Mäßiger Verkaufserfolg: Springers neue Fußball Bild kann Bild-Auflage insgesamt nur wenig stützen

Fußball Bild-Macher Matthias Brüggelmann
Fußball Bild-Macher Matthias Brüggelmann

Sie ist die große Hoffnungsträgerin des Berliner Medienkonzerns Axel Springer, den seit Jahren schleichenden Auflagenrückgang der Bild-Zeitung abzubremsen: die Fußball Bild, seit Ende Januar neu am Markt. Dazu will das Printhaus die neue Tageszeitung mit der Bild gemeinsam in der IVW ausweisen. Doch nach MEEDIA-Informationen kann der Neuling bislang nur in geringem Umfang dazu beitragen, die Verkaufszahlen der Boulevard-Familie zu steigern.

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Noch mehr rundes Leder am Kiosk: Seit Ende Januar liegt die neue Fußball Bild im Handel. In die neue Tageszeitung hat Axel Springer große Hoffnung gesteckt. Denn der Newcomer soll helfen, den weiteren Rückgang des Flaggschiffs Bild abzubremsen. So sank die hart verkaufte Auflage (Abo + EV) der Boulevardzeitung im 4. Quartal 2016 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um rund 186.000 Exemplare auf mehr als 1,6 Millionen täglich verkaufter Zeitungen.

Doch die Fußball-Bild trägt derzeit offenbar wenig dazu bei, die rückläufige Auflagenentwicklung des wichtigen Erlösbringers im Konzern zu stoppen oder gar umzukehren. Nach MEEDIA-Informationen verkauft Springer von der Fußball Bild im Schnitt zwischen 48.000 bis 55.000 Exemplare. Gedruckt werden hingegen dem Vernehmen nach rund 330.000 Exemplare. Dazu heißt es bei dem Berliner Medienkonzern: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Zahlen zur Einzelauflage von Fussball Bild weder herausgeben noch kommentieren. Erste Rückmeldungen von unseren Vertriebspartnern bestätigen aber unsere Erwartungen und Planungen“, erklärt ein Firmensprecher von Springer. Fussball Bild und Bild sollen – genau wie die Welt und Welt Kompakt – von der IVW als eine Belegungseinheit ausgewiesen werden, heißt es.

Zur Verkaufsentwicklung der Fußball Bild äußert sich Springer optimistisch: „Wir freuen uns über viele positive Reaktionen von Lesern und Anzeigenkunden und sind mit dem Start von Fussball Bild zufrieden. Insbesondere unsere breit angelegte Werbekampagne stößt auf positive Resonanz und hat dazu beigetragen, den Titel schnell in der Zielgruppe
bekannt zu machen“, betont ein Firmensprecher. Zudem verbessert Springer weiter dem Vertrieb der Tageszeitung: „Wir optimieren Logistik und Vertrieb laufend, um die Gebiete zu reduzieren, die wir derzeit wegen der späten fußballaktuellen Druckzeiten aktuell noch nicht erreichen“, so der Springer-Sprecher.

Die Fußball Bild bewegt sich in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld unter anderem mit Konkurrenten wie dem Kicker. Zudem drängen neue digitale Wettbewerber auf den Markt  – darunter der Sportbuzzer der Madsack Mediengruppe. Das niedersächsische Printhaus will hier künftig exklusive Fußball-Berichte ihrer beiden Flaggschiffe Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse veröffentlichen. Zusätzlich erhöhen weitere Online-Dienste wie die Amateurliga-Plattform Fußball.de den Konkurrenzdruck auf dem Markt der Sportberichterstattung.

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Alle Kommentare

  1. das Hause Springer steht bei uns und unserem Bekanntenkreis vor dem Ende,
    wir haben alle Abo´s gekündigt, egal ob Bild der Frau/ Berliner Morgenpost / Spiegel u.s.w
    der Grund ist so einfach wie schnell erklärt !!
    die selben Redakteure die bis zur Trump Wahl jeder Kritik an den USA und Obama in Grund und Boden geschrieben haben, triefen nun mit der (selben ) Feder vor blankem Hass gegen Amerika und dafür zahlen wir nicht mehr.
    wer sich um 180 Grad dreht, hat KEINE eigene Meinung !!
    da helfen auch nicht noch so viele ,,NEUE,, Blätter

  2. ich würde auch keine Fußballzeitung kaufen, die lediglich aus bereits erschienenen Bild-Artikeln der verschiedenen Regionalausgaben recycelt ist.

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