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Jeder Post ein Statement: Wie Barack Obamas Chef-Fotograf Präsident Trump auf Instagram bloßstellt

Subtile Kritik via Instagram: Obama-Fotograf Pete Souza stichelt weiter gegen Präsident Trump
Subtile Kritik via Instagram: Obama-Fotograf Pete Souza stichelt weiter gegen Präsident Trump © Pete Souza / Instagram

Der Widerstand gegen Donald Trump wächst. Kaum ein Tag vergeht mehr, an dem der neue US-Präsident durch provokante Tweets oder kontroverse Äußerungen nicht für Widerspruch und Entrüstung sorgt. Eine besondere, weil subtile Art des Protests gegen die Trump-Präsidentschaft pflegt unterdessen Barack Obamas ehemaliger Chef-Fotograf der Weißen Hauses: Pete Souza postet seit dem Amtsantritt von Trump auf Instagram alte Bilder aus der Obama-Präsidentschaft, die tatsächlich ein Kommentar auf aktuelle Ereignisse sind.

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Es beginnt mit dem Ende: Ein letztes Mal winkt Barack Obama der Menge zu, als er mit dem Helikopter das Weiße Haus verlässt – und mit ihm sein Chef-Fotograf Pete Souza, der über acht Jahre Obamas Präsidentschaft begleitet hat.

Gleichzeitig ist es der Anfang von Souzas zweiter Karriere – der auf Instagram. Dass sich der 62-Jährige nämlich einiges für die Zeit nach dem Weißen Haus vorgenommen hat, unterstreicht der Start seines eigenen Kontos auf dem beliebten Foto-Netzwerk, das just am Tag von Donald Trumps Inauguration aktiviert wurde und seitdem täglich mit neuen Posts gefüllt wird – und das fast ausschließlich aus der Obama-Ära.

I like these drapes better than the new ones. Don’t you think?

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Schnell wird deutlich: Bei Souzas Posts schwingt eine Botschaft mit. Da ist etwa ein Foto, das Obama sichtlich gut gelaunt mit Mexikos Präsident Enrique Peña Niete zeigt – nicht von ungefähr gepostet an jenem Tag, als Donald Trump den Bau der Mauer zu Mexiko ankündigte.

Als Donald Trump das Einreiseverbot für Muslime aus sieben Ländern verhängt, antwortet Souza mit einer klaren Botschaft: „Wir brauchen Liebe“.

We need love. (Check back row center.)

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Wenige Tage später gehen Donald Trumps kritische Äußerungen gegen Deutschlands Flüchtlingspolitik um die Welt. Souza erinnert unterdessen an die gute Beziehung von Barack Obama zu Angela Merkel.

Als das Gerücht zirkuliert, Donald Trump habe ein Telefonat mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull wütend abgebrochen, erinnert Souza: Obama unterhielt zu ihm exzellente Beziehungen.

Dann ist da Trumps Zusammentreffen mit dem japanischen Premierminister Abe, von dem vor allem der skurrile Händedruck im Gedächtnis blieb. Souza erinnert: Bei Obama ging es wenige Wochen zuvor erkennbar weniger verkrampft zu.

With Prime Minister Abe after visiting Pearl Harbor last December.

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Barack Obama und Kanadas Premier Justin Trudeau: Es ist eine Männerfreundschaft. Was man nach Trudeaus Besuch bei Trump am selben Tag wohl noch nicht sagen kann

Allies.

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Dann ist da die Sache mit der Presse. Donald Trump betreibt nicht erst seit Tag eins seiner Präsidentschaft Medienschelte. Souza erinnert: „Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler unserer Demokratie.“

Und zu guter Letzt: Was genau passierte nun eigentlich #LastNightinSweden? Souza erinnert sich: Beim Staatsbesuch 2013 herrschte buchstäblich eitel Sonnenschein in Skandinavien.

Remembering our great trip to Sweden in 2013.

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Pete Souzas subtile Spitzen gegen die Trump-Administration sind ein absoluter Instagram-Hit. Mehr als eine Million Follower sammelte der 62-Jährige seit seinem Start von einem Monat bereits ein. Seine Follower wissen: Fortsetzung folgt…

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