„Wir werden etwas tun“: Donald Trump attackiert „Fake News“-Medien – und verwehrt CNN und der New York Times Zugang zur Pressekonferenz

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US-Präsident Trump rechnet erneut mit den Medien ab / Screenshot © New York Times / YouTube

Brandrede von Donald Trump: Bei der Conservative Political Action Conference (CPAC) erneuerte der neue US-Präsident in gewohnt scharfer Rhetorik seine Generalkritik an den US-Medien, denen er erneut eine unehrliche Berichterstattung vorwarf. Mehr noch: Donald Trump belehrte die Medien beim Umgang mit Quellen und Zitaten. Trumps Medienschelte gipfelte in der Ankündigung, gegen die falsche Berichterstattung "etwas" tun zu wollen. Die Folge: CNN und die New York Times wurden vom täglichen Pressetermin im Weißen Haus ausgeschlossen.

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Fast eine Woche hat sich Donald Trump zurückgehalten – nun ist er wieder in den Angriffsmodus zurückgekehrt. Bei der jährlichen Conservative Political Action Conference (CPAC), auf der gestern Trumps Chefstratege Steve Bannon bereits zur Medienschelte angesetzt hatte, legte Trump in bekannter Rhetorik nach.

„Ich möchte, dass ihr wisst, dass wir die Fake News Medien bekämpfen – sie sind falsch, Schwindler“, stachelte Trump das  Publikum, bestehend aus konservativen Aktivisten,  an und erneuerte dann seine viel kritisierte „Volksfeind“-Metapher. „Vor einigen Tagen habe ich die Lügenmedien die Feinde des Volkes genannt, denn das sind sie!“ teilte Trump aus, um dann eine Unterscheidung zu machen.

„Ich bin nicht gegen Medien oder die Presse, und habe auch nichts dagegen, wenn sie schlechte Artikel über mich schreiben, wenn ich sie verdiene. Aber ich bin gegen die Lügenmedien und -presse“, stellte Trump klar.

Dann wurde der US-Präsident handwerklich konkret: Die Fake News-Medien seien deshalb Lügenmedien, weil sie ihre Quellen erfinden würden. „Es sollte ihnen nicht erlaubt sein, Quellen zu benutzen, wenn sie nicht den Namen von jemandem nennen“, forderte Trump einen Bruch mit jahrhundertelangen journalistischen Gepflogenheiten.

„Die Lügenmedien repräsentieren nicht das Volk und werden auch nicht das Volk repräsentieren“

Wenn die Quelle immer genannt werden müsste, „trocknen die Stories aus, wie man es noch nie erlebt hat“, ist sich Trump sicher. Auch Umfragen würden angeblich erfunden werden, warf Trump US-Medien vor. „Das müssen wir bekämpfen“, erklärte er.

„Die Lügenmedien repräsentieren nicht das Volk und werden auch nicht das Volk repräsentieren. Und wir werden etwas dagegen tun“, beendete Trump seine neuste Tirade gegen die Medien.

CNN und die New York Times wurden vom täglichen Pressetermin im Weißen Haus ausgeschlossen

Was Trump damit meinte, wurde bereits Stunden später klar: Journalisten der New York Times und von CNN wurden von dem täglichen Pressetermin im Weißen Haus mit Sprecher Sean Spicer ausgeschlossen. Die Reaktionen darauf ließen in den sozialen Medien nicht lange auf sich warten.

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