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Umsatz und Gewinn steigen deutlich, Aktienkurs sinkt: Ströer knackt durch Zukäufe die Umsatzmilliarde

Ströer-Chef Udo Müller kann nach der Hedgefonds-Attacke mit guten Zahlen punkten
Ströer-Chef Udo Müller kann nach der Hedgefonds-Attacke mit guten Zahlen punkten

Der Werbeflächen-Vermarkter Ströer, der im vergangenen Jahr Opfer des umstrittenen US-Hedgefonds Muddy Waters wurde, zeigt sich in robuster Verfassung. Das Kölner Unternehmen hat im vergangenen Jahr durch Zukäufe die Umsatzmilliarde geknackt und will auch in diesem Jahr weiter wachsen. Also lauter gute Nachrichten. Dennoch gibt der Aktienkurs nach.

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Vom amerikanischen Analysehaus Jefferies bis zur Commerzbank – die Analysten stuften die Aktien des börsennotierten Werbeflächen-Vermarkters Ströer bereits vor Tagen als Kauf ein. Der Grund: Viele gingen davon aus, dass der Konzern 2016 seine eigenen Ziele für 2016 übertroffen würde. Und so kam es. Der Kölner Medienunternehmen, das Werbeflächen an Bushaltestellen und an digitale Bildschirme in Bahnhöfen und Einkaufszentren vermarktet, hat im vergangenen Jahr – unter anderem durch Akquistionen – die Umsatzmilliarde geknackt und will auch 2017 weiter wachsen.

„Der Fokus liegt weiterhin auf unseren organischen Wachstumschancen in den am stärksten wachsenden Mediensegmenten Online, Mobile und Out-of Home“, erklärte Ströer-Chef Udo Müller. Das Unternehmen wolle 2017 einen Betriebsgewinn (operational Ebitda) von mehr als 320 Millionen Euro und einen Konzernumsatz „von rund 1,3 Milliarden Euro“ erzielen. In der Vergangenheit war hier noch von einem Umsatz in Höhe von „1,2 bis 1,3 Milliarden Euro“ die Rede. Dennoch gab der Börsenkurs heute leicht um mehr als 1 Prozent auf 48,46 Euro nach. Offenbar hatten einige Anleger die guten Zahlen genutzt, um Gewinne mitzunehmen.

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Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen den Gewinn kräftig gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte um 37 Prozent auf 285 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Beim Umsatz verzeichnete die Gesellschaft – unter anderem durch Übernahmen – einen deutlichen Anstieg um 36 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte zuletzt einige Wettbewerber geschluckt, darunter das Internetportal T-Online sowie den Statistikanbieter Statista. Mit den Zukäufen will sich Vorstandschef Müller unabhängiger vom Stammgeschäft mit der Außen- und Plakatwerbung machen. Zuletzt hatte Ströer allerdings für diverse negative Schlagzeilen durch die Neuausrichttung des Webportals T-Online gesorgt. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr die Redaktion in Darmstadt dichtgemacht. Viele Redakteure verloren hierdurch ihre Jobs.

Mit dem jetzigen Wachstumssprung dürfte Ströer gegen neue Angriffe von Hedgefonds gut gerüstet sein. Im vergangenen Jahr hatte der Hedgefonds Muddy Waters den Aktienkurs des Unternehmens durch kritische Berichten über die Wachstumsstärke massiv unter Druck gesetzt und Leerverkäufe getätigt.

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Alle Kommentare

  1. Die Ströer Blase wird sehr bald platzen. Der neue Regionalvertrieb soll gezielt Agenturkunden abwerben. Ströer handelt auch hier zu wieder der Compliance da insiderwissen gezielt zum abwerben genutzt wird. Zusätzlich bekommt der Eigene Vertrieb Preise von denen die Agenturen nur träumen können. Das wird sich die Medienbranche nicht lange anschauen. Der nächste Sturm Naht. Das korrekt prognostizierte Kursziel liegt daher bei 20€. Wer das verkennt versteht die Spielregeln nicht.

  2. Die Ströer Blase wird sehr bald platzen. Der neue Regionalvertrieb soll gezielt Agenturkunden abwerben. Ströer handelt auch hier zu wieder der Compliance da insiderwissen gezielt zum abwerben genutzt wird. Zusätzlich bekommt der Eigene Vertrieb Preise von denen die Agenturen nur träumen können. Das wird sich die Medienbranche nicht lange anschauen. Der nächste Sturm Naht. Das korrekt prognostizierte Kursziel liegt daher bei 20€. Wer das verkennt versteht die Spielregeln nicht!

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