Die „Zukunft des Musikfernsehens“ ist bald Vergangenheit: ProSiebenSat.1 stellt Musikvideo-Plattform Ampya ein

Zum 1.März stellt P7S1 die Musikvideo-Plattform Ampya ein
Zum 1.März stellt P7S1 die Musikvideo-Plattform Ampya ein

Mit Ampya wollte ProSiebenSat.1 die "Zukunft des Musikfernsehens" einläuten. Nun krempelt das Unternehmen aus Unterföhring die Marke komplett um – und beendet das Musik-Fernsehprogramm zum 1. März. Grund für die radikale Umstrukturierung soll auch die Einigung zwischen YouTube und der Gema sein.

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Auf der Website werden Ampya-Nutzer bereits über die Änderungen informiert: „Ampya baut um und verabschiedet sich von diesem Kanal“, heißt es. Konkret: Zum 1. März lässt ProSiebenSat.1 das Musik-Fernsehprogramm im Web sowie über das (SmartTV-)App-Angebot auslaufen, bereits am kommenden Dienstag (28.2.) ist das Angebot nicht mehr abrufbar.

Die Marke soll allerdings erhalten bleiben: „Ampya steht auch in Zukunft für Musik und Künstler. Wir arbeiten fieberhaft am neuen Auftritt“, heißt es weiter. Der neue Auftritt soll unter anderem mit eigenen Channels bei YouTube stattfinden, womit man die Voraussetzungen für „eine weitere Skalierung des Geschäfts“ schaffen wolle, so ein P7S1-Sprecher gegenüber dem Medienmagazin DWDL. Außerdem soll Ampya enger mit dem Multi-Channel-Network von P7S1, Studio71, verzahnt werden – das im August 2013 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin bündelt sowohl das Angebot an Web-Only-Inhalten der Sendergruppe, als auch von Webstars und Content-Partnern unterschiedlichster Genre.

Ein Grund für die Einstellung der Plattform soll die Einigung zwischen YouTube und der Gema sein, wie P7S1 gegenüber DWDL offen zugebe. Die Erklärung liegt auf der Hand: Durch die Einigung sind mittlerweile fast alle Musikvideos auch über Googles Videoplattform abrufbar.

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