Aus Vermarktungsgründen: Spiegel-Tochter verpasst Harvard Business Manager Schönheitskur

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Der Spiegel-Verlag investiert in seine Wirtschaftspresse. Der Harvard Business Manager, der zur Spiegel-Tochter Manager Magazin Verlag gehört, soll demnächst optisch eine Schönheitskur erhalten. Geplant ist auch eine neue Struktur in vier Rubriken, um offenbar die Anzeigenvermarktung des Monatstitels anzukurbeln.

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Von unangepassten, rebellischen Mitarbeitern, die wichtig für den Firmenerfolg sind, bis zur schwierigen Suche der Unternehmen nach einem raschen Ersatz für gefeuerte CEOs – Monat für Monat berichtet der Harvard Business Manager (HBM) über Themen aus der Welt der Manager. Jetzt soll der Wirtschaftstitel, der über den Manager Manager Verlag Teil der Spiegel-Gruppe ist, eine optische Schönheitskur erhalten. HBM-Chefredakteur Christop Seeger will ab der Ausgabe 4 die deutsche Lizenzausgabe der US-Zeitschrift Harvard Business Review (HBM) in vier Rubriken unterteilen: Trends, Schwerpunkt, Strategie und Akademie.

Hintergrund dieser Struktur ist offenbar, dass der Verlag das Vermarktungsgeschäft des Managementtitels ankurbeln will. Denn die Rubriken würden „durch neue Vorschaltseiten eröffnet, die exklusiv mit Anzeigen belegt werden können“, schreibt der Spiegel QC-Vermarktungschef Andre Pätzold in einer Mail an Anzeigenkunden. Vorgesehen ist laut Pätzold auch, dass graphische Elemente wie Typographien, Zahlen, Farben und Illustrationen im Blatt „einen noch höheren Stellenwert“ bekommen sollen. Eine Sprecherin des Spiegel hält sich hierzu bedeckt: „Zur Ausgabe 4/2017 ist ein Redesign geplant, Details können wir im Moment noch nicht nennen“, betont die Firmensprecherin.

Dass der Managementtitel optisch aufgewertet wird, dürfte auch an der rückläufigen Auflagenentwicklung liegen. So verringerte sich die Gesamtauflage des Lizenztitels im 4. Quartal 2016 auf 15289 Exemplare. Im vergleichbaren Vorjahresquartal waren es 17314 Stück. Betroffen von der Entwicklung sind das Abo sowie der Einzelverkauf. Die Abo-Auflage verringerte sich im 4. Quartal vergangenen Jahres auf 12768 Exemplare, im vergeichbaren Vorjahresquartal waren es hingegen 13338 Stück. Der Einzelverkauf sank im 4. Quartal vergangenen Jahres auf 2445 Hefte. Im 4. Quartal 2015 waren es noch 3880 Exemplare.

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