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Für Cineasten, Indie-aner und Traditionalisten: sechs Online-Videotheken, die Sie (noch) nicht kennen

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Neben den Branchen-Riesen Netflix, Amazon Prime Video und Maxdome führen diese Streaming-Anbieter geradezu ein Schattendasein. Dabei halten kleine Online-Videotheken eine erlesene Auswahl an Film- und Serienstoffen bereit. Ob für Indie-aner, Cineasten oder Traditionalisten. MEEDIA stellt sechs VoD-Portale (Video on Demand) vor, die vielleicht keiner kennt – aber kennen sollte.

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…für Indie-aner

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Wer? Realeyz

Was? Über 1.500 Filme aus dem Arthouse- und Indipendent-Kino. Darunter etwa Noir-Streifen („Ruined Heart“), Queer-Kino („Mondo Manila“), Kurzfilme („A Walk Through The Tenderloin“) und Festival-Lieblinge („Missverstanden“). Realeyz brüstet sich damit, das das Streaming-Angebot „so unabhängig wie die Filme“ ausfällt – dementsprechend findet man im Angebot auch Werke von unabängigen Filmemachern.

Wie funktioniert’s? Gestreamt werden kann auf jedem Gerät, das einen Browser installiert hat: Die Website ist responsiv, passt sich also automatisch jeder Bildschirmgröße an. Und ist damit sowohl auf dem Smartphone und Tablet als auch auf dem Heim-PC oder Laptop nutzbar. Eine App gibt es (noch) nicht.

Wie lange läuft’s? Im Monats- oder Jahresabo.

Was kostet der Spaß? Nach einem kostenlosen Probezugang für 30 Tage schlägt das Monatsabo mit 5,50 Euro/Monat zu Buche. Das Jahresabo kostet 49,50 Euro und ist damit (auf 12 Monate gerechnet) 25% billiger.

 

…für Fair-Trade-Filmliebhaber

Wer? Pantaflix

Was? Pantaflix von Pantaleon – der Produktionsfirma von Matthias Schweighöfer und Geschäftspartner Dan Maag – betrieben. Und fährt sowohl mit Indie-, Noir- als auch große Hollywood-Produktionen aus aller Welt auf. Die Besonderheit: Die Film-Produzenten, die hinter der Auswahl von Pantaflix stehen, bekommen mit 75 Prozent einen Großteil der Einnahmen – 25 Prozent gehen an die VoD-Plattform selbst. Laut Maag ist es in der Regel genau anders herum – und es gehen nur rund zehn Prozent der Einnahmen an die Filmschaffenden.

Wie funktioniert’s? Es kann auf jedem Gerät gestreamt werden, dass einen Webbrowser hat. Darüber hinaus gibt es sowohl im Apple-Appstore (iOS) als auch im Google Play-Appstore (Android) eine App.

Wie lange läuft’s? Pantaflix ist ein Transactional-Video-on-Demand-Service und bietet kein Subscription-VoD-Paket wie etwa Netflix an – ein klassisches Monats- oder Jahresabo gibt es also nicht. Bezahlt wird hier für jedes Produkt, dass für immer für 30 Tage ausgeliehen wird. Wer den Play-Button drückt, hat 48 Stunden Zeit, um den Film zu sehen.

Was kostet der Spaß? „Das ist dem Produzenten überlassen, der die Preisgestaltung fast komplett eigenhändig übernehmen kann.“, so Pantaflix-Chef Dan Maag im Gespräch mit MEEDIA. „Zwischen 99 Cent bis zu 19,99 Euro lassen sich die Preise festlegen.“ Die meisten Filme rangieren aber zwischen 2,99 – 4,99 Euro – also Preise, die man durchaus auch bei Amazon Prime Video zahlen kann.

 

…für Cineasten

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Wer? Mubi

Was? Eine handverlesene Auswahl an Kultfilmen und Klassikern (z.B. „Nacht und Nebel“ von 1955). Warum handverlesen? Jeden Tag empfehlen die „Filmexperten“ von Mubi einen neuen („alten“) Film – das heißt: Im Jahr gibt es insgesamt 365 Filme zu sehen, die für jeweils 30 Tage zur Verfügung stehen.

Wie funktioniert’s? Das Streaming-Angebot von Mubi läuft im Browser, auf dem Smartphone und Tablet (iOS- und Android-App vorhanden) und ist ebenfalls auf Sony-Fernsehern der Reihe „Bravia“ und sämtlichen Samsung Smart TVs mit einer App vertreten. Das Angebot lässt sich in über 200 Ländern abrufen und bis zu sieben Tage auf einem mobilen Endgerät speichern, um Inhalte im Offline-Modus anzuschauen.

