. „Ich weiß echt nicht, warum.“ Zudem moniert Eksi, dass sich die Community ausgerechnet jetzt kritisch zu ihm äußert und ihm Homophobie vorwirft. „Wer meinen Kanal kennt, der weiß das“. Gleichzeitig freut sich der YouTuber über so viel Aufmerksamkeit: „Das macht so Spaß, wenn du weißt, dass jeder dir zuguckt“. Reue oder Einsicht zeigt Eksi aber nicht. Das Video war laut YouTube Trends am Mittwoch das meistgesehene in Deutschland (siehe MEEDIA #trending).

Doch auch hier ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Unter den Hashtags #WirGegenHomophobie und #LoveisLove positionieren sich etliche Twitter-Nutzer und YouTuber gegen Schwulenfeindlichkeit, darunter auch Shirin David.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige