Mega-Rekord: BR besiegt mit „Fastnacht in Franken“ Das Erste und RTL, Sat.1 floppt mit „So tickt der Mensch“

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"Fastnacht in Franken"

Was für eine Zuschauerzahl: 4,47 Mio. Menschen haben am Freitagabend die "Fastnacht in Franken" im BR Fernsehen eingeschaltet. Damit stellte die Karnevals-Show einen neuen Rekord auf, toppte den Rekord aus 2010 noch einmal um rund eine halbe Million. Für das BR Fernsehen war es sogar die höchste Zuschauerzahl seit mindestens 16 Jahren, wenn nicht sogar der Geschichte.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Fabelrekord für die „Fastnacht in Franken“

Den bisherigen „Fastnacht in Franken“-Rekord hielt die Ausgabe aus dem Jahr 2010: 3,98 Mio. sahen damals zu. 2015 und 2016 wurde diese Zahl mit 3,94 Mio. und 3,92 Mio. fast erreicht. Die diesjährige Show toppte aber alles bisher Dagewesene: 4,47 Mio. sahen im Durchschnitt ab 19 Uhr zu – ein grandioser neuer Rekord – nicht nur für die Sendung, sondern auch für das BR Fernsehen. Mindestens seit 2001 – länger reicht unser Quoten-Archiv nicht zurück – gab es keine andere BR-Sendung mit so vielen Zuschauern. Womöglich gab es die aber auch nie. In den Tages-Charts vom Freitag belegt „Fastnacht in Franken“ Platz 4, in der Prime Time lief es nur für das ZDF besser, große Sender wie Das Erste, RTL, Sat.1, usw. schlug der BR – normaler Marktanteil 1,6% – aber deutlich.

2. ZDF-Krimis in der Prime Time vorn, ARD am Nachmittag mit Biathlon deutlich stärker als am Abend mit Filmen

Die Nummer 1 des deutschen Fernsehens hieß am Freitag aber „Der Staatsanwalt“. 5,28 Mio. Krimifreunde schalteten die ZDF-Serie um 20.15 Uhr ein – 16,1%. Die „SOKO Leipzig“ kam danach auf 4,73 Mio. und 14,7%. Beide Serien setzten sich damit in der Prime Time an die Spitze – vor das BR Fernsehen und alle anderen. Zwischen die beiden Krimis schob sich in den Tages-Charts aber noch die Biathlon-WM: 4,99 Mio. Fans verfolgten die Damen-Staffel an ihren Fernsehern – um 14.40 Uhr entsprach das einem gigantischen Marktanteil von 31,1%. Um 20.15 Uhr lief es für Das Erste deutlich schlechter: „Mein Schwiegervater, der Stinkstiefel“ fand nur 3,13 Mio. Interessenten – blasse 9,6%. Der sechs Jahre alte „Polizeiruf 110“ lockte danach noch 2,09 Mio. (8,2%) an.

3. RTLs „Puppenstars“ siegen trotz weiterer Verluste im jungen Publikum, Sat.1-Show „So tickt der Mensch“ startet desaströs

Bei den 14- bis 49-Jährigen setzte sich RTL durch: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gewann mit 1,48 Mio. Sehern und 17,4% den Tag vor dem Prime-Time-Sieger „Die Puppenstars“. zwar verlor die RTL-Show weitere Zuschauer und Marktanteile, doch 1,30 Mio. und 13,3% reichten für den Prime-Time-Sieg am Freitagabend. Nur eine weitere Sendung schaffte in der jungen Zielgruppe den Sprung über die Mio.-Marke: die „heute-show“ vom ZDF mit 1,06 Mio. und 12,3%. ProSieben blieb mit „Snitch – Ein riskanter Deal“ hingegen bei 860.000 und 8,7% hängen, Sat.1 mit der neuen Show „So tickt der Mensch“ bei miserablen Werten von 590.000 und 5,9%. Problem für den Sender: An den beiden kommenden Freitagen sind zwei weitere Ausgaben geplant.

4. RTL II punktet mit „21, Jump Street“, Vox und kabel eins können nicht mithalten

Die Nummer 1 der zweiten Privat-TV-Liga hieß am Freitagabend RTL II: Mit 780.000 14- bis 49-Jährigen und tollen 7,8% für den Film „21, Jump Street“ gewann der Sender auch gegen Sat.1. Vox und kabel eins hatten mit ihren Serien ohnehin keine Chance: „Law & Order: SVU“ blieb zwischen 20.15 Uhr und 22.10 Uhr bei unter 5% hängen, kam um 22.10 Uhr auf 5,2% und erst um 23.05 Uhr auf solide 6,7%. Bei kabel eins gab es für „Forever“ und „Castle“ bis 23 Uhr sogar weniger als 4%, erst danach immerhin 5,9%.

5. arte triumphiert mit „300 Worte Deutsch“

Nicht nur das BR Fernsehen holte unter den kleineren Sendern grandiose Quoten, auch bei einigen anderen lief es super – wenn auch nicht so extrem wie beim BR. So sahen 1,16 Mio. Leute bei arte die TV-Premiere der Culture-Clash-Komödie „300 Worte Deutsch“ mit Christoph Maria Herbst. Im Kino war der Film im Frühjahr 2015 noch extrem gefloppt, lockte insgesamt nur 65.000 Leute an. Nun sahen 1,16 Mio. zu – ein für arte-Verhältnisse grandioser Marktanteil von 3,6%.

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Alle Kommentare

  1. Der Franken Karneval war ja ein totaler Kitsch um es humorvoll zu sagen, nicht mal die Feuerwehr- Jungs haben es diesmal raus gerissen, auch voll daneben.
    Den M. Söder tausendmal im Bild, man hat da nichts versäumt, außer kostbare Zeit.

  2. Wieder so ein grauenvoller TV-Freitag… nichts als Müll, Wiederholungen und Rentner-TV!

    Arte.tv hat 3,6% geholt,weil den Zuschauern aus purer Verzweiflung nix anders eingefallen ist…

    Kleiner Tipp: Internet… 3-5 Folgen einer populären US-Serie, im Original, ohne Werbung und „alles zu meiner Zeit“!

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