Anzeige

Kopf-ab-Cover: Nach dem Trump-Spiegel nun auch Charlie Hebdo-Titel mit Merkel Fall für den Presserat

Die umstrittenen Kopf-ab-Titel von Charlie Hebdo und dem Spiegel wurden beim Deutschen Presserat beanstandet
Die umstrittenen Kopf-ab-Titel von Charlie Hebdo und dem Spiegel wurden beim Deutschen Presserat beanstandet

Knapp vier Monate nach Erscheinen der ersten Ausgabe hat der deutsche Ableger ist beim Deutschen Presserat erstmal eine Beschwerde gegen ein Cover von Charlie Hebdo eingegangenen: Der Titel des Satire-Magazins, auf dem Angela Merkel, in Anlehnung an den umstrittenen Spiegel-Titel mit US-Präsident Donald Trump, geköpft wird, diffamiere die Bundeskanzlerin.

Anzeige
Anzeige

Der Deutsche Presserat entscheidet noch im März sowohl über Beschwerden zum umstrittenen Spiegel-Titelbild mit US-Präsident Donald Trump als auch zum Charlie Hebdo-Cover mit Angela Merkel. Das Satiremagazin Charlie Hebdo hatte die Kanzlerin in seiner deutschen Ausgabe Anfang Februar in einer Karikatur mit blutigem Messer in der einen, den abgetrennten Kopf des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz in der anderen Hand gezeigt.

Dazu ging eine Beschwerde beim Presserat ein, in der kritisiert wurde, die Darstellung diffamiere die Bundeskanzlerin. Der Beschwerdeausschuss beschäftige sich bei der nächsten Sitzung am 23. März mit dem Vorwurf, sagte Presseratssprecherin Edda Eick am Mittwoch.

Anzeige

Am gleichen Termin soll auch über die Beschwerden entschieden werden, die zum Spiegel-Titelbild eingegangen sind, an das sich Charlie Hebdo kurz danach angelehnt hatte. Es zeigt den US-Präsident Donald Trump in ähnlicher Pose, den Kopf der Freiheitsstatue hochhaltend. Gestaltet hatte es der aus Kuba stammende Künstler Edel Rodriguez, der 1980 als politischer Flüchtling in die USA gekommen war. Dazu waren 21 Beschwerden eingegangen. Kritisiert wurde unter anderem, die Darstellung des US-Präsidenten sei ehrverletzend.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige