Kartellamt fordert Infos von rund 60 Verlagen und prüft den Pressevertrieb der Deutschen Post

Die Deutsche Post steht im Verdacht, ihre Marktmacht zu missbraucht
Die Deutsche Post steht im Verdacht, ihre Marktmacht zu missbraucht

Das Bundeskartellamt hat wegen fragwürdiger Rabattverträge für den Pressevertrieb ein Verfahren gegen die Deutsche Post eingeleitet. Es bestehe der Verdacht, dass die Post ihre Marktmacht missbraucht, um Konkurrenten mit Niedrigpreisen und Exklusivverträgen das Wasser abzugraben, bestätigte das Kartellamt am Freitag.

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Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung darüber berichtet. Schon 2012 berichtete die Zeitung über ein Verfahren des Kartellamtes gegen die Deutsche Post, 2015 kam es bereits zu einer Abmahnung.

In einem ersten Schritt seien zur Aufklärung des Sachverhalts rund 60 Verlage und Versender von adressierten Zeitungen und Zeitschriften angeschrieben und Informationen zu Verträgen und möglichen Rabattvereinbarungen angefordert worden, erklärte die Bonner Behörde.

Ein Postsprecher bestätigte das Auskunftsersuchen der Behörde. Weitere Angaben wollte er aber nicht machen. Um was für ein Volumen es bei diesem Geschäft geht ist offen. Die letzte Angaben datieren laut der Zeitung aus dem Jahr 2013. Damals lagen die Erlöse bei 734 Millionen Euro. Der Markt ist in den vergangenen Jahren aber stark geschrumpft.

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