„Wir sind Deniz“: Die Welt kämpft via Titelseite für die Freilassung ihres Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel

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Seit einer Woche ist Deniz Yücel in Istanbul im Polizeigewahrsam. Am gestrigen Montag wurde dieser für weitere sieben Tage verlängert. Die Welt nimmt diese Entwicklung nun zum Anlass ihr heutiges Zeitungscover ganz ihrem Türkei-Korrespondenten zu widmen.

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Auf mehren Seiten berichten die Berliner, wie es dem 43-Jährigen geht und wie er der Redaktion fehlt. Zudem druckt die Zeitung eine Auswahl seiner Texte.

Auch die Welt kompakt macht mit Yücel auf.

Zeitgleich kämpft Chefredakteur Ulf Poschardt allerdings auch um die Deutungshoheit. Mit einer Replik kontern die Berliner in der aktuellen Ausgabe einen kritischen Kommentar aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ebenfalls kritisch setzte sich die Süddeutsche mit dem ehemaligen Taz-Mann Yücel auseinander. Twitter-Kommentar von Poschardt:

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Alle Kommentare

  1. @ Frau Mennickheim:

    ich habe keine Trauer darüber, dass der sogenannte Journalist und Deutschlandhasser Deniz Yücel nun ein “besseres Land” mit einer zweifellos äußerst komfortablen türkischen Gefängniszelle gefunden hat. Denn dieses Deutschland, das ihm alle Lebenschancen gegeben und aufgepäppelt hat, würde er am liebsten, aus lauter Dankbarkeit, von der Bildfläche verschwinden sehen.

    Aber er ist eben ein typischer Vertreter seines Schlages…

    1. Danke, dass sie uns diesen unsäglichen Text nochmals in Erinnerung bringen! Viele haben vielleicht schon vergessen, dass der Autor der selbe war!

  2. Könnte vielleicht mal jemand dafür kämpfen, dass die unsäglichen Wahlkampfveranstaltungen des türkischen Despoten NICHT auf deutschem Grund stattfinden?!
    Der Typ darf gerne seine Freunde in der Heimat „beglücken“ – und die in Deutschland wohnenden Anhänger gleich mit.

    1. Wie kann man sich bloß so für jemanden einsetzen, der folgendende Kolumne in der FAZ verfasst hat. Ich, als deutscher Bürger dieses Landes empfinde den Text als absolut beleidigend und sehe dort auch keine Ironie.

      Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab!
      Nur 16,5 Prozent der 81 Millionen Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt, nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig. Auf je 1.000 Einwohner kommen nur noch 8,3 Geburten – auch das der geringste Wert in Europa.
      Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.
      Volkssportarten Jammern und Ausländerklatschen
      Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Die Sandys, Mandys und Jacquelines pfeifen auf das neue deutsche Mutterkreuz („Elterngeld“) und tragen nach Kräften dazu bei, dass den ostdeutschen Volkssportarten Jammern, Opfersein und Ausländerklatschen in absehbarer Zeit der Nachwuchs ausgehen wird.
      Woran Sir Arthur Harris, Henry Morgenthau und Ilja Ehrenburg gescheitert sind, wovon George Grosz, Marlene Dietrich und Hans Krankl geträumt haben, übernehmen die Deutschen nun also selbst, weshalb man sich auch darauf verlassen kann, dass es wirklich passiert. Denn halbe Sachen waren nie deutsche Sachen („totaler Krieg“, „Vollkornbrot“); […]
      Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort „meckern“ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden. […]
      Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln?
      Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.

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