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Revision abgelehnt: Schuldspruch gegen Gina-Lisa Lohfink von Berliner Kammergericht bestätigt

Gina-Lisa Lohfink (r.) wurde vom Berliner Kammergericht rechtskräftig verurteilt
Gina-Lisa Lohfink (r.) wurde vom Berliner Kammergericht rechtskräftig verurteilt

Das Kammergericht in Berlin hat den Schuldspruch gegen Gina-Lisa Lohfink bestätigt und sie damit rechtskräftig verurteilt. Im August 2016 hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die ehemalige "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt, Lohfink legte darauf Revision ein. Die Höhe der Geldstrafe muss aber neu festgelegt werden.

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Damit ist Gina-Lisa Lohfink nun rechtskräftig wegen falscher Verdächtigung zu 80 Tagessätzen verurteilt, wie die Berliner Zeitung berichtetDie Höhe der Tagessätze muss das Amtsgericht allerdings neu festlegen.

Demnach habe der Vorsitzende Richter am Berliner Kammergericht, Ralf Fischer, klare Worte für die Angeklagte gefunden: Fischer sei verwundert gewesen, dass Gina-Lisa Lohfink sowohl vor dem Amts- als auch dem Kammergericht erschienen sei – bei beiden Prozessen hätte sie nicht anwesend sein müssen. Darüber hinaus kritisierte er, dass Lohfink ihre Privatsphäre in einem großen Happening beerdigt habe – und sich nicht beklagen dürfe, dass sie die Geister, die sie rief, nun nicht mehr loswerde. „Oder aber ihr Anwalt hat sie den Haien vorgeworfen. Dann sollten Sie sich nicht beklagen, sondern Ihren Anwalt verklagen“, wird Fischer von der Berliner Zeitung zitiert.

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Im August vergangenen Jahres hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Die 29-Jährige hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dafür sah das Gericht keine Anhaltspunkte.

Ein Gutachter hatte zuvor den Einsatz sogenannter K.-o.-Tropfen in der umstrittenen Nacht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Das ergebe sich aus den Videofilmen, die in der Sexnacht gemacht wurden, sagte der Medikamenten- und Drogenexperte Torsten Binschek-Domaß. Lohfink sei damals wach, ansprechbar und orientiert gewesen. Es gebe keine Anhaltspunkte für K.-o.-Tropfen. Unter deren Wirkung könne man keine Pizza bestellen und mit der Managerin telefonieren, betonte Torsten Binschek-Domaß. Lohfink hatte ausgesagt, dass ihr K.-o.-Tropfen verabreicht worden sein könnten.

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