Vom MEEDIA-Praktikanten zum Buchautor: 15-Jähriger erklärt Eltern die Handy-Nutzung der Teenager

Der 15-jährige Robert Campe besucht in Hamburg-Eppendorf ein Gymnasium
Der 15-jährige Robert Campe besucht in Hamburg-Eppendorf ein Gymnasium

Am Anfang stand ein MEEDIA-Artikel. In „Facebook ist für mich gestorben“, schrieb der damals 14-Jährige Redaktionspraktikant Robert Campe auf, warum er das US-Netzwerk nicht mehr nutze und auf welche Angebote er stattdessen stehe. Der Text war erst ein Klick-Erfolg. Dann meldete sich ein Verlag und fast genau ein Jahr später liegt nun sein erstes Buch im Handel: „What’s App, Mama?“. Eine steile Karriere: vom MEEDIA-Praktikanten zum Buchautoren.

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„Hallo, mein Name ist Robert Campe, ich bin 14 Jahre alt und Facebook ist für mich gestorben. Auf meinem Smartphone nutze ich bevorzugt die Apps Instagram, Snapchat, WhatsApp, YouTube, Spotify, PHHHOTO und Giza, einen Twitter-Client. Facebook habe ich nicht installiert. Auf Facebook bin ich vielleicht einmal pro Woche via Computer, wobei ich auch schon mal mehrere Wochen ausgeloggt geblieben bin.“ Mit diesem Worten begann der MEEDIA-Artikel, mit dem der Hamburger Schüler seine ganz persönliche Erfolgsgeschichte startet.

Der am 9. Februar 2016 erschienene Artikel unseres Praktikanten war ein Klick-Hit und erreichte bei MEEDIA mehr 100.000 Seitenbesuche. Und es gab etliche Anfragen zu dem ungewöhnlichen Ratgeber aus der Mitte einer Zielgruppe, deren Bedürfnisse die Medienmacher im Digitalzeitalter sehnlichst zu verstehen versuchen – u.a. auch, um das Überleben ihrer Branche zu sichern. Robert Campe erklärte schnörkellos und unsentimental, wie seine Generation „tickt“. Für viele eine wertvolle Lektüre. Dass daraus ein Jahr später ein Buch werden würde, ahnte damals niemand. Auffällig war nur: Der damals 14-Jährige Gymnasiast war ein Ausnahme-Praktikant, ein Kurzzeit-Mitarbeiter, wie man sie in Unternehmen nur selten antrifft und noch viel seltener in diesem Alter.

Morgen am 2. März ercheint „What’s Ap, Mama?“, und die Bild machte gleich mal eine große kostenpflichtige Plus-Story aus der Geschichte des 15-Jährigen: „Darum hängen wir Teenies ständig am Smartphone“, erklärt Campe der Zeitung und verrät zudem, was „eigentlich dieses Snapchat ist. Und warum man von Ballerspielen nicht zum Psychopathen wird.“

Mit seinem Buch will der Gymnasiast einen Blick in die Online-Welt eines ganz normalen Teenagers gewähren und zeigen, dass dem Urteilsvermögen eines 15-Jährigen durchaus zu trauen sei. Sein Ziel war es, allen besorgten Eltern etwas die Angst vor der ständigen Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu nehmen. Damit könnte er allen andere deutschen Teenies noch einen großen Gefallen erwiesen haben, die sich ansonsten bislang immer anhören mussten, dass sie nur noch auf Displays starren würde.

Als Robert Campe Mitte Februar 2016 seinen MEEDIA-Artikel veröffentlichte, hätte auch er sich nicht im Traum vorstellen können, dass daraus jemals ein Buch werden würden. „Ich dachte, für den Praktikumsbericht wäre das ganz cool“, erzählt er MEEDIA. „Aber mehr auch nicht.“

Doch zwei Tage später meldet sich bereits Eden Book, und an Ostern saß er erstmals mit seiner Lektorin zusammen, mit der er das Buch letztendlich auch schrieb. In bester Online-Highspeed-Tradition war bereits im Oktober ein erstes Manuskript fertig, und jetzt liegt es im Handel. Und ist zugleich ein Musterbeispiel für eine digitale Medien-Erfolgsgeschichte.

Der Erfolg dürfte dem 15-Jährigen fast schon sicher sein. Denn er bekommt die nötige TV-Unterstützung. „RTL aktuell war schon da“, erzählt er. „Nächste Woche fahre ich noch zum RBB und zum Sat.1 Frühstücksfernsehen“. Zum Glück sind in Hamburg Ferien. Denn die Schule will der Gymnasiast nicht schleifen lassen. Denn noch wisse er noch nicht, was er später machen will. Es muss nicht zwingend Journalist oder Buchautor sein – ist aber auch nicht ausgeschlossen.

 

Mehr über das Buch finden Sie hier.

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Alle Kommentare

  1. Inhaltlich spannend, stilistisch flott, schade nur, daß keiner die drei Rechtschreibfehler beseitigt hat.

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