Anzeige

Show-Fortsetzung und Premium-Werbung gestrichen: Auch YouTube distanziert sich von PewDiePie

Wollte nur zeigen, wie „verrückt“ die Welt ist: Wegen Antisemitismus-Vorwürfen hat sich Disney von YouTuber PewDiePie getrennt – nun distanziert sich auch die Video-Plattform selbst
Wollte nur zeigen, wie "verrückt" die Welt ist: Wegen Antisemitismus-Vorwürfen hat sich Disney von YouTuber PewDiePie getrennt – nun distanziert sich auch die Video-Plattform selbst

Die Folgen des Antisemitismus-Vorwurfes gegen PewDiePie ziehen weitere Kreise. Nachdem der US-Unterhaltungsriese Disney die Zusammenarbeit mit dem Youtube-Star aufgekündigt hat, distanziert sich nun auch YouTube selbst. Laut dem US-Branchenblatt Variety sanktioniert die Google-Video-Plattform ihren wichtigsten Video-Produzenten mit zwei Maßnahmen.

Anzeige
Anzeige

Demnach will YouTube die zweite Staffel von „Scare PewDiePie“ – eine eigens für das Bezahlangebot YouTube Red produzierte Reality-Show – nicht mehr veröffentlichen. Darüber hinaus will die Video-Plattform den YouTube-Kanal von PewDiePie, der mit mehr als 53 Millionen Abonnenten zu den weltweit erfolgreichsten gehört, aus dem „Google Preferred“-Werbeprogramm werfen – sozusagen das Premium-Werbepaket von Google, das „markenfreundliche Inhalte“ vermarktet und damit auch zusätzlich monetarisiert. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem US-Branchenblatt Variety.

Zuvor hat der US-Unterhaltungsriese Disney laut einem Medienbericht seine Zusammenarbeit mit dem Youtube-Star PewDiePie aufgekündigt, weil er einzelne Videos des Schweden für „unangebracht“ hält. Felix Kjellberg, so der richtige Name des 27-Jährigen, habe sich durch seine „provokative und respektlose Art“ zwar eine Fangemeinde geschaffen, sei nun aber „eindeutig zu weit gegangen“, zitierte das US-Nachrichtenmagazin Time am Dienstag aus einem Statement des Konzerns. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll Kjellberg mindestens neun Videos produziert haben, die Antisemitismus oder nationalsozialistisches Gedankengut enthalten.

Kjellberg hatte sich am Sonntag in einem schriftlichen Statement gegen Vorwürfe gewehrt, denen zufolge er antisemitische Inhalte verbreitet haben soll. Die Kritik beziehe sich auf eines seiner Videos, mit dem er lediglich habe zeigen wollen, wie „verrückt“ die moderne Welt sei. „In keiner Weise unterstütze ich irgendwelche hasserfüllten Einstellungen.“ Das besagte sowie einige weitere Videos wurden mittlerweile gelöscht. Andere sind weiterhin verfügbar.

Anzeige

Der Schwede ist vor allem mit Beiträgen über Video-Spiele bekannt geworden. Seit 2014 betreibt er gemeinsam mit der Walt Disney Company das Multi-Channel-Netzwerk „Revelmode“. PewDiePie allein verdiene pro Jahr um die 15 Millionen Dollar,  wie es heißt.

Mit Material der dpa

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige