„Unser Song“ deutlich unter Vorjahr, „Triple Ex“ blass, „Germany’s next Topmodel“ stark wie seit 2011 nicht mehr

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Die 2017er-Jury von "Germany's next Topmodel": Michael Michalsky, Heidi Klum und Thomas Hayo (v.l.n.r.)

Der deutsche Vorentscheid zum "Eurovision Song Contest" kam beim Publikum nicht sonderlich gut an. 3,14 Mio. sahen im Ersten zu - ein schwacher Marktanteil von 10,8%. 2016 sahen die entsprechende Show noch 4,43 Mio. (13,6%). Eine tolle Staffel-Premiere gab es parallel dazu für "Germany's next Topmodel", das mit 1,90 Mio. 14- bis 49-Jährigen 17,7% einfuhr - der beste Start-Marktanteil seit 2011.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Unser Song“ bleibt klar unter Vorjahr und auf dem schwachen 2015er-Niveau

Drei Stunden und fünf Minuten lang suchte die ARD am Donnerstag einen Song und den passenden Interpreten für den „Eurovision Song Contest“. Am Ende gewann die Sängerin Levina mit „Perfect Life“. Interessiert hat die Show nur 3,14 Mio. Leute. Zwar reichte das in der Prime Time für den zweiten Platz hinter dem ZDF, aber nur für einen unbefriedigenden Marktanteil von 10,8%. Im Vorjahr sahen mit 4,43 Mio. noch rund 1,3 Mio. mehr die entsprechende Show „Unser Lied für Stockholm“. 2015 als Sieger Andreas Kümmert nicht siegen wollte, lag die Show hingegen auf dem nun erreichten Niveau: 3,18 Mio. entsprachen damals 10,2%. Änhliche Zahlen gab es im jungen Publikum: 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen Levinas Sieg – die 10,3% liegen klar über dem Normalniveau des Ersten. Auch hier lief es 2016 mit 11,8% besser, auch 2015 (10,8%) und 2014 (13,3%) gab es bessere Marktanteile.

2. „Der Bergdoktor“ lässt dem Ersten keine Chance, Biathlon-WM startet mit fast 30%

Der strahlende Sieger hieß am Donnerstag hingegen ZDF. Die Prime-Time-Serie „Der Bergdoktor“ sammelte 7,07 Mio. Zuschauer und 21,1% ein – also mehr als doppelt so viele wie „Unser Song“ im Ersten. Auch das anschließende „heute-journal“ war mit 5,03 Mio. und 16,9% ein großer Erfolg und landete auf Platz 2 der Tages-Charts. Am Nachmittag startete im ZDF die Biathlon-WM: 4,18 Mio. Fans sahen die Mixed-Staffel mit der ersten deutschen Gold-Medaille – grandiose 29,4%.

3. „Germany’s next Topmodel“ startet so stark wie seit 2011 nicht mehr, „Triple Ex“ kommt nicht an „Magda macht das schon“ heran

Tolle Quoten gab es für ProSieben, wo „Germany’s next Topmodel“ gegen „Unser Song“ in die neue Staffel ging. 1,90 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten zwar nicht ganz für den Tagessieg – dazu gleich mehr – doch sie reichten für einen tollen Marktanteil von 17,7%. Diese 17,7% sind der beste Staffel-Start-Marktanteil seit 2011. Ein toller Erfolg für ProSieben. Den Tagessieg holte sich in der junge Zielgruppe stattdessen RTLs „Der Lehrer“, der mit 1,99 Mio. 14- bis 49-Jährigen 16,8% erreichte. Die neue Serie „Triple Ex“ blieb danach hingegen klar unter den Zahlen des Sendeplatz-Vorgängers „Magda macht das schon“: 1,64 Mio. und 1,41 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten nur für relativ mittelmäßige 13,6% und 12,5%. Sat.1 kam mit „Criminal Minds“ auf 11,1% und 10,9%.

4. Vox, RTL II und kabel eins in der Prime Time allesamt unter 5%

Keine Chance gegen die größeren Sender hatten die drei Kanäle der zweiten Privat-TV-Liga: Vox, RTL II und kabel eins blieben am Abend allesamt unter der 5%-Marke hängen. So kam Vox mit dem Film „Captain Phillips“ auf 520.000 14- bis 49-Jährige und 4,7% – eine Enttäuschung. RTL II erreichte mit den „Kochprofis“ und dem „Frauentausch“ nur 490.000 junge Menschen und 4,2% bzw. 4,9%, auch die kabel-eins-Klamotte „Dumm und dümmer“ erreichte 490.000 14- bis 49-Jährige – sowie einen Marktanteil von 4,2%.

5. WDR triumphiert mit altem Berlin-„Tatort“

Bei den kleineren Sendern sorgte in der Prime Time vor allem das WDR Fernsehen für Top-Quoten: 1,68 Mio. Krimifans entschieden sich dort für den vier Jahre alten „Tatort: Gegen den Kopf“ aus Berlin – ein toller Marktanteil von 5,0%. Der WDR schlug damit auch Vox, RTL II und kabel eins. Das NDR Fernsehen erreichte ebenfalls ein Millionenpublikum: mit „Länder – Menschen – Abenteuer“ um 20.15 Uhr 1,17 Mio. (3,5%), um 21 Uhr 1,08 Mio. (3,2%), mit „NDR aktuell“ um 21.45 Uhr 1,22 Mio. (4,0%) und mit „Der Urbino-Krimi“ um 22 Uhr 1,04 Mio. (4,5%). Ebenfalls über der Mio.-Marke am Hauptabend: das BR Fernsehen mit „Quer“ (1,04 Mio.) und „Schleichfernsehen“ (1,02 Mio.), sowie zdf_neo mit „Der Tote am Strand“ (1,12 Mio.).

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Alle Kommentare

  1. Ohmeingott… was war DAS denn? „TripleEx“! Die Hauptdarstellerin ohne Komik aber grimassierend. Wie kann es sein, dass Senderleute, Produzenten, diese vielen Caster den Markt nicht beobachten um zu sehen wer Talent und Timing hat, um eine Sitcom- oder Comedy-Hauptrolle zu wuppen. „Stromberg“ in der Vita ist zu wenig. Stimme tittelbach.tv und TV Spielfilm vollinhaltlich zu: „Diana Staehly, Tommy Wosch Rülpsen, Furzdialoge & eine schlechte Frier-Kopie“ und „Jeder Gag kündigt sich Minuten vorher an, schießt meilenweit am Ziel vorbei, Slapstick scheint einstudiert, sämtliche Figuren wirken wie Karikaturen. was noch schlimmer ist: Die Geschichte hat überhaupt kein Herz.“ Triple Ex hat auch keine Leichtigkeit. Staehly war ewig die uncharmant-verhärmte Controllerin bei den Rosenheim-Cops. Danach Titelrolle „Hanna Hellmann“ und nach deren Flop zogen ZDF und Network Movie die SOKO Köln-Kommissarin aus dem Hut. Kommissarin muss kein Timing haben, kein Herz, keine Leichtigkeit und verhärmt und problembehaftet geht auch. Gibt es noch Caster, Redakteure, Produzenten mit Bauchgefühl, die den Markt scannen und Talente suchen?

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