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Wie Amazon bei den Oscars abräumte – und Apple folgen könnte

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Apples Content-Chef Eddy Cue (li).

And the Oscar goes to... Amazon! Im Tohuwabohu um den vertauschten Sieger-Umschlag ging der heimliche Gewinner der 89. Oscar-Verleihung größtenteils unter. Nicht einmal, sondern gleich dreimal wurde der Internet-Gigant Amazon mit einem Oscar für seine Streaming-Produktionen ausgezeichnet: Sowohl das Familiendrama "Manchester by the Sea" (zweifach) als auch der iranische Film "The Salesman" gewannen die begehrteste Auszeichnung der Film-Industrie. Apple könnte in den kommenden fünf Jahren folgen, glaubt der Wagnisfinanzierer Loup Ventures.

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Jeff Bezos‘ Ausflug in die Welt der Serien- und Film-Produktionen trägt immer größere Früchte. Zwei Jahre ist es her, dass Internet-Gigant Amazon für seine eigene Serienproduktion „Transparent“ mit zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde – fünf Emmys folgten neun Monate später.

Nun wurde der fünftwertvollste Konzern der Welt gar von der Filmindustrie geadelt. Vergangene Nacht erhielt Amazon gleich drei Oscar-Auszeichnungen: zweimal für die Low-Budget-Produktion „Manchester by the Sea“ und einmal für die iranische Produktion „The Salesman“, die als bester ausländischer Film des Jahres ausgezeichnet wurde (und dabei den deutschen Hoffnungsträger „Toni Erdmann“ überflügelte).

Für Konzernchef Jeff Bezos, der bei der Oscar-Verleihung anwesend war, gab es in der Eröffnungsrede zudem sogar noch eine Extranennung.

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Geschätzte 6 Milliarden Dollar wendet Amazon inzwischen pro Jahr für seine Eigenproduktionen auf und fordert dabei Streaming-Pionier Netflix, der Mittel in Höhe von 7 Milliarden Dollar in die Hand nimmt, immer aggressiver heraus.

Nach Einschätzung des neu gegründeten Wagnisfinanzierers Loup Ventures dürfte in den kommenden Jahren zusätzlich Druck von einem anderen Schwergewicht der Tech-Industrie aufgebaut werden – Apple.  Das vom renommierten Apple-Analysten Gene Munster mitgegründete Venture Capital-Unternehmen erwartet, dass der iKonzern seine Eigenproduktionen in den kommenden Jahren massiv hochfahren wird.

„And the Oscar goes to… Apple?“

Bislang soll Apple lediglich 200 Millionen Dollar für Content-Produktionen ausgeben haben – namentlich für den Viral-Hit Carpool Karaoke und die nerdige Reality TV-Show „Planet of the Apps„.

Glaubt man Loup Ventures-Mitbegründer Andrew Murphy, wird Apple seine Film- und Serien-Ambitionen binnen der kommenden fünf Jahre um massive 7 Milliarden Dollar aufstocken – und damit doch zum Netflix-Rivalen werden, was von Apples Content-Chef Eddy Cue bislang bestritten wurde. Die mögliche Folge: In den kommenden fünf Jahren dürfte es heißen „And the Oscar goes to… Apple!“, glauben Loop Ventures.

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