Snap platziert Aktien zu 17 Dollar – Börsenwert beträgt 24 Milliarden Dollar

Hat seit dem Börsengang nicht mehr soviel zu lachen:  Evan Spiegel, CEO von Snapchat
Hat seit dem Börsengang nicht mehr soviel zu lachen: Evan Spiegel, CEO von Snapchat

Der Preis ist heiß: Zu 17 Dollar werden Snap-Aktien zeichnungswilligen Investoren zum Börsenstart zugeteilt. Damit hat die Snapchat-Mutter ihren Ausgabekurs einen Dollar über der angegebenen Bookbuildingspanne, die noch bei 14 bis 16 Dollar gelegen hatte, festgelegt. Snap wird damit aus dem Stand mit knapp 24 Milliarden Dollar bewertet. Dem fünfeinhalb Jahre alten US-Unternehmen fließen durch das IPO Emissionserlöse von 3,4 Milliarden Dollar zu.

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Es ist offiziell: Der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens seit Alibaba 2014 findet am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit statt. Unter dem Tickersymbol SNAP debütiert das gleichnamige, selbsternannte Kamera-Unternehmen zu einem Ausgabekurs von 17 Dollar je Aktie.

Snap Inc. erlöst damit auf einen Schlag 3,4 Milliarden Dollar und startet zu einer Bewertung von knapp 24 Milliarden Dollar. Aus Händlerkreisen war bereits gestern zu hören, dass Snap seine Aktien wegen großer Nachfrage für 17 oder 18 Dollar bei Investoren platzieren wollte und damit einen Börsenwert von bis zu 25 Milliarden Dollar aufrufen könnte – jene Größenordnung, die noch vor Wochen als gesetzt galt.

2016 mehr als halbe Milliarde Dollar Verlust

Konzernchef Evan Spiegel hatte zuvor den zuletzt stärker werdenden Bedenken vor einer zu ambitionierten Bewertung Rechnung getragen, die nach einer Verlangsamung des Nutzerwachstums in den vergangenen zwei Quartalen aufgekommen waren.

Wie aus dem aktualisierten Börsenprospekt Anfang Februar hervorging, konnte die beliebte Stories-App per Ende vergangenen Jahres 161 Millionen täglich aktive Nutzer verbuchen und die Mitgliederzahlen binnen eines Jahres um immerhin 46 Prozent steigern. Allerdings hat Rivale Instagram mit seinem Stories-Klon nach Nutzerzahlen inzwischen damit aufgeschlossen.

Zudem sorgen sich Analysten und Investoren über die explodierenden Kosten. Die Erlöse des beliebten Messenger-App-Anbieters schossen im vergangenen Geschäftsjahr um 590 Prozent auf 405 Millionen Dollar empor und übertrafen damit die letzten Schätzungen. Ebenfalls vergrößert haben sich jedoch die Verluste, die im ungesunden Maße von 373 auf 514 Millionen Dollar angestiegen sind – Snap verbrennt also aktuell mehr Geld als es umsetzt.

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