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TV-Legende Dan Rather auf Facebook: Die Russland-Verbindung kann für Trump zum neuen Watergate werden

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Seit über 60 Jahren im Einsatz: US-Reporter-Legende Dan Rather © Dan Rather / Facebook

Die Watergate-Affäre gilt bislang als der größte Skandal in der amerikanischen Politik, der Richard Nixon am Ende die Präsidentschaft kostete. Der amerikanische Reporter-Veteran Dan Rather zieht in einem viel beachteten Facebook-Post nun Parallelen zur Trump-Administration, aus der mit Sicherheitsberater Michael Flynn nach nur 25 Tagen das erste Regierungsmitglied zurückgetreten ist. Rathers Beitrag sammelte im Social Network binnen nur zwei Stunden mehr als 100.000 Likes ein.

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Die Trump-Präsidentschaft ist gerade einmal 25 Tage alt – und schon steckt die neue US-Regierung in ihrer ersten echten Krise. Zu schwer wiegt der Rücktritt von Sicherheitsberater Michael Flynn angeblich wegen unzureichender Kommunikation mit Vize-Präsident Mike Pence, nachdem Flynn zuvor mit dem russischen Botschafter bereits im Dezember 2016 – und damit drei Wochen vor Trumps Amtsantritt – vertrauliche Gespräche geführt habe.

Die Reaktionen auf den Rücktritt fallen umso heftiger aus, zumal Flynn im Wahlkampf als Law-und-Order-Verfechter aufgetreten war, der erklärt hatte, wenn er sich nur ein Zehntel der Verfehlungen von Hillary Clinton (Nutzung ihres privaten Email-Kontos) hätte zu Schulden kommen lassen, säße er jetzt im Gefängnis.

Für Donald Trump ist das Problem damit jedoch nicht vom Tisch – im Gegenteil.

Michael Flynn wurden am Ende seine auffällig engen Beziehungen zu Russland zum Verhängnis – genau das also, was als Dauervorwurf auch gegen Trump erhoben wird und die New York in der Nacht mit neuen Enthüllungen untermauerte.

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Reporter-Legende Dan Rather, der 44 Jahre für CBS berichtete, ehe ihm eine kontroverse Reportage über George W. Bushs Zeit in der texanischen Nationalgarde zum Verhängnis wurde, wittert in der Flynn-Affäre für Trump unterdessen weiteres Ungemach – nämlich durch die immer wieder auftauchende Verbindung zu Russland möglicherweise ein zweites Watergate.

Diese Hypothese stellt der 85-Jährige, der Anfang des Jahres zu einem aktiven Facebook-Nutzer geworden ist, in einem viel beachteten Beitrag im sozialen Netzwerk auf.

„Auf einer Armageddon-Skala für unsere Regierung war Watergate eine 9“, schreibt Rather. „Der Russland-Skandal liegt aktuell zwischen 5 und 6, nimmt aber stündlich an Intensität zu. Es könnte sein“, mutmaßt Rather, „dass wir auf ihn zurückblicken und am Ende feststellen, dass die Sache mindestens genauso groß ist wie Watergate“.

Rathers 400 Wort langer Facebook-Beitrag ging sofort viral und sammelte binnen der ersten drei Stunden mehr als 130.000 Likes ein und wurde über 50.000 Mal geteilt.

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