ARD-Film „Freundinnen“ chancenlos gegen ZDF-Krimis, BR triumphiert mit „Schwaben Weiß-blau“-Prunksitzung

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Nicolette Krebitz (r.) und Katja Riemann in "Freundinnen - Alle für eine"

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen: 1. ARD-Film „Freundinnen“ bleibt einstellig gegen die ZDF-Krimis Was sich ein bisschen wie eine inoffizielle Fortsetzung von „Bandits“ anhörte (auch damals spielten Nicolette Krebitz und Katja Riemann in einer Band) interessierte das TV-Publikum am Freitagabend nicht so sehr: 3,08 Mio. Leute […]

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. ARD-Film „Freundinnen“ bleibt einstellig gegen die ZDF-Krimis

Was sich ein bisschen wie eine inoffizielle Fortsetzung von „Bandits“ anhörte (auch damals spielten Nicolette Krebitz und Katja Riemann in einer Band) interessierte das TV-Publikum am Freitagabend nicht so sehr: 3,08 Mio. Leute schalteten den ARD-Film „Freundinnen – Alle für eine“ ein, der Marktanteil blieb mit 9,7% klar unter den Ansprüchen des Ersten. Damit hatte der Sender in der Prime Time auch keine Chance gegen das ZDF. Dort gewann „Der Staatsanwalt“ den Tag mit 6,11 Mio. Sehern (19,2%) vor der „SOKO Leipzig“ (5,60 Mio. / 18,1%). Auch die Ränge 3 und 4 der Tages-Charts gehen an das ZDF: Den Biathlon-WM-Sprint der Damen schalteten um 14.45 Uhr 4,60 Mio. (29,5%) ein, die 19-Uhr-„heute“-Sendung 4,37 Mio. /17,2%).

2. „Puppenstars“ gewinnen die Prime Time im jungen Publikum, ProSieben und Sat.1 landen klar dahinter

Etwas durchatmen wird RTL angesichts der Freitags-Quoten: „Die Puoppenstars“ verloren zwar erneut ein paar Zuschauer, doch der Marktanteil von 14,2% bei den 14- bis 49-Jährigen liegt exakt auf dem Niveau der vorigen Woche. Hier ging es also nicht weiter nach unten für die Show. Die Konkurrenten ProSieben und Sat.1 landeten zudem deutlich hinter RTL. So sahen den ProSieben-Film „Pain & Gain“ nur 970.000 junge Menschen (blasse 9,9%), Sat.1 erreichte mit „111 Knallerinder!“ 900.000 14- bis 49-Jährige und 9,2%, was für den Sender mittlerweile ein recht ordentlicher Marktanteil ist.

3. RTL-II-Filme im Mittelmaß, Serien von Vox und kabel eins darunter

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich um 20.15 Uhr RTL II durch – allerdings mit sehr unspektakulären Zahlen. So entsprachen 550.000 14- bis 49-jährige „Lara Croft: Tomb Raider“-Zuschauer einem Marktanteil von 5,5%. „3 Engel für Charlie – Volle Power“ kam danach mit 390.000 auf ähnliche 5,3%. Vox startete mit seinem „Law & Order: SVU“ um 20.15 Uhr erstmal mit weniger als 5% in den Abend. Um 22.10 Uhr gab es dann wenigstens 6,0%, aber erst nach 23 Uhr gute 7,5%. kabel eins blieb mit „Forever“ und „Castle“ sogar den ganzen Abend lang unter dem Sender-Soll: 4,2% bis 5,1% gab es zwischen 20.15 Uhr und Mitternacht.

4. BR Fernsehen triumphiert mit „Schwaben weiß-blau, hurra und helau“ – und besiegt sogar Sender wie ProSieben, Vox & Co.

Zu den klaren Gewinnern des Freitagabends gehört das BR Fernsehen: Mit der Karnevals-Prunksitzung „Schwaben weiß-blau, hurra und helau“ lockte der Sender ab 20.15 Uhr 1,95 Mio. Zuschauer an, der Marktanteil lag bis 23.25 Uhr bei sagenhaften 6,8%. Damit lag der BR in der Prime Time sogar vor ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins. Über die Mio.-Marke sprang in der Prime Time auch noch zdf_neo mit „Lewis“: 1,05 Mio. entsprachen 3,3%. Die neue Krimiserie „Agatha Raisin“ schalteten danach noch 900.000 (3,4%) ein. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist noch die Prime-Time-Quote von Super RTL erwähnenswert: 360.000 junge „Operation: Nussknacker“-Seher entsprachen 3,6%.

5. Der KiKA siegt bei den Kindern mit „Wickie“ und „Sandmännchen“ vor Super RTLs „Dragons“

Bei den 3- bis 13-Jährigen erzielte am Freitag die KiKA-Serie „Wickie und die starken Männer“ die höchsten Zuschauerzahlen. 550.000 sahen um 19 Uhr zu, sogar 620.000 um 19.10 Uhr. Über die 500.000er-Marke sprang vorher auch schon „Unser Sandmännchen“: mit 490.000 3- bis 13-Jährigen. Inklusive der Über-14-Jährigen erreichten all diese Programme übrigens ein Millionenpublikum. Knapp unter der 500.000er-Marke landete bei den Kindern der Super-RTL-Hit „Dragons – Auf zu neuen Ufern“: 490.000 3- bis 13-Jährige sahen um 19.45 Uhr zu.

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Alle Kommentare

  1. Hoffentlich zählen bei einer Erstausstrahlung im Fernsehen nicht nur die Einschaltquoten. Da ich genügend reale Gewalt und negative Schlagzeilen sehe und höre, schätze ich es sehr, wenn auch an „Krimitagen“ ein guter Spielfilm geboten wird.

    Der Film „Freundinnen – alle für eine“ hat mich sehr berührt. Eine eher leise, doch tiefe Handlung; von den drei Frauen und dem jungen Mann, der den Sohn der krebskranken „Sascha“ darstellte, überzeugend nah, stark und nachvollziehbar gespielt. Auch die Kameraführung punktet mit überraschenden Blickwinkeln. Trotz des heiklen Themas Krebs driftet die Handlung nie in eine humorlose, schwarze Trauergeschichte ab. Im Gegenteil macht sie Mut und zeigt, dass sämtliche Beteiligten vom starken Zusammenhalt auch für ihr eigenes Leben wertvolle Erkenntnisse ziehen und diese umsetzen können.

    Prädikat: besonders wertvoll – und absolut empfehlenswert! Und somit hat der Film „Freundinnen – alle für eine“ beste Chancen, bei Wiederholungen auch durch Mundwerbung höhere Einschaltquoten zu erzielen.

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