Geschmacklos-Tweet: AfD-Vizechefin Beatrix von Storch wirft SPD-Politiker Ralf Stegner Drogenprobleme vor

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Immer für einen kontroversen Tweet gut: AfD-Vizechefin Beatrix von Storch

AfD-Vizechefin Beatrix von Storch hat offenkundig schlechte Laune. Die Umfrageergebnisse stürzen immer weiter ab, die Rechtspopulisten können offenbar nicht vom Trump-Trend profitieren. Entsprechend ruppig werden in diesen Tagen in den sozialen Medien die Attacken formuliert: Mal wird dem Spiegel nach dem Trump-Cover bescheinigt, offiziell fertig zu haben, dann werden Kölner Künstler zu "erbärmlichen Gutmenschenfanatikern" gemacht und schließlich SPD-Vizechef Ralf Stegner Drogenprobleme vorgeworfen.

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Der Trend zeigt nach unten: Die AfD rutscht in den Umfragen immer weiter ab. Nur noch 10 Prozent der Stimmen würden die Rechtspopulisten laut den Meinungsforschern von Forsa und Emnid einsammeln, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre – und das in Zeiten der Trump-Präsidentschaft.

Entsprechend bissig bläst die AfD in den sozialen Medien zur Abteilung Attacke. Mal teilt Vizechefin Beatrix von Storch, die in der Vergangenheit schon öfter für Kontroversen in den sozialen Medien sorgte („Ich bin auf der Maus ausgerutscht„), gegen den Spiegel wegen des viel diskutierten Trump-Titels aus und bescheinigt den Hamburgern – wenn auch orthografisch nicht korrekt – , sie hätten fertig und nichts Zitierfähiges mehr anzubieten.

Wenige Tag später waren dann die Karnevalisten dran: Kölner Künstler, darunter Bands wie Höhner, Bläck Fööss oder Kasalla, hatten das Kölner Hotel Maritim dazu aufgerufen, für den Bundesparteitag der AfD, der am 22. und 23. April im großen Saal des Hotels stattfinden soll, nicht zur Verfügung zu stehen. Von Storch reagierte mit einem wütenden Tweet und nannte die Kölner Künstler „erbärmliche antidemokratische Gutmenschenfanatiker“.

Doch damit nicht genug: Am Wochenende ging von Storch in einem Geschmacklos-Tweet SPD-Vizechef Ralf Stegner an, der vergangene Woche selbst erst mit einer Entgleisung auf dem 140-Zeichen-Dienst gegen Facebook-Chefin Sheryl Sandberg aufgefallen war, sich aber umgehend entschuldigt hatte.

Von Storch hatte allerdings etwas anderes zu beklagen – nämlich verschrobene Twitter-Reime des Rheinländers:

„Ich habe inzwischen den Verdacht, Stegner hat Drogenprobleme“, erhob von Storch einen ziemlich heftigen Vorwurf. „Bei klarem Verstand macht man vielleicht einmal so ’nen Stuss-Reim. Aber doch nicht ständig.“

Der Widerspruch auf Twitter war von Storch gewiss:

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