Nach #DeleteUber-Shitstorm: Uber-CEO Travis Kalanick tritt aus Beratergremium von Donald Trump zurück

Uber-CEO Travis Kalanick
Uber-CEO Travis Kalanick

Der Druck ist zu groß geworden: Travis Kalanick, Chef des Fahrdienstvermittlers Uber, ist aus dem Beratergremium von Donald Trump zurückgetreten. Vorausgegangen waren anhaltende Nutzerproteste, die im Aufruf #DeleteUber gipfelten. Kalanick war Trumps Wirtschaftsgremium im Dezember u.a. mit Tesla-Chef Elon Musk und den CEOs von IBM, Disney und General Electric beigetreten. In einer Mail an die Belegschaft erklärte Kalanick nun, er wolle nicht, dass seine Mitgliedschaft den Einruck erwecke, er unterstütze Donald Trumps Agenda.

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Vorausgegangen war ein schwerer Shitstorm gegen Uber: Der Fahrdienstvermittler hatte sich am vergangenen Wochenende bei den Protesten am New Yorker Flughafen JFK gegen das Einreiseverbot für Muslime nicht solidarisch mit anderen Taxi-Unternehmen gezeigt, sondern sich sogar als Streikbrecher betätigt.

Nutzer hatten daraufhin unter dem Hashtag #DeleteUber damit begonnen, die App Social Media-gerecht zu löschen. Wie die New York Times berichtet, soll der Aufruf mehr als 200.000 Nutzer zur Löschung – und CEO Travis Kalanick nun zum Umdenken bewogen haben.

Kalanick war im vergangenen Dezember als einer der wenigen CEOs aus dem Silicon Valley dem Wirtschaftsberatungsgremium der Trump-Administration beigetreten und hatte damit offenbar bei Uber-Nutzern und der Belegschaft den Eindruck erweckt, er stehe hinter der neuen US-Regierung.

„Der Gruppe anzugehören, war weder als Unterstützung des Präsidenten noch seiner Agenda gemeint, aber leider so interpretiert worden“, schrieb der Uber-Chef nun in einer Mail an Mitarbeiter. Kalanick bekräftigte im Schreiben erneut seinen Standpunkt, dass er das am Wochenende erlassene Einreiseverbot für Flüchtlinge und Muslime aus sieben Ländern für falsch und unvereinbar mit den Werten von Uber halte.

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Alle Kommentare

  1. Statt polit. Diskurs mit Trump-Administration, Angriff auf Existenzgrundlagen.
    Sie wissen nicht, was sie tun! Das ist Faschismus, der sie selbst treffen wird.
    Mit diesem Dreh haben Nazis damals Juden –zuerst– brotlos gemacht…und…

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