#NakedIsNormal: Der US-Playboy nimmt Nackt-Verbot zurück und zeigt Playmates wieder unverhüllt

Die März-Ausgabe des US-Playboys behauptet jetzt wieder: „Naked is normal“ und feiert „Free the Nipple“
Die März-Ausgabe des US-Playboys behauptet jetzt wieder: "Naked is normal" und feiert "Free the Nipple"

Seit gut einem Jahr galt beim US-Playboy ein selbstauferlegtes Verhüllungsgebot. Jetzt kassiert Cooper Hefner, Sohn von Ober-Playboy Hugh Hefner, das Keuschheitsgelübte. Die Amerikaner ziehen ihre Models ab sofort wieder komplett aus. Via Twitter sprach Hefner von einem Fehler. Die deutsche Playboy-Ausgabe hatte sich dem Nacktbann des US-Playboy verweigert.

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Fans des bekanntesten Herrenmagazins der Welt hatten die Verkündung der Jugendfreiheit, die ab Februar 2016 umgesetzt wurde, ungläubig und erstaunt aufgenommen. In der deutschen Ausgabe war alles beim Alten geblieben.

„Ich bin der erste, der zugibt, dass die Art und Weise, wie das Magazin mit Nacktheit umgegangen ist, altmodisch war – aber sie vollständig zu entfernen, war falsch“, schrieb Hefner nun. „Heute nehmen wir uns unsere Identität wieder an, und wir gewinnen zurück, wer wir sind.“

Der offizielle Twitter-Account des Magazins verbreitete am Montag das Titelbild der Ausgabe März/April, versehen mit dem Hashtag „#NakedIsNormal“, Nacktsein ist normal.

Ende 2015 hatte die Redaktion den Entschluss gefasst, ab der März-Ausgabe auf zuviel nackte Haut zu verzichten. Selbst der damals 89-Jährige Playboy-Gründer Hugh Hefner soll dem entsprechenden Vorschlag seiner Top-Redakteure zugestimmt haben. Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte damals Playboy-Chefmanager Scott Flanders. Den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der Playboy schon lange gewonnen. „Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen“, so Flanders. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit überholt.

2014 hatten die Playboy-Macher die US-Webseite jugendfreier gestaltet, um auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv sein zu können.

Die deutsche Ausgabe des Männermagazins hatte sich an dem Nacktbann nie beteiligt. Umso mehr freut sich Chefredakteur Florian Boitin über den Rückzieher seiner US-Kollegen. „Es wäre für uns nie in Frage gekommen, Playboy um seinen Markenkern zu bringen. Playboy ist und bleibt nackt“. Allerdings haben auch die Münchner ihre Fotografie im Herbst angepasst. „Wir haben die Art der erotischen Inszenierung zeitgemäß weiterentwickelt und dem veränderten Männerbild angepasst“. Für Boitin steht der Playboy schon immer für „Enthüllungsjournalismus also von seiner schönsten Seite“.

Mit Material von dpa

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Alle Kommentare

  1. Claudia Roth und das Fräulein Schwesig schäumen vor Empörung, der gute Minister Maas-Los! denkt mal wieder über ein Verbot von entblößten Geschlechtsmerkmalen nach, aber nur wenn sie ausnahmslos von Frauen stammen und in Druckerzeugnissen käuflich angeboten werden, währenddessen auf Facebook zum Besten gegebene Geschlechsmerkmale, unter Strafandrohung nicht zensiert werden dürfen.
    Für die Genossen mit angegliederten Journalistenschauspielern stellt ein Blankziehen bei sakralen Handlungen eine Kunstform dar, solange es sich dabei nicht um eine islamische Örtlichkeit handelt; dort wäre sie als Volksverhetzung und staatsgefährdend zu bestrafen.
    Jetzt muss nur noch der Maddin Schulze klären, ob nackte Haut für ihn ein mehr oder ein weniger an seiner „Sozialen Gerechtigkeit für alle“ bedeutet. Während für Merkel allein der Hauch von 1001 Nacht für die Unbedenklichkeit entscheidend ist und es Grünen egal ist wer sich auszieht, solange sie möglichst jung sind.
    Der Zustand dieser Republik zeigt, dass eine Frage nach Nackten im Playboy wohl wahlentscheidend sein dürfte. ….Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

  2. Falls ein dezenter Hinweis willkommen sein sollte: Es gibt keinen Grund, dem Sprach-Koppel-Wahn der Brüll-Bild nachzueifern und von Nackt-Verboten, Geschmacklos-Tweets und „Is mir egal”-Stars zu schreiben. Man begibt sich damit nur in Peinlich-Nähe zu Stil-Verderbern.

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