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Gastauftritt bei Stephen Colbert: Was Jon Stewart Journalisten nach Trumps Medienschelte rät

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Jon Stewart wie er leibt und lebt. / Screenshot: © CBS / YouTube

Er ist zurück – zumindest für zehn Minuten. Mit einem Gastauftritt bei Stephen Colbert hat Jon Stewart die Nostalgie an längst vergessene "Daily Show"-Zeiten geweckt. Der beißende Spott, mit dem Stewart über das politische Geschehen herzog, wird in der Trump-Ära schmerzlicher denn je vermisst – schließlich lautete das Show-Motto "The most trusted Name in Fake News". Bei Colbert stimmte Stewart ins Trump-Bashing ein, hatte aber gleichzeitig für Journalisten Ratschläge parat – sie sollten sich aufs Handwerk besinnen.

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Nach 16 Jahren war Schluss: Knapp zwei Jahre ist es her, dass Jon Stewart bei der Daily Show in Rente ging. Seitdem war es ziemlich still geworden um den 54-jährigen Ausnahme-Comedian – bis jetzt. Gestern Abend meldete sich Stewart zum zweiten Mal in diesem Jahr mit einem viel umjubelten Gastauftritt bei Stephen Colbert zurück.

Der Anlass könnte nicht dringender sein: Der beißende Spott, mit dem Stewart über das politische Geschehen herzieht, wird in der Trump-Ära schmerzlicher denn je vermisst – schließlich lautete das Show-Motto „The most trusted Name in Fake News“.

Dass Falschmeldungen anno 2017 unterdessen vom US-Präsidenten produziert werden, wies Stewart anhand von lustigen, aber bekannten Beispielen nach. „Trump lügt in einer Pressekonferenz mehr als  CNN im ganzen Jahr, und jeder weiß, ich hasse CNN“, witzelte der Comedian. Vor allem Trumps nachgeschobene Standardfloskel „Glaubt mir“ („Believe me“) verrate ihn.

Jon Stewart an die Medien: „Sucht Euch ein Hobby. Ich empfehle Journalismus“

Dann wandte sich Stewart direkt an die Medien: „Hört auf zu flennen! Donald hat mit euch Schluss gemacht. Tut ein bisschen weh“, bemühte der 54-Jährige die Trennungsmetapher. „Aber nun ist es Zeit, wieder auf die Beine zu kommen, denn ihr habt euch vier Jahre lang gehen lassen“, betrieb auch Stewart Medienkritik.

„Aber diese Trennung ist auch eine große Chance für euch zur Selbstreflexion und Verbesserung. Statt sich Sorgen zu machen, ob Trump un-amerikanisch ist oder glaubt, dass ihr der Feind seid oder gemein zu euch ist und euch nicht an den Presse-Briefings teilnehmen lässt, macht etwas für euch selbst. Verbessert euch. Sucht euch ein Hobby. Ich empfehle Journalismus“, teilte Stewart in bekannter Manier aus. „Glaubt mir.“

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