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„Es wird schlimmer werden“: Donald Trumps Chefstratege Steve Bannon sagt tägliche Auseinandersetzung mit den Medien voraus

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Donalds Trumps Chefstratege Steve Bannon / Screenshot: © ABC / YouTube

Nächste Attacke auf die Medien: In bekannter Rhetorik griff Donald Trumps Chefstratege Steve Bannon die amerikanische Presse auf der jährlich stattfindenden Conservative Political Action Conference (CPAC) an. Bannon erklärte die Medien erneut zur "Oppositionspartei", die von Trumps Agenda nichts verstünden. Auf Besserung des zerrütteten Verhältnisses hofft der frühere Breibart-Chefredakteur nicht – im Gegenteil. ""Es wird schlimmer werden", beschwört Steve Bannon einen Zersetzungskampf mit den Medien.

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Es war eine überraschend nachrichtenarme Woche im Weißen Haus. Nach der brutalen Medienschelte gegen ABC, CBS, CNN, NBC und die New York Times, die Donald Trump am vergangenen Wochenende noch „die Feinde des amerikanischen Volkes“ genannt hatte und am Tag darauf auf einer Wahlkampfveranstaltung den Mythos #LastNightinSweden erfunden hatte, hielt sich der neue US-Präsdiemt in den vergangenen Tagen auffallend zurück.

Dafür ergriff gestern Trumps Chefstratege Steve Bannon auf der turnusmäßigen Conservative Political Action Conference  (CPAC) das Wort und erneuerte in einem denkwürdigen Auftritt mit Stabschef Reince Priebus seine harsche Kritik an den Medien.

Steve Bannon: „Die Medien werden von Konzernen und globalen Interessen bestimmt“

Wie bereits vor einem Monat im Interview mit der New York nannte Bannon die Medien „die Oppositionspartei“. „Die Mainstream-Medien verstehen Trumps Agenda“ nicht, wetterte Bannon, „sie liegen absolut falsch“.

„Den von Konzernen und globalen Interessen bestimmten Medien steht die wirtschaftlich-nationalistische Agenda von Donald Trump unnachgiebig gegenüber“, beschwor der frühere Breibart-Chefredakteur erneut eine Spaltung.

Als Stabschef Priebus zumindest die Hoffnung äußerte, das Verhältnis zu den Medien werde sich eines Tages verbessern, fuhr ihm Bannon sofort in die Parade. „Wenn ihr glaubt, dass sie“  – die Medien –  „das Land ohne Widerstand wieder hergeben, dann habt ihr leider einiges nicht verstanden“, impfte Bannon dem republikanischen Publikum unter stürmischen Beifall ein.

Die Medien würden „jeden Tag“ gegen Trumps Agenda kämpfen, erklärte Bannon und sagte voraus, dass sich die Auseinandersetzung „weiter verschlimmern“ werde. An die „Mainstream-Medien“ hatte der 63-Jährige indes eine klare Botschaft: Sie müssten sich darauf einstellen, dass alle Wahlkampfversprechen umgesetzt werden.

Die Reaktionen auf Steve Bannons ersten öffentlichen Auftritt seit Beginn der Trump-Präsidentschaft folgten schnell – und sie fielen erwartungsgemäß harsch aus. „Steve Bannon hat seine Todesmaske fallen lassen – und es war kein schöner Anblick“, kommentierte etwa der britische Guardian.

Die weiteren Social Media-Reaktionen im Überblick:

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