Besuch in Vreden und Berlin: Apple-Chef Tim Cook auf großer PR-Tour in Deutschland

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Der Apple-Chef gibt sich die Ehre: Einen Tag nach seinem Abstecher in Frankreich ist Tim Cook in Deutschland angekommen. Der 56-Jährige besuchte im nordrhein-westfälischen Vreden den Möbelhersteller Dula, der Tische für die Apple Stores rund um die Welt fertigt. Danach machte Cook einen Abstecher in die Hauptstadt, um mit den Redakteurinnen des Millennial-Portals Refinery29 über die Frauenquote und Gleichberechtigung zu diskutieren. Auch ein Besuch bei der Berliner Rezepte-App Kitchen Stories war noch drin.

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Nach dem Zahlenwerk folgt das Schaulaufen: Während die Apple-Aktie an der Wall Street nach den jüngsten Quartalszahlen von Jahreshoch zu Jahreshoch klettert, tourt Konzernchef Tim Cook pressewirksam durch Europa. Gestern schüttelte Cook noch Hände im Apple Store von Marseille und gab dem Figaro ein Interview, heute kehrte der 56-Jährige nach Deutschland zurück.

Zwei Jahre ist es her, als Cook mit der Apple Watch im Gepäck sogar Angela Merkel im Kanzleramt besuchte und Kai Diekmann im Bild-Newsroom zu einem Exklusiv-Interview traf – diesmal sind die PR-Inszenierungen ein paar Etagen tiefer gewählt.

Zunächst besuchte Cook im nordrhein-westfälischen Vreden den Möbelhersteller Dula, der Tische für die Apple Stores rund um die Welt fertigt. „Bewundernswerte, außergewöhnliche Handwerkskunst bei unserem Zulieferer Dula heute Morgen in Vreden“, bedankte sich Cook auf Twitter sogar deutsch für die Tour.

„Es gibt nichts Vergleichbares mit deutscher Handwerkskunst“, raspelte Cook im üblichen PR-Sprech Süßholz, wie dpa berichtet. Immerhin war von Cook auch leicht verschlüsselt ein politisches Signal zu hören:  „Das ist etwas Langfristiges, es ist keine kurzfristige Sache, wir haben eine Partnerschaft“, erklärte der Apple-Chef in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit seinem deutschen Zulieferer.

„Sie sind der Schlüssel für Apples Erfolg, sie werden der Schlüssel für Apples Erfolg auch in der Zukunft bleiben“, zerstreute Cook nach der „America First“-Politik der Trump-Administration mögliche Zweifel, die Produktion verstärkt in die USA zu verlegen.

Die nächste Haltestelle auf Tim Cooks Deutschland-Tour war dann Berlin. Nicht allerdings die Kanzlerin oder die Großstadt-Presse traf der Apple-Chef, sondern das Millennial-Online-Magazin Refinery29, dessen Deutschland-Ableger im vergangenen Sommer gestartet war.

„Wir brauchen keine Frauenquote, wir brauchen gleiche Bezahlung“, erklärte Cook im Gespräch mit dem Frauenportal, in dem es um Gleichberechtigung in der modernen Arbeitswelt ging. „Wir zahlen gut, und wir zahlen zu 100 Prozent gleich“, unterstrich Cooks Apples Arbeitsbedingungen.

Anlass des Interviews war Cooks Besuch beim hippen Berliner Start-up Kitchen Stories, das von den zwei Gründerinnen Mengting Gao und Verena Hubert geführt wird.

Seinem Namen machte der Apple-CEO in einem zweiten Tweet dann sogar selbst noch einmal alle Ehre. Spätestens nach dem Besuch bei der Rezepte-App wissen Apple-Fans rund um die Welt: Tim Cook kann auch kochen…

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