Wie lange läuft’s? Im Monatsabo.

Was kostet der Spaß? Nach einem kostenlosen Probemonat fallen die monatliche Kosten von 5,99 Euro an.

 

…für Kids

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Wer? kividoo

Was? Über 3.500 Filme und Serien für Kinder von 3 bis 13 Jahren – von Benjamin Blümchen bis Pokémon. Das Angebot umfasst neuerdings auch rund 500 Hörspiele und -bücher.

Wie funktioniert’s? Unterstützt wird die Nutzung mit dem Browser, Tablet und Smartphone (iOS- und Android-App vorhanden), Apples AirPlay und dem Amazon Fire TV-Stick. Die Inhalte können auch heruntergeladen werden, um sie offline anzuschauen. Eltern können bis zu fünf individuelle Profile für ihre Kids erstellen, für jedes etwa Watch- und Blacklists anlegen sowie eine maximale Nutzungsdauer festlegen. Konto- und Zahlungsdaten sowie Freigabe-PINs werden natürlich auch über den Eltern-Account geregelt.

Wie lange läuft’s? Im Monatsabo.

Was kostet der Spaß? Zum Start lässt sich kividoo 30 Tage lang kostenlos testen, im Anschluss kostet das Angebot 6,99 Euro im Monat.

 

…für Heim-Kino-Fans

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Wer? Flimmit

Was? Ein bunter Mix aus mehr als 6000 (überwiegend deutschsprachigen) Inhalten – von TV-Events über Serien bis Filme – aus Österreich und Europa. Darunter auch Exklusiv-Content wie aktuell „Altes Geld“, „The Team“ oder „Vorstadtweiber“.

Wie funktioniert’s? Dem Streaming wird hier kaum eine Grenze gesetzt. Flimmit läuft auf PC, Mac, Smartphone und Tablet (iOS- und Android-App vorhanden), über Apples Airplay und Googles Chromecast und auf Smart-TVs von Samsung, LG und Philips.Via HbbTV gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich auch über Satellit einzuwählen – vorausgesetzt, der Fernseher ist mit dem Internet verbunden.

Wie lange läuft’s? Im 1-, 3- oder 12-Monatsabo. Filme können aber auch geliehen und gekauft werden.

Was kostet der Spaß? Geliehene Filme gibt es für 4,99 Euro und stehen 30 Tage zur Verfügung – sobald der Film zum ersten Mal abgespielt wird, bleiben dem Nutzer 24 Stunden zum Ansehen. Für 9,99 Euro lassen sich auch einige Filme kaufen, direkt auf die Festplatte ziehen und somit auch offline (so oft, wie man will) ansehen. Das 1-Monats-Abo (7,50 Euro), 3-Monats-Abo (19,90 Euro) und Jahresabo (75 Euro) bieten unlimitierten und teilweise exklusiven Zugriff auf das Flimmit-Angebot.

 

…für Traditionalisten

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Wer? Videobuster

Was? Analoges sowie digitales Video-on-Demand – wobei der Schwerpunkt der Online-Videothek seit 2002 immer noch auf dem klassischen Verleih von DVDs und Bluray-Discs per Post liegt: Das Verleih-Sortiment umfasst über 60.000 Titel aus allen Genres, das Streaming-Angebot bietet knapp 5.000 Titel zum Verleih an.

Wie funktioniert’s? Der Versand einer DVD oder Bluray braucht in der Regel einen Werktag, der gewünschte Titel kann aber auch in einer der 19 Videobuster-Filialen in Deutschland persönlich abgeholt und zurückgegeben werden. Der Streaming-Dienst fährt mit einer iOS-App auf und unterstützt zudem den Google Chrome Cast und Apples Airplay.

Wie lange läuft’s? In verschiedenen Monatsabo-Modellen und im Einzelabruf – entweder über den Post-Versand, als Selbstabholer oder eben im Video-Stream.

Was kostet der Spaß? Zahlreiche Angebote im DVD- und Bluray-Verleih, eine Flatrate (sprich: unbegrenzte Filme) gibt es ab 24,90 Euro im Monat. Über das Streaming-Angebot lassen sich Titel ab 0,99 Euro leihen und ab 2,99 Euro auch kaufen – und jeweils auf bis zu fünf Geräten abspielen.

